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Shopware 6 Release News – das ist neu im August 2020

Shopware 6

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Kaum zu glauben: Seit dem Release der Shopware 6.1 sind bereits sechs Monate verstrichen. Und mit jedem vergangenen Monat sind auch viele Neuerungen in Shopware 6 hinzugekommen.

Damit Du immer weißt, was bei Shopware 6 passiert, stellen wir Dir von jetzt an mit jedem monatlichen Release alle Neuheiten in dieser ebenfalls monatlichen Blogreihe vor. Ergänzend dazu kannst Du Dir auch Insights zu zukünftig geplanten Neuerungen im Global Product Update erhaschen, welches vor kurzem im Juli seinen Auftakt hatte. Jetzt folgt die neue Shopware Version 6.3 zu Anfang August.

Kurze Info zum Aufbau: Wir starten mit allgemeinen Neuerungen. Danach folgen die Entwickler-News, in denen wir spezifische Informationen für Entwickler zusammengefasst haben.

Allgemeine Neuerungen

#1 Vertikale und horizontale Steuerberechnung

Mit dem neuen Release ist nun auch die horizontale Berechnung der Mehrwertsteuer möglich. Das bedeutet, Shopbetreiber können in der Administration für jeden Sales Channel festlegen, ob die Steuerberechnung nach dem vertikalen oder horizontalen Verfahren erfolgen soll.

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Exkurs: Was bedeuten horizontale und vertikale Steuerberechnung?

Sowohl die horizontale als auch die vertikale Berechnung der Mehrwertsteuer sind in Deutschland valide Methoden.

Vertikale Berechnung

Bei dem vertikalen Verfahren wird die enthaltene Mehrwertsteuer auf Positionsebene errechnet, gerundet und abschließend zusammenaddiert. Die Berechnung erfolgt sozusagen spaltenweise.

Was sieht der Kunde?

Der Kunde sieht im Warenkorb nur die Mehrwertsteuer-Summe, die anhand des Warenkorb-Gesamtbetrags errechnet wurde. Die Mehrwertsteuer jeder einzelnen Warenkorb-Position wird ihm nicht angezeigt.

Horizontale Berechnung

Die horizontale Berechnung erfolgt zeilenweise. Hier wird zunächst die Summe der enthaltenen Mehrwertsteuer gebildet und anschließend gerundet.

Was sieht der Kunde?

Die Mehrwertsteuer wird pro Warenkorb-Position berechnet. Daher kann der Kunde im Warenkorb auch die Mehrwertsteuer jeder einzelnen Warenkorb-Position sehen.

#2 Hauptartikel mit Varianten duplizieren

Bisher war es Shopbetreibern nur möglich, Hauptartikel ohne Varianten zu duplizieren. Doch seit Neuestem kannst Du auch Hauptartikel mit Varianten duplizieren.

Die Vorteile:

  • einfachere Verwaltung der Produktdaten,
  • Zeitersparnis,
  • verringerte Fehleranfälligkeit bei der Produktdatenpflege.

#3 Additional Text bei Varianten

Im Zuge des neuen Release wurde sowohl in der Storefront als auch in der Administration die Anzeige von Varianten verbessert. Es ist jetzt deutlicher ersichtlich, um welche Ausprägung der Variante es sich in der aktuellen Ansicht handelt. Das gilt beispielsweise, wenn Du in der Administration Varianten bearbeitest oder Deine Kunden sich im Shop die Produktdetails anschauen.

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#4 Verbesserung der User Experience

Unsere Product-Designer arbeiten stetig daran, Dir das beste Nutzererlebnis in Shopware 6 zu ermöglichen. So wurde auch im Juli wieder an Verbesserungen der Nutzeroberfläche und an Workflows innerhalb von Shopware entwickelt.

Hier haben wir eine Auflistung der Änderungen für Dich:

  • In Produkten wurde die Anzeige von Pflichtfeldern für Cross-Sellings korrigiert. Hinweise für ungültige Felder werden jetzt korrekt angezeigt.
  • Text-Felder bei den Produktpreisen in der Administration verrutschen nicht mehr, wenn eine Fehlermeldung erscheint.
  • Tabs mit fehlerhaften Eingabefeldern wurden visuell überarbeitet und verschieben nicht mehr anliegende Tabs.
  • Die Growl-Fehlermeldung für nicht ausgefüllte Pflichtfelder wurde überarbeitet.
  • Die Farbe und das Standardbild für die Eigenschaften lassen sich nun entfernen.
  • In der Administration können inzwischen die Produkte nach Preisen sortiert werden.
  • Bei Produkteigenschaften und Produktvarianten wird der Inhalt der Suche nicht mehr entfernt.
  • Varianten lassen sich nun in einem neuen Fenster öffnen.

#5 Verbesserung für den internationalen Handel

Internationalisierung ist ein wichtiges Thema für unsere Händler, welches wir bei Shopware stark unterstützen. Aus diesem Grund haben wir auch in diesem Release Verbesserungen vorgenommen, um unseren internationalen Kunden gerecht zu werden.

Länderauswahl im Installer

Mit dem Release der Shopware 6.3 ist es nun möglich, das Standardland direkt im Installer auszuwählen. Das erleichtert die Konfiguration Deines Shops bereits im ersten Schritt. Darüber hinaus haben wir die Länderauswahl erweitert. Insgesamt kannst Du nun aus 250 registrierten Ländern Dein Land auswählen.

Mehrwertsteuersätze

Steuersätze können von Land zu Land abweichen. So gibt es viele unterschiedliche Steuersätze für unterschiedliche Länder und unterschiedliche Produktgruppen. Die gängigsten Steuersätze aus den Europäischen Mitgliedsstaaten sind nun standardmäßig in Shopware 6 hinterlegt. Mehr Informationen zu den Steuersätzen der Europäischen Mitgliedsstaaten findest Du hier:

Zur Übersicht der europäischen Kommission

Developer News

#6 Boost Day: Beiträge der Community

Der Shopware Boost Day ist ein wiederkehrendes Event-Format, bei dem die Entwickler von Shopware mit Menschen aus der Shopware Community zusammenkommen und Shopware weiterentwickeln. Die dabei erzielten Ergebnisse fließen dann im Nachgang in das Produkt ein. Die meisten Änderungen des letzten Boost Day wurden bereits mit dem “Community Release” 6.2.1 veröffentlicht. Wir stellen Dir nun drei Änderungen aus dem Boost Day vor, die besonders interessant, relevant oder anderweitig erwähnenswert sind und im Zuge der 6.3 realisiert wurden.

1. Änderung von Kundenpasswörtern

Es ist nun möglich, die Passwörter von Kunden direkt aus der Administration von Shopware heraus zu ändern. Der Wunsch nach dieser Funktion entstand vor allem bei Entwicklern, die während der Entwicklung Testaccounts einsetzen. Auch bei Shops, die Händlern zur Abnahme oder Ansicht bereitgestellt werden, ist es durchaus nützlich "mal eben schnell" das Passwort ändern zu können.

Im Produktivbetrieb, also bei einem Shop über den Kunden Einkäufe tätigen, raten wir von der Nutzung dieser Funktion ausdrücklich ab. Für diesen Zweck ist die "Passwort vergessen"-Funktion in der entsprechenden Storefront weiterhin das Mittel der Wahl.

Mehr Informationen hierzu findest Du im entsprechenden Pull-Request auf github.

2. Datensparsamkeit beim Nachladen von Bildern

Bisher wurden in der Storefront die sogenannten Zoom-Bilder vorab geladen. Gemeint sind damit die Großansichten von Produktbildern, die der Kunde im Shop betrachten kann, indem er mit der Maus über ein Produktbild fährt. Das hat natürlich den Vorteil, dass das Bild sofort zur Verfügung steht. Der Nachteil ist allerdings, dass das Bild unabhängig vom Bedarf geladen wird. Das im Vergleich sehr große Bild wurde also auch geladen, wenn der Kunde es sich nie ansieht – und das für jedes Galeriebild.

Mit dieser Änderung wird das Bild nur bei der Nutzung der Zoom-Funktion durch den Benutzer geladen, was zu einer schnelleren Storefront und weniger Datentransfer führt. Die Umsetzung erfolgt hierbei mittels Javascript in der Storefront. Dementsprechend muss diese Funktionalität bei eigenen Themes nachimplementiert werden, wenn die entsprechenden Stellen überschrieben wurden.

Mehr Informationen hierzu im entsprechenden Pull-Request auf github.

3. Rechnungsauswahl bei der Gutschriftenerstellung

Auch Fehlerbehebungen sind Teil des Boost Day. Unter anderem wurde ein Fehler behoben, bei dem während der Erstellung einer Gutschrift die Auswahl der zugehörigen Rechnung schlicht nicht möglich war. Mehr Informationen hierzu im entsprechenden Pull-Request auf github.

#7 Änderungen im Shopware Core

Grundsätzlich gilt: Für Entwickler wichtige Änderungen finden sich in der Upgrade-Datei des jeweiligen Releases. Dabei werden die Änderungen immer zentral in einem Dokument für ein Major-Release gesammelt. Zur Erstellung dieses Textes handelt es sich dabei um die Version 6.3. Entsprechend findest Du die Upgrade-Datei auf github.

Zwei Dinge sind dabei hervorzuheben: Die Refakturierung des Asset-Systems und der Wegfall von vorkonfigurierten Limits in der API.

1. Refakturierung des Asset-Systems

Shopware 6 setzt an vielen Stellen die Flysystem Bibliothek für den Zugriff auf das Dateisystem ein. Dadurch lässt sich das Dateisystem einfach austauschen und statt der lokalen Festplatte des Servers kann zum Beispiel ein CDN-Server genutzt werden, ohne dass Änderungen am Code notwendig werden.

Ab der 6.3 wird Flysystem nun auch für Ressourcen wie Bilder, JavaScript oder CSS eingesetzt. Dafür gibt es entsprechende neue Adapter. Außerdem wurde das Symfony-Kommando asset:install mit einer Flysystem-kompatiblen Eigenentwicklung ersetzt.

Weitere Informationen dazu findest Du in der Upgrade.md

2. Wegfall vorkonfigurierter API Limits

Bisher war es möglich, die Limits für API-Zugriffe vorzudefinieren. Damit ist nicht die Anzahl an Zugriffen pro Sekunde gemeint, sondern die Limits, die für die Begrenzung der Ergebnismenge aus dem DAL genutzt werden.

Mit dem Wegfall dieser Option ist es nun möglich, die Limits bei der Anfrage durch den Client frei zu wählen. Dieser Wegfall war bereits in der 6.2 angekündigt. An dieser Stelle noch einmal die Empfehlung an Entwickler, die Upgrade.md bei jedem Release auf Deprecations zu prüfen – so kannst Du Deine Erweiterungen frühzeitig anpassen und stellst damit sicher, dass sie auch für zukünftige Shopware-Versionen gerüstet sind.

Weiteres verrät Dir ein Blick auf die Upgrade.md

Weiterführende Informationen

  • Einen authentischen und transparenten Deep Dive in unsere Produktentwicklung erhältst Du über unser neues monatliches Format: Global Product Update. Hier geht's zum erklärenden Blog. Oder Du wirfst direkt einen Blick auf das Video.
  • Du hast ein spezifisches Problem? Dann lohnt sich in vielen Fällen zuerst ein Blick in unsere Dokumentation.
  • Zum Download: Shopware 6 Changelog

Wichtige Informationen in Bezug auf die Kompatibilität der Plugins ⚠️

Wie Du sicherlich mitbekommen hast, haben wir unsere Release-Strategie geändert und werden unserer Community dadurch in kürzeren Abständen neue Features zur Verfügung stellen. Um diese kürzeren Release-Phasen zu ermöglichen, verzichten wir unter anderem auf eine Release-Candidate-Phase. Dies führt dazu, dass die Kompatibilität von Plugin-Herstellern zur aktuellen Version 6.3 in vielen Fällen nachgelagert erfolgt. Wir werden kurzfristig entsprechende Maßnahmen einleiten, die es Herstellern in Zukunft ermöglichen, ihre Plugins schon zu Release einer Version kompatibel zu halten.

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