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A beautiful story – E-Commerce mit Bedeutung

A beautiful story – E-Commerce mit Bedeutung

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In dem Buch „Pippi Langstrumpf“ gibt es eine Szene, in der ihr Freund Tommy versucht, Pippi davon zu überzeugen, ein Klavier zu kaufen.

„Aber Pippi“, scherzte Tommy, „du kannst doch gar nicht Klavier spielen!“. Daraufhin Pippi: „Wie kann ich das wissen, wenn ich es nie versucht habe?“

Pippis Einstellung findet sich auch in der Gründerin und Shopware Nutzerin Cathelijne Lania wieder. In diesem Beitrag geht es um ihre inspirierende Geschichte, über ihren Onlineshop und wie sie es geschafft hat, ein Unternehmen aufzubauen, das nicht nur Einnahmen erzielt, sondern auch für eine bessere Welt sorgt.

Die Gründerin Cathelijne Lania

Nach ihrem Universitätsabschluss beschloss Cathelijne, etwas Verrücktes zu tun. Sie ging für sechs Monate nach Nepal, um beim Aufbau eines Computerzentrums zu helfen und nebenbei die Menschen vor Ort in Computer- und Internet-Kenntnissen weiterzubilden. Sie kannte Nepal nicht, aber sie verliebte sich schnell in das Land, die Menschen und Nepals Kultur. Sie bemerkte auch, dass sie etwas Erstaunliches an sich trugen – der größte Teil der Bevölkerung war nicht reich im materiellen Sinne, aber Cathelijne entdeckte bei ihnen eine andere Art von Reichtum ¬– Gutmütigkeit und Fürsorge für die anderen. Es waren Menschen, die nichts besaßen, aber immer genug hatten, um mit ihren Mitmenschen zu teilen.

Einer der Orte, zu denen sie während ihrer Reise oft zurückkehrte, war eine kleine örtliche Schmuckmanufaktur mit 12 Mitarbeitenden. Sie kaufte dort Geschenke für ihre Liebsten und baute eine tiefe Bindung zu den Mitarbeitenden auf, die sie mehr und mehr kannte und zu schätzen lernte.

Alle guten Dinge müssen einmal zu Ende gehen

Nach sechs Monaten kehrte sie in die Niederlande zurück und begann dort, im Marketing zu arbeiten. Sie landete in einem Unternehmen, in dem sie lernte, wie man Werbekampagnen durchführt, und wo sie sich sämtliches Know-how in Sachen Markenbildung und Verkauf aneignete. Sie verfügte über Budgets in Millionenhöhe und machte ihre Arbeit hervorragend, doch eines Tages erhielt sie einen Anruf, der alles veränderte.

„Hallo Cathelijne“, sagte ihre Mutter, „ich bin gerade aus Nepal zurückgekommen. Erinnerst du dich an die kleine Manufaktur, in der du für uns Schmuck gekauft hast? Sie haben gerade ihren größten Kunden verloren – die Mitarbeitenden stehen kurz davor, ihren Arbeitsplatz zu verlieren..."

Dieser Anruf reichte aus, um ihr Leben im Handumdrehen um 180 Grad zu verändern. Cathelijne kündigte ihren Job in der Firma und nahm den nächsten Flug nach Nepal. Sie hatte keinen konkreten Plan im Kopf, schlug jedoch vor, den angefertigten Schmuck online zu verkaufen. "Woher soll ich wissen, dass ich es nicht kann, wenn ich es nie ausprobiert habe", dachte sie. Die Worte von Pippi Langstrumpf gingen ihr während des stundenlangen Fluges nicht mehr aus dem Kopf.

Der Beginn von etwas Großem

In Nepal traf sie sich mit 12 Mitarbeitenden, um herauszufinden, was sie produzieren und verkaufen könnten. Während sie sich unterhielten, tranken sie Tee aus alten Porzellantassen. Cathelijne war begeistert: "Es gibt ein holländisches Sprichwort, das besagt, dass zerbrochenes Porzellan Glück bringt – lasst es uns zerbrechen, dann kommen wir bestimmt auf eine gute Idee.“

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Die Gründerin Cathelijne Lania legt den ersten Grundstein für ihr künftiges Business.

Nachdem sie die Tassen zertrümmert hatten, stellte sich heraus, dass hübsch verzierte Scherben übriggeblieben waren. Stücke, die sich in schönen Schmuck verwandeln lassen. Die Manufaktur produzierte die erste Charge und Cathelijne kehrte in die Niederlande zurück, um einen Onlineshop einzurichten.

Schon nach kurzer Zeit schrieben die Medien über den Shop "a Beautiful Story" und seine Geschichte. Dies führte zu einem Effekt, den kaum einer erwartet hatte. Menschen aus dem ganzen Land begannen, ihr Porzellan zu schicken; zum Beispiel eine alte Teetasse, die der verstorbenen Großmutter gehörte und die im Gedächtnis bewahrt werden sollte, oder ein verzierter Teller, der aus dem Elternhaus mitgenommen wurde, welches nur einmal im Jahr besucht werden konnte. Plötzlich bot Cathelijne nicht mehr nur Schmuck an, sondern viel mehr: Erinnerungen.

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Ein großartiger Plan für die Zukunft

Diese Geschichte ereignete sich vor 15 Jahren. Seitdem ist „a Beautiful Story“ zu einem viel größeren Unternehmen geworden. Heute verfügt das Unternehmen über acht Manufakturen, 800 Reseller, 217 Mitarbeitende in Nepal und natürlich einen auf Shopware basierenden Onlineshop.

Cathelijne hat jedoch nie vergessen, aus welchem Grund sie ihr Unternehmen gegründet hat: um zu helfen. Ihre Angestellten verdienen ein deutlich höheres Gehalt über dem üblichen Tariflohn. Sie nennt es "Living wage plus" In der Praxis wird das Einkommen der Arbeitnehmer auf ein Niveau angehoben, das es ihnen ermöglicht, ein normales Leben zu führen und für die Ausbildung oder die medizinische Versorgung ihrer Kinder zu sorgen. "a Beautiful Story" erreicht dies durch eine regelmäßige Befragung der Angestellten, bei der sie ihre genauen Ausgaben angeben können – auf dieser Grundlage werden ihre Gehälter dann entsprechend angepasst. Der Betrieb bietet darüber hinaus solche Benefits, die in unserem Teil der Welt selbstverständlich sind, aber in Nepal praktisch nicht existieren, wie Kinderbetreuung oder bezahlten Mutterschaftsurlaub.

Ihre Mission wird auch im Onlineshop selbst deutlich. Sowohl auf der Produktseite als auch im Warenkorb findest du spezielle Angaben darüber, wie lange es dauert, ein bestimmtes Produkt zu fertigen.

Store a beautiful story

So kaufst du plötzlich keine Produkte mehr, sondern gibst einer Person Arbeit, die diese Arbeit dringend benötigt. Im Jahr 2020 konnten so 2 Millionen Arbeitsstunden generiert werden.

Im Jahr 2020 veröffentlichte das Unternehmen zudem seinen ersten "Impact Report". Darin stellt es die Mission, Ziele und Maßnahmen vor. Jeder kann hier nachlesen, woher das Unternehmen seine Produkte bezieht, wie die Mitarbeitenden betreut werden, welche Organisationen es unterstützt und wie es auf die weltweite Pandemie reagiert hat. Das oberste Ziel ist einfach: bis 2025 sollen 1.000 Beschäftigte das „Living wage plus“ erhalten. Und genau so kann eine "schöne Geschichte" in der E-Commerce-Branche aussehen.

 

Team a beautiful story

Erfahre mehr über „a Beautiful Story“

Wenn du noch tiefer in die Geschichte des Onlineshops „a Beautiful Story“ eintauchen möchtest, schaue dir die Präsentation der Gründerin beim vergangenem Shopware Community Day 2022 an. Dich erwarten wertvolle Insights zur Gründungsgeschichte, die für fairen Handel, Courage und E-Commerce mit Bedeutung steht.

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