
Für mittelständische Unternehmen ist ein zuverlässiges und gut bedienbares Shopsystem die Grundlage für den Onlinehandel. Die Auswahl ist groß und die Systeme unterscheiden sich teils deutlich in Funktionsumfang, Kosten und Aufbau.
Wie wähle ich das beste Shopsystem für den Mittelstand aus?
Bei der Auswahl eines Shopsystems für den Mittelstand helfen dir vor allem Eigenschaften, mit denen sich deine internen Prozesse, Produktinhalte und benötigte Integrationen sowohl sofort als auch langfristig stabil abbilden lassen. Die folgenden Kriterien kannst du als Checkliste nutzen:
Checkout und mobile Optimierung: Wichtig, da üblicherweise ein großer Teil der Bestellungen über Smartphones kommt und dein Shop auch bei hoher Last schnell, übersichtlich und vertrauenswürdig funktionieren soll.
Mehrere Zahlungsarten: Relevant, wenn du Kunden in der DACH-Region bedienst und ihnen vertraute Zahlarten wie Rechnung, Lastschrift, Sofortzahlung oder Wallets anbieten möchtest.
Preisaktionen, Rabatte und Promotions: Wenn du regelmäßig Kampagnen, Sales, Bundles oder Gutscheine anbieten und diese steuern möchtest, ohne für jede Aktion einen Entwickler zu brauchen.
Personalisierung und Kundensegmentierung: Nützlich, wenn du bestimmten Kundengruppen, etwa Stammkunden, Sale-Käufern oder Newsletter-Abonnenten, unterschiedliche Preise, Inhalte oder Empfehlungen anzeigen möchtest.
Inhaltsverwaltung (CMS): Wichtig, wenn du neben Produkten auch Markenwelten, Ratgeber oder Kampagnenseiten darstellen willst, die dein Team ohne technische Kenntnisse pflegen kann.
Steuerung von Preisen, Versand und Inhalten: Relevant, wenn du Konditionen abhängig von Faktoren wie Warenkorbwert, Lieferland, Kundengruppe oder Saison automatisch steuern möchtest, ohne jede Logik individuell programmieren zu lassen.
Automatisierung: Hilfreich, wenn du wiederkehrende Aufgaben wie Bestellbestätigungen, Statusmails, interne Benachrichtigungen oder Integrationen mit anderen Systemen möglichst ohne manuellen Aufwand abbilden möchtest.
Schnittstellen und API-/Headless-Fähigkeit: Vorteilig, wenn du deinen Shop an ERP, PIM, CRM, Marktplätze oder eigene Frontends anbinden willst und dieselbe Commerce-Plattform für mehrere Touchpoints nutzen möchtest.
DSGVO-konformer Betrieb mit Hosting-Optionen in der EU.
Dieser Beitrag wurde von Shopware als Anbieter einer der genannten Lösungen veröffentlicht. Er stellt eine redaktionell aufbereitete Marktübersicht dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder objektive Rangordnung. Die Auswahl der vorgestellten Shopsysteme erfolgt auf Basis typischer Anforderungen mittelständischer Unternehmen wie Funktionsumfang, Integrationsfähigkeit, Betriebsmodelle und Marktpräsenz. Die Angaben zu Funktionen und Preisen basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der jeweiligen Anbieter (Stand: November 2025). Änderungen sind jederzeit möglich. Alle genannten Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber und werden ausschließlich zu Informations- und Vergleichszwecken genannt.
Die 5 besten Shopsysteme für den Mittelstand
Shopware ist eine modulare E-Commerce-Plattform aus Deutschland, die als kostenlose Open-Source-Variante (Community Edition) und in drei kommerziellen Plänen (Rise, Evolve, Beyond) angeboten wird. Shopware wird insbesondere auch für mittelständische Onlineshops eingesetzt. B2B-Shops sind ebenfalls möglich.
Shopping Experiences (CMS-Editor): Für das Erstellen von Startseiten, Landingpages, Kategorieseiten und Markenwelten per Drag & Drop, ohne Entwickleraufwand.
Steuerung von Preisen, Versand, Inhalten: Für automatische Preis- und Versandlogiken sowie individuelle Inhalte je nach Kundengruppe, Warenkorbwert, Land oder Zeitraum.
Automatisierung von Abläufen: Für automatisierte Prozesse wie Bestellbestätigungen, Statuswechsel, interne Benachrichtigungen oder Integrationen über Webhooks.
Shopware AI: Für KI-gestützte Content-Erstellung und Übersetzung, Produkttextoptimierung, Bewertungsauswertungen und weitere automatisierte Assistenzfunktionen.
Headless- und API-Fähigkeit: Für die Anbindung an ERP-, PIM-, CRM-Systeme, Marktplätze oder eigene Frontends wie Apps und Portale.
Retouren, Subscriptions und Multi-Inventory: Für integriertes Retourenmanagement, Abo-Modelle sowie die Verwaltung mehrerer Lagerstandorte mit getrennten Beständen (umfangreiche Funktionen ab Beyond).
Betriebsmodelle (Self-hosted und Cloud): Für große Wahlfreiheit beim Hosting, von eigenen Servern oder deutschen/europäischen Rechenzentren bis zu Cloud-Betrieb über Shopwares Infrastruktur.

Preise von Shopware (Stand: November 2025, Quelle: Shopware Website):
Shopware erhältst du in drei Preisstufen ab 600 € im Monat. Bereits die erste Stufe Rise enthält die Shopware KI, 3D-Funktionen und unbegrenzte Verkaufskanäle. Weitere Features kommen in den Stufen Evolve (ab 2.400 € im Monat) und Beyond (ab 6.500 € im Monat) hinzu.
2) Shopify
Shopify ist ein cloudbasiertes Shopsystem mit Ursprung in Kanada, das weltweit und auch im deutschsprachigen Raum eingesetzt wird. Die Standardtarife richten sich vor allem an B2C- und D2C-Händler. Für den B2B-Einsatz stellt Shopify im Rahmen des Enterprise-Tarifs Shopify Plus eine eigene B2B-Funktionssuite bereit, die in die Administrationsoberfläche integriert ist und denselben Shop für B2B- und B2C-Kunden nutzbar macht.
Unternehmenskonten: Abbildung von Geschäftskunden als Unternehmen mit mehreren Käufern und Standorten, inklusive Berechtigungen, Zahlungsbedingungen und Steuereinstellungen auf Kontoebene.
Standorte pro Unternehmen: Verwaltung mehrerer Unternehmensstandorte mit eigenen Liefer- und Rechnungsadressen, Steuer-IDs, Steuerbefreiungen, Preisen und Zahlungsbedingungen.
Kataloge und Preislisten: Zuweisung von Produktkatalogen mit individuellen Preisen zu Unternehmen oder Standorten; Unterstützung von Preislisten mit festen Preisen oder prozentualen Rabatten.
Checkout und Bestellabwicklung: Anpassung des Checkouts für B2B-Kunden mit Zahlungszielen, Steuerbefreiungen, Bestellfreigabe als Entwurf („Draft Orders“) und Möglichkeit, Bestellungen mit Bestellnummern (Purchase Orders) zu versehen.
Kundenbereich für Geschäftskunden: Einrichtung von B2B-Konten mit eigenem Login-Bereich, in dem Geschäftskunden ihre Konditionen, Bestellungen und Standorte verwalten; wahlweise als gemischter Shop für B2C und B2B oder als separater B2B-Store.
Schnell- und Mengenbestellungen: Funktionen für schnelle Bestellungen mit größeren Mengen, einschließlich Schnellbestell- und Bulk-Order-Funktionen im B2B-Bereich.
Automatisierung: Nutzung von Shopify Flow für B2B-spezifische Workflows, etwa Zuweisung von Zahlungsbedingungen, Tagging von Firmenbestellungen oder Erinnerungen an Fälligkeiten.
Integrationen und App-Ökosystem: Anbindung von ERP-Systemen wie NetSuite über Connectoren sowie Zugriff auf ein umfangreiches App-Ökosystem für zusätzliche B2B-Funktionen.
Datenschutz und Datenstandort: Verarbeitung personenbezogener Daten auf Basis eines Data Processing Addendum (DPA); für neue Händler in Europa werden Store-, Bestell- und Kundendaten standardmäßig in europäischen Rechenzentren gespeichert, wobei für bestimmte Verarbeitungen weiterhin internationale Datenübertragungen genutzt werden.
Preise von Shopify (Stand: November 2025, Quelle: Shopify Website):
Angeboten werden monatliche und jährliche Zahlung für vier Tarifstufen. Die Stufe Basic beginnt bei 25 € pro Monat. Parallel zu den Paketpreisen werden Kartengebühren erhoben, die mit steigendem Paketpreis wiederum sinken.
3) JTL-Shop
JTL-Shop 5 ist eine in Deutschland entwickelte Shopsoftware der JTL-Software-GmbH, die eng mit der Warenwirtschaft JTL-Wawi zusammenarbeitet. Das System wird in der Regel selbst gehostet und ist auf den Einsatz im deutschsprachigen E-Commerce ausgerichtet. Neben einer kostenlosen Community-Variante stehen kostenpflichtige Editionen und Cloud-Bundles zur Verfügung, die unterschiedliche Leistungsumfänge und Supportstufen abdecken.
Integration mit JTL-Wawi: Steuerung von Produkten, Preisen, Beständen und Bestellungen in JTL-Wawi und automatische Synchronisierung mit dem Onlineshop sowie weiteren Verkaufskanälen.
OnPage Composer für Inhalte und Landingpages: Erstellung von Seiten per Drag-&-Drop direkt im Frontend, inklusive Portlets für Texte, Bilder, Videos und Produktdarstellungen.
Template-Ökosystem: Bereitstellung eines responsiven Standard-Themes sowie Zugriff auf zahlreiche zusätzliche Templates im JTL-Extension-Store.
Performance-Optimierungen: Automatische Ausgabe von Bildern im WebP-Format, Lazy Loading und responsive Bildgrößen zur Verbesserung der Ladezeiten.
SEO-Funktionen: Verwaltung suchmaschinenfreundlicher URLs, Meta-Titel und Meta-Beschreibungen; Erweiterung um zusätzliche SEO-Features über Plugins.
Consent Manager und DSGVO-Unterstützung: Verwaltung von Einwilligungen für Plugins und Tracking-Dienste sowie integrierte Double-Opt-In-Funktionen.
Erweiterungen über den JTL-Extension-Store: Zugriff auf zahlreiche Plugins für Zahlarten, Marketing, Newsletter, Suche, Tracking, Produktdarstellung und weitere Funktionen.
Mobile-taugliches Backend: Backend-Oberfläche, die für die Nutzung auf mobilen Endgeräten optimiert ist.
Preise von JTL-Shop (Stand: November 2025, Quelle: JTL Website):
JTL-Shop wird in mehreren Lizenzstufen angeboten, beginnend bei einer kostenlosen Community-Edition. Die kostenpflichtigen Editionen starten bei 99 € pro Monat für das Paket “Start”. Mit den Preisen steigen Funktionsumfang und Supportniveau an.
4) OXID eShop
OXID eShop ist ein in Deutschland entwickeltes Shopsystem der OXID eSales AG mit Sitz in Freiburg. Die Plattform wird in verschiedenen Editionen angeboten, darunter eine Community Edition, Professional Edition und die Enterprise Edition mit spezieller Enterprise B2B Edition für den Firmeneinkauf. OXID kann selbst gehostet oder über Dienstleister auch als Cloud-Lösung betrieben werden.
Module: Funktionserweiterungen können ergänzt oder bestehende Kernfunktionen verändert werden.
Multi-Shop- und Multi-Tenant-Fähigkeit: Mehrere Subshops oder Mandanten lassen sich aus einer Plattform heraus betreiben, z. B. für unterschiedliche Marken, Regionen oder Sprachen.
Headless-/API-First: Das System unterstützt APIs und GraphQL-Schnittstellen, wodurch Frontend und Backend voneinander entkoppelt und Frontends wie Web, App oder weitere Touchpoints angebunden werden können.
Integriertes Visual CMS (Content Management): Inhalte wie Landingpages, Banner, Markenwelten oder Ratgeberseiten lassen sich direkt im Backend ohne separate Systeme verwalten und mit den Produktdaten verbinden.
Produkt-, Bestell- und Checkout-Funktionsumfang: Funktionen für Produktkataloge, Varianten, Filter, Suchfunktionen, Promotionen, Versand und den Checkout sind im Kern vorhanden und lassen sich mit Erweiterungen ergänzen.
Rechte- und Rollenverwaltung: Benutzerkonten, Rollen, Zugriffsebenen oder Nutzergruppen (z. B. Backend-User, Kunden, Partner) lassen sich definieren und steuern.
Hosting- und Betriebsmodelle: Der Shop kann selbst gehostet werden oder via zertifizierte Partner als Cloud-Plattform betrieben werden, was unterschiedliche Betriebsanforderungen abdeckt.
SEO- und Marketingfunktionen: Suchmaschinenoptimierte URLs, Meta-Daten, Module für Promotionen oder Conversions werden unterstützt, so dass Sichtbarkeit und Marketingwirkung gefördert werden können.
Preise von OXID eShop (Stand: November 2025, Quelle OXID Website):
Der Anbieter arbeitet mit Abonnement-Modellen ab 360 € im Monat und mit Mindestvertragslaufzeiten. Die Software kann auch gekauft werden ab 4.725 €. Beim Kauf fallen monatliche Gebühren für Support und Wartung an.
5) Spryker
Spryker ist ein in Deutschland entwickeltes Shopsystem. Die Software setzt auf viele einzeln kombinierbare Bausteine, sodass Shops, Marktplätze oder auch B2B-Lösungen eigens zusammengestellt werden können. Spryker läuft in der Regel in der Cloud und wird häufig dann eingesetzt, wenn ein Unternehmen stark wächst, besondere Prozesse abbilden muss oder mehrere digitale Verkaufskanäle miteinander verbinden will.
Module: Das System besteht aus vielen einzelnen Modulen, aus denen sich Shops, Marktplätze oder B2B-Lösungen passend zum Geschäftsmodell zusammenstellen lassen.
Headless: Das Backend ist vom Frontend getrennt. Dadurch können Webshop, App oder andere Verkaufskanäle unabhängig voneinander entwickelt und betrieben werden.
Shop, B2B und Marktplatz: Spryker eignet sich für klassische Onlineshops, für Geschäftskundenlösungen und für Marktplätze, bei denen mehrere Händler Produkte anbieten.
Preis- und Sortimentslogik: Große Produktkataloge, viele Preisvarianten, Staffelpreise oder zeitgesteuerte Preise lassen sich verwalten.
Verwaltung von Inhalten und Medien: Bilder, Banner und andere Medien können zentral organisiert und für verschiedene Kanäle genutzt werden.
Cloud-Betrieb: Die Plattform wird meist als Cloud-Lösung betrieben, wodurch Infrastruktur, Updates und Skalierung automatisch gemanagt werden.
Preise von Spryker (Stand: November 2025, Quelle: Spryker Website):
Spryker veröffentlicht keine Preise auf der Website.
Ist Shopware das passende Shopsystem für dein Mittelstandsunternehmen?
Wenn dich Shopware überzeugt hat, kannst du dir direkt hier deine persönliche Demo buchen. Dort erhältst du einen Blick ins System und erfährst, wie du Shopware am besten für dein Vorhaben nutzen kannst.
Die besten Shopsysteme für den Mittelstand – häufige Fragen und Antworten
Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Shopsystems achten?
Wichtig sind Faktoren wie Bedienbarkeit, Integrationen, Ladezeiten, Checkout-Qualität, SEO-Funktionen, Automatisierung und DSGVO-Konformität.
Worin unterscheiden sich cloudbasierte und selbst gehostete Shopsysteme?
Cloudsysteme nehmen dir Hosting, Wartung und Updates ab, bieten aber weniger technische Kontrolle. Selbst gehostete Systeme geben dir volle Freiheit bei Standort, Serverwahl und Anpassungen, erfordern aber mehr technisches Know-how oder Agenturunterstützung.
Kann ich später von einem Shopsystem zu einem anderen wechseln?
Ja, ein Wechsel ist möglich, aber der Aufwand hängt stark von deinem bestehenden Datenbestand, deinen Integrationen und deiner Shoparchitektur ab. Je komplexer deine Prozesse, desto sorgfältiger muss ein Relaunch geplant werden.
Welche Rolle spielt die DSGVO bei der Wahl eines Shopsystems?
Das System sollte Funktionen für Datenschutz, Cookie-Einwilligungen, Löschkonzepte und Betroffenenrechte unterstützen. Wichtig ist außerdem, wo deine Daten gespeichert werden, idealerweise in der EU oder in Rechenzentren mit DSGVO-konformen Verträgen.
Kann ich mit einem Shopsystem sowohl Onlineshop als auch stationären Handel verbinden?
Ja, viele Systeme bieten heute POS-Integrationen oder Schnittstellen zu Kassensystemen. Dadurch kannst du Lagerstände, Verkäufe und Kundendaten kanalübergreifend verwalten.



