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Umfrage: So geht es dem deutschen Onlinehandel

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Zum fünften Mal haben wir unsere große Händler-Jahresumfrage gestartet. Dabei ging es wieder um wichtige Themen im E-Commerce: von der Branche über den Umsatz bis hin zu den größten Herausforderungen. Mehr als 600 Teilnehmer gaben uns wertvolle Einblicke in das, was sie tagtäglich beschäftigt. Erfahre, was die Befragung ergeben hat! In diesem Artikel haben wir für Dich die spannendsten Erkenntnisse aufbereitet.

Branche, Produkte und Zielgruppe

Foodbranche nach wie vor hoch im Kurs

Die Branche „Nahrungs-, Genussmittel & Getränke“ ist unter den Befragten nach wie vor am stärksten vertreten – sogar mit einem leichten Anstieg von 13,25 auf 14,86 %. Auch die Fashionbranche ist mit 11,56 % weiterhin groß, wurde im Vergleich zum Vorjahr jedoch von Onlineshops aus dem Bereich Bau-, Garten und Heimwerkerbedarf überholt (13,58 %).

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Die Mehrheit der Befragten ist in der Foodbranche tätig.

Neben den Sortiment-bezogenen Branchen sind natürlich auch die Zielgruppen relevant. Hier stellte sich heraus, dass der Großteil der Befragten (54,90 %) sowohl im B2B- als auch im B2C-Segment tätig ist. 33,92 % der Befragten spezialisieren sich auf B2C und nur wenige (11,18 %) auf B2B.

Produkte aus eigener Herstellung stehen im Fokus

Ähnlich wie im Vorjahr: Rund 54 % der Teilnehmer an der Umfrage verkaufen Produkte aus eigener Herstellung. Auch interessant: Die Mehrheit aller Teilnehmer (25,46 %) hat ein sehr umfassendes Sortiment aus 1.000 bis 5.000 Artikeln. 

Wie sind die Onlineshops aufgestellt?

Verwalten die meisten Onlineshop-Betreiber mehrere Shops? Wir wollten die Anzahl der Shops inklusive Subshops erfahren. Heraus kam: Die Hälfte der Befragten (50,19 %) konzentriert sich auf einen Onlineshop. Rund 23 % der Befragten führen hingegen zwei Shops. Die verbleibenden Teilnehmer betreiben drei Shops oder mehr.

Und wie sieht es mit der technischen Betreuung aus? Etwa 28 % haben eine Partner-Agentur, die bei der technischen Betreuung des Onlineshops unterstützt. Der Großteil (72 %) handhabt die technische Betreuung allerdings selbst. Das klingt nach viel Arbeit, denn bei fast 50 % der befragten Unternehmen sind lediglich 1–4 Mitarbeiter beschäftigt.

Umsatz, Bestellwerte und Payment

Wie hat sich der Umsatz bei den Onlineshops entwickelt? Wie steht es um die Bestellungen und welche Bezahlverfahren sind beliebt? Wir haben genau nachgefragt.

Umsätze sind gestiegen

Ein erfreuliches Ergebnis: Ganze 64,21 % der befragten Onlineshop-Betreiber haben eine wachsende Umsatzentwicklung im laufenden Jahr zu verzeichnen.

Umsatzentwicklung

Auch der durchschnittliche Bestellwert ist relativ hoch. Bei rund 28 % der Befragten liegt er bei 51–100 Euro, bei rund 21 % der Befragten sogar bei über 200 Euro.

Bestellwert

Klassische Zahlungsarten liegen weiter vorne

Auch in diesem Jahr setzt ein Großteil der Onlinehändler weiter auf klassische Zahlungsarten in den Onlineshops. Vorne liegen hier Vorkasse (85,63 %), PayPal (77,09 %), Rechnung (56,31 %) und die Kreditkarte (48,74 %). Die Bezahlung mit Kryptowährungen wie Bitcoin bieten nur die Wenigsten an: konkret sind es weniger als 1 % der Händler.

Zahlungsmo-glichkeiten

Vertriebskanäle

Der stationäre Verkauf bleibt wichtig

Uns hat auch interessiert, welche Vertriebskanäle Onlinehändler nutzen. Die meisten der Befragten (42,86 %) führen neben dem Onlineshop auch ein stationäres Ladengeschäft, wo sie ihre Produkte vertreiben. Beliebte Vertriebskanäle sind auch Amazon (33,46 %) und eBay (29,94 %). Demgegenüber sind 29,75 % der Befragten Pure Player, die sich ausschließlich auf den Vertriebsweg über ihren Onlineshop konzentrieren.

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Ebenfalls auffällig: Auch der Verkauf über Social Media-Kanäle wird immer wichtiger. Hier liegt der Prozentsatz bei 22,11 %.

In dem Sinne haben wir auch nach dem Umsatz gefragt, der über mobile Endgeräte zustande kommt. Laut unserer Umfrage generieren die meisten Shopbetreiber durchschnittlich 21–30 % ihres Umsatzes über mobile Endgeräte.

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Themen und Herausforderungen

Welche Themen und Herausforderungen beschäftigen Onlineshop-Betreiber? Hier sind die Top 5 der größten Herausforderungen:

1. Rechtliche Probleme (64,29 %)
2. Konkurrenzdruck durch andere Shops (43,51 %)
3. Verdrängung durch Marktplätze (38,53 %)
4. Nachhaltigkeit (z. B. Verpackungsmüll) (29,00 %)
5. Emotionale Markendarstellung (25,97 %)

Rechtsproblematiken machen Onlineshop-Betreibern zu schaffen

Rechtliche Themen sorgen nach wie vor für Unsicherheiten. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie sogar um fast 10 Prozentpunkte angestiegen. Der Konkurrenzdruck durch andere Shops ist auch in diesem Jahr nach wie vor groß. Nachhaltigkeit ist ein Anspruch, der immer wichtiger wird, und auch als wesentliches Thema für das kommende Jahr auffällig oft genannt wurde. Das gilt ebenso für die Themen: Mobile Commerce, Content Marketing, Multi- und Omnichanneling, PWA, AI, Zahlsysteme und Rechtssicherheit.

Tipp: Schau häufiger mal hier im Blog vorbei. Wir versorgen Dich regelmäßig mit Rechts- und Marketingstipps und weiteren aktuellen Themen rund um Shopware und E-Commerce.

Wir danken allen Teilnehmern!