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Shopware 6 Release News – das ist neu im Dezember 2020

Shopware 6 Release News – das ist neu im Dezember 2020

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Neuer Monat, neues Release! In der Shopware 6.3.4.0 erwarten Dich wieder einige Neuerungen. Hier erfährst Du, was dahintersteckt und welche Vorteile sie Dir konkret bieten.

Übrigens: Zum Jahreswechsel im Januar wird es ausnahmsweise kein neues Monats-Release geben. Das Release im Februar wird dafür umso umfangreicher ausfallen.

*** Allgemeine Neuerungen ***

#1 Finden statt suchen: Varianten im Produktlisting einsehen

Bei Onlineshops mit vielen Produkten ist es als Shopbetreiber nicht immer einfach, den Überblick zu behalten – erst recht, wenn es die Produkte auch noch in etlichen Varianten gibt. Damit Dir das zukünftig besser gelingt, haben wir die Darstellung der Produktvarianten nun auch ins Produktlisting der Administration integriert. Das heißt: Dir wird direkt angezeigt, wenn ein Produkt Varianten umfasst. In dem Fall kannst Du aus dem Produktlisting heraus eine Übersicht der Varianten aufrufen, die Dir alle wichtigen Informationen verrät (beispielsweise Preis, Lagerbestand, Produktnummer etc.). Dadurch kannst Du nun noch einfacher Varianten sortieren, suchen und sichten – und das auch bei großen Mengen an Varianten.

Tipp: Wirf dazu auch einen Blick in unsere Dokumentation.

#2 Dokumente im Kundenaccount: Mehr Transparenz für Deine Kunden

Ab jetzt können Deine Kunden sich noch einfacher und komfortabler Rechnungen und andere Dokumente anschauen, die für sie relevant sind (zum Beispiel Mitteilungen über Bestellstatus-Änderungen). Und Du kannst genau festlegen, welche Dokumente Du Deinen Kunden zur Verfügung stellst.

Genauer: Deine Kunden finden in der Storefront im Kunden-Account eine Übersicht der Rechnungen und Dokumente. Diese sind dort zum Aufruf verfügbar, sobald sie per E-Mail an den Kunden versandt wurden. Du als Shopbetreiber kannst festlegen, ob Kunden die Dokumente auch im Kunden-Account einsehen können – oder nur in der versendeten E-Mail.

Mehr dazu erfährst Du hier in unserer Dokumentation.

#3 Warenkorb wiederherstellen – Produkte bleiben gespeichert

Beim Onlineshoppen kann es schnell passieren, dass Nutzer abgelenkt werden – sei es durch eine aufpoppende Werbung, einen plötzlichen Einfall oder dem Telefon. Kurz: Es gibt zahlreiche Gründe, warum Produkte im Warenkorb landen, die Bestellung dann aber nicht abgeschlossen wird. Ärgerlich, denn Shopbetreibern entgeht wortwörtlich ein Geschäft, wenn die Produkte im Warenkorb nicht dauerhaft gespeichert werden und dadurch in Vergessenheit geraten.

Mit Shopware 6.3.4 kann das nicht mehr passieren, denn:

  • Wird ein Produkt im Warenkorb abgelegt, bleibt es dort für mehrere Besuche gespeichert
  • Beim nächsten Login wird der Warenkorb einfach neu geladen
  • Der Warenkorb eines Kontos kann dadurch auch von mehreren Endgeräten aus gleichzeitig bearbeitet werden

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Nutzer bereits registriert sind. Bei Nutzern, die noch nicht registriert sind, werden die Produkte nur für die jeweilige Session im Warenkorb gespeichert.

#4 Bestimme selbst: Definiere die Anzahl der Produkte pro Seite in Listings 

Als Shopbetreiber weißt Du am besten, wie viele Produkte Du Deinen Shopbesuchern am besten auf einen Blick zeigst. Deshalb kannst Du jetzt selbst festlegen, wie viele Produkte den Nutzern pro Seite angezeigt werden – egal ob es sich dabei um Ergebnisse der Suche oder einzelne Kategorieseiten handelt.

Lege die gewünschte Produktanzahl einfach in der Administration unter Produkte > Anzahl der Produkte pro Seite fest. Mehr zum Thema Produktlistings kannst Du außerdem hier nachlesen.

#5 Mehr Übersicht: Kategorie-Einstellungen für Struktur-Elemente sind versteckt

Bisher konntest Du für Struktur-Elemente in der Administration Kategorie-Einstellungen vornehmen. Das ist allerdings überflüssig, da Kategorie-Einstellungen keine Auswirkungen auf Struktur-Elemente haben. Diese Neuerung sorgt also dafür, dass unnötige Funktionen ausgeblendet werden und Du Dich so besser zurechtfindest.

#6 Neue Möglichkeit: Kunden an Verkaufskanal binden

Mit Verkaufskanälen (Sales Channel) kannst Du verschiedene Absatzwege an Shopware anbinden – von der klassischen Storefront über Vergleichsportale bis hin zu Social Shopping Kanälen (wie Instagram). Registrieren sich Deine Kunden über Verkaufskanal A, kann es für diese verwirrend sein, wenn sie dadurch automatisch auch für Verkaufskanal B registriert sind – vor allem, wenn dort ein ganz anderes Produktsortiment angeboten wird. Damit dies nicht passiert, ermöglichen wir es jetzt, Kunden an Sales Channel zu binden.

Deine Vorteile:

  • Klare Trennung von Shops
  • Verwirrung bei Deinen Kunden vermeiden 

Um diese Einstellung vorzunehmen, gehe in der Administration unter Einstellungen > Login / Registrierung und wähle Kunden an Sales Channel binden aus. Ist diese Einstellung aktiviert, können Deine Kunden sich separat für jeden Verkaufskanal registrieren. Bestehende Kunden bleiben von dieser Einstellung unberührt.

Für mehr Übersicht kannst Du außerdem für einzelne Kunden einsehen, ob sie an einen Verkaufskanal gebunden sind oder nicht. Diese Möglichkeit findest Du im Kundenmodul der Administration. Erfahre hier mehr.

#7 Kunden können ihren Account DSGVO-konform löschen

Mit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat sich die EU dafür eingesetzt, dass Bürgern so weit wie möglich die Hoheit über ihre Daten zugesichert wird. Das gilt vor allem auch für Daten, die im Rahmen der Nutzung eines Onlineshops gespeichert und verarbeitet werden. Hin und wieder kann es also vorkommen, dass Kunden ihren Account löschen wollen und damit die Löschung ihrer Daten einfordern.

Nutzer können dies nun direkt in der Storefront in ihrem Profil vornehmen. Dabei werden alle persönlichen Daten, Einträge für Newsletter-Abos und Rezensionen gelöscht. Daten bezüglich bisher getätigter Bestellungen bleiben aus rechtlichen Gründen weiterhin gespeichert.

#8 Steuerberechnung jetzt für Internationalisierung anpassbar

Auf Rechnungen muss die Umsatzsteuer auch für die erhobenen Versand- und Verpackungskosten ausgewiesen werden. Dabei werden bei den Versand- und Verpackungskosten genauso hohe Steuern berechnet wie für das jeweilige Produkt (beispielsweise 19 %). Befinden sich im Warenkorb Produkte mit verschiedenen Umsatzsteuerklassen (beispielsweise 19 % und 7 %) müssen diese anteilig vom Warenwert berechnet werden. Klingt kompliziert? Zum Glück errechnet Shopware die Steuern automatisch proportional zum Warenkorb.

Diese Vorgehensweise ist in Deutschland zwar Standard, unterscheidet sich aber im internationalen Raum. In Großbritannien erfolgt die Berechnung beispielsweise immer nach der höchsten Umsatzsteuer im Warenkorb. In Norwegen hingegen werden für Versand- und Verpackungskosten gar keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

Aus diesem Grund kannst Du in der Administration unter Einstellungen > Versandkosten genau diese verschiedenen Vorgehensweisen zur Steuerberechnung festlegen:

  • Automatische Berechnung (proportional zum Warenkorb)
  • Höchste Steuer (orientiert sich an der höchsten Umsatzsteuer im Warenkorb)
  • Festgelegte Berechnung (zum Beispiel 19 %, 7 % je nach Land und Regel)

Diese Einstellung kannst Du übrigens nicht nur für Steuern, sondern auch für Rabatte und Zuschläge vornehmen.

*** Besonderes Update: Release des CMS Extension Plugin ***

Diese Neuigkeit bezieht sich zwar ausschließlich auf die Professional Edition, wir wollen sie Dir aber nicht vorenthalten: Denn das CMS Extensions Feature wurde erneuert und ermöglicht es nun auch, den Rule Builder für Erlebniswelten zu nutzen. Damit steht Dir ein mächtiges Marketingtool zur Verfügung, mit dem Du Shopping-Erlebnisse basierend auf verschiedensten Regeln gestalten kannst. In diesem Blogbeitrag erfährst Du mehr! (Um das Feature nutzen zu können, wird mindestens die Version 6.3.4.0 benötigt.)

*** Developer News ***

Pluginhersteller aufgepasst: Alle wichtigen entwicklerbezogenen Informationen für dieses Release findest Du wie üblich in unserer Upgrade.md. Die wichigsten Informationen haben wir ebenfalls hier für Dich zusammengefasst:

#1 Deprecation des alten config keys in 6.4.0.0

Mit der nächsten Major-Version 6.4.0.0 wird der config key core.basicInformation.404Page in core.basicInformation.http404Page geändert.

#2 Potentieller Breaking change!

Dauerladeschleife bei Kundengruppen behoben

Mit dem 6.3.4.0 Release kommt auch ein potentieller Breaking Change für Plugin Hersteller. 

Was wurde gemacht?

Es wurden die Associations `salesChannel` und `customers` in der Computed Value `allCustomerGroupsCriteria` in der Komponente `sw-settings-customer-group-list` entfernt

Welches Problem wurde damit gelöst?

Sobald ein Shop eine höhere Anzahl an Kunden hatte, konnte das Listing in der Administration unter Einstellungen Einstellungen-Kundengruppen-Liste nicht mehr geladen werden, da alle Kunden des Sales Channels mitgeladen wurden. Dies führte zu einem sehr großen Request, der schnell über 30 Sekunden dauerte und daher in einen Timeout lief. Als Konsequenz konnnte der Shopbetreiber seine Customer Groups nicht mehr bearbeiten. 

Wen betrifft es?

Dieser breaking change betrifft nur diejenigen Plugins, welche im Modul Customer Groups (Settings -> Customer Groups) das Listing erweitern und dort auf folgende Associations zugreifen: 'salesChannels' oder 'customers'.

*** Weiterführende Informationen ***

  • Release News verpasst? Informiere Dich über die Neuerungen im August, SeptemberOktober und November!
  • Das Global Product Update ist ein Videoformat, in dem wir der Community einen Einblick zum aktuellen Stand der Produktentwicklung geben. Wirf einen Blick in den erklärenden Blog oder direkt ins Video.
  • Welches Problem Dich auch beschäftigt, oft lohnt sich zuerst ein Blick in unsere Dokumentation.

Zum Download der neuesten Shopware Version

Shopware 6 Changelog

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