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Der Trend Personalisierung: 3 wichtige Maßnahmen für 2022

Der Trend Personalisierung: 3 wichtige Maßnahmen für 2022

Personalisierung gilt als wichtiger Driver im E-Commerce und wird bereits seit mehreren Jahren als Trendthema gehandelt. Shopkunden erwarten eine optimale Customer Experience und auf ihre Präferenzen sowie Bedürfnisse zugeschnittene Inhalte entlang der Customer Journey. Um dem gerecht zu werden, kommt Personalisierung ins Spiel. Welche Maßnahmen in Bezug auf den Trend Personalisierung für 2022 besonders relevant sind, zeigt Dir Shopware Technology Partner epoq in diesem Beitrag. Das solltest Du Dir nicht entgehen lassen!

Der Trend Personalisierung – Gekommen, um zu bleiben

Der Trend Personalisierung ist an sich zwar nicht neu, doch nach wie vor ist Personalisierung ein Thema, mit dem sich verschiedenste Online-Händler beschäftigen. Laut der Trendstudie „Digital Analytics & Marketing Activation“ [1] von Trakken arbeiten 59 % der befragten Unternehmen mit Blick auf Conversion Optimization im Jahr 2021 an Projekten aus dem Bereich Personalisierung.

Personalisierung ist also gefragt – und das nicht nur aus Shopbetreibersicht. Auch die Konsumgewohnheiten der Verbraucher haben sich in den letzten Jahren verändert und die Kundenansprüche an Onlineshops sind gestiegen. Shopkunden erwarten auf sie zugeschnittene Angebote, möchten relevante Inhalte konsumieren und sind frustriert, wenn sie beispielsweise einen Artikel empfohlen bekommen, der ihnen zwar gefällt, jedoch gar nicht in ihrer richtigen Größe verfügbar ist.

Der Trend Personalisierung ist also gekommen, um zu bleiben. Doch wie kannst Du Dich in Sachen Personalisierung von der Konkurrenz abheben? Wir zeigen Dir 3 Maßnahmen, mit denen Du 2022 so richtig durchstarten kannst.

1. Personalisierte Kampagnen

Kampagnen sind ein wertvolles Instrument für Online-Händler, um beispielsweise bestimmte Produkte oder Marken zu pushen, Auslaufmodelle abzuverkaufen oder Produktneuheiten zu bewerben. Verbindest Du Kampagnen dieser Art mit dem Trend Personalisierung, gelingt Dir eine individuelle Kundenansprache. Denn Deine Kampagnen werden dann besonders erfolgreich, wenn Du Deinen Kunden nicht nur eine bestimmte Marke anzeigst, sondern wenn die Produkte dieser Marke gleichzeitig den individuellen Kundenpräferenzen, wie z. B. der Lieblingsfarbe oder dem bevorzugten Stil entsprechen.

Verschiedene Personalisierungsstufen für Deine Kampagnen

Durch die heutigen Möglichkeiten im Bereich Data Science kann das Interesse der Kunden anhand von verschiedenen Daten in Echtzeit ermittelt werden. Dies kannst Du für die personalisierte Kundenansprache nutzen und Kampagnen entlang der gesamten Customer Journey umsetzen. Die Personalisierungstiefe kann dabei variieren. So kannst Du entscheiden, ob Du alle Shopkunden oder nur eine bestimmte Kundengruppe (Segment) ansprechen möchtest und ob – je nach Shopstrategie – das gesamte oder individuelle Klick- und Kaufverhalten für die Ausspielung der Inhalte berücksichtigt werden soll.

Beispiel: Marken-Kampagne am Touchpoint Suchfunktion

Du möchtest eine Marken-Kampagne für „Tommy Jeans“ über die Suchergebnisse umsetzen. Nachdem Du in einem ersten Schritt sicherstellst, dass Deine Suchfunktion alle Basisfunktionalitäten umfasst und z. B. zum Suchbegriff „t shirt“ auch tatsächlich T-Shirts anzeigt, kannst Du mit der Umsetzung Deiner Kampagne starten.

Du könntest damit beginnen, die Marke „Tommy Jeans“ in Deinen Suchergebnissen zu priorisieren. Somit erhalten Shopkunden bei entsprechender Suchanfrage weiterhin T-Shirts als Ergebnis und zusätzlich wird die gewünschte Marke gepusht. D. h. Shirts von „Tommy Jeans“ werden nun ganz oben angezeigt.

Hast Du in Deinem Online Shop verschiedene Segmente bestimmt, kannst Du noch einen Schritt weiter gehen und z. B. dem Segment der „Schnäppchenjäger“ in der Ergebnisliste reduzierte T-Shirts von „Tommy Jeans“ ausspielen. Wie eine solche Kampagne backendseitig aussehen könnte, zeigen die beiden folgenden Screenshots.

  

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Beispiel für eine mögliche Marken-Kampagne für Damen-Schnäppchenjäger im Backend (Quelle: epoq Control Desk)

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Beispiel für eine mögliche Marken-Kampagne für Damen-Schnäppchenjäger im Backend (Quelle: epoq Control Desk)

 

Möchtest Du das Ganze noch veredeln, kannst Du Deine Marken-Kampagne auf jeden Shopkunden individuell abstimmen. D. h. neben der priorisierten Marke wird das individuelle Klick- und Kaufverhalten des Kunden berücksichtigt. Somit erhält Dein Kunde als Suchergebnis T-Shirts von „Tommy Jeans“, die zusätzlich z. B. der präferierten Farbe und der passenden Größe entsprechen. Jeder Shopkunde erhält also eine individuelle Ergebnisliste mit T-Shirts von „Tommy Jeans“ in Kombination mit seinen persönlichen Präferenzen.

 trend-personalisierung-personalisierte-kampagne-gastbeitrag-shopware-epoqBeispiel für eine Marken-Kampagne abgestimmt auf den einzelnen Shopkunden (Quelle: Screenshot von peek-und-cloppenburg.de)

 

Natürlich kannst Du Kampagnen dieser Art nicht nur über die Suchergebnisliste, sondern auch an jedem anderen Touchpoint (wie z. B. über Produktempfehlungen oder in personalisierten E-Mails) ausspielen.

2. Personalisierte Beratung

Trotz, dass Online-Shopping für die meisten Menschen zum Alltag geworden ist und dem stationären Handel gegenüber viele Vorteile bietet (Große Auswahl, bequeme Art des Einkaufens etc.) gibt es auch Aspekte, die Kunden online vermissen. Laut einer Umfrage der Pepper Media Holding GmbH gaben so beispielsweise 43,8 % der Befragten „Keine Beratung / kein Service“ als Nachteil des Online-Shoppings an [2].

Neben Ersatzfunktionen für die fehlende Haptik von Produkten wie aussagekräftige Produktfotos und -videos oder Möglichkeiten hinsichtlich Augmented Reality hat auch die personalisierte Beratung als Maßnahme des Trend Personalisierung Einzug in den E-Commerce erhalten.

Ein Online-Produktberater kann die Rolle des Verkäufers im stationären Handel übernehmen und Deine Shopkunden bei der Produktauswahl unterstützen. Dabei ermittelt er den Bedarf des Kunden und spielt schließlich dazu passende Inhalte aus. Mithilfe von Verfahren der künstlichen Intelligenz können nach jeder Interaktion mit dem Online-Produktberater so genau die Produkte angezeigt werden, die den persönlichen Präferenzen Deines Shopkunden in diesem Moment entsprechen.

Ein Online-Produktberater eignet sich sowohl für erklärungsbedürftige, funktionale als auch für selbsterklärende, präferenzbasierte Produkte.

Beratung für erklärungsbedürftige Produkte mittels Fragen

Handelt es sich um erklärungsbedürftige Produkte, wie z. B. Koffer, eine Badewanne oder einen Kinderwagen, kann die richtige Funktionalität zum Bedarf des Kunden Schritt für Schritt mithilfe verschiedener Fragestellungen ermittelt werden. Anschließend werden die Produkte mit den Präferenzen abgeglichen und der Kunde erhält Ergebnisse, die seinen Anforderungen entsprechen und die gewünschten Eigenschaften umfassen.

trend-personalisierung-kinderwagenberater-babymarkt-gastbeitrag-shopware-epoqBeispiel für einen Online-Produktberater für erklärungsbedürftige Produkte (Quelle: Screenshot von babymarkt.de) 

Beratung für selbsterklärende Produkte mittels Tags

Im Vergleich dazu steht bei selbsterklärenden Produkten wie z. B. Büchern oder Bekleidung die persönliche Präferenz im Mittelpunkt. Hier erfolgt die Produktauswahl deshalb präferenzbasiert mittels Tags. Anstelle von Fragen erhält Dein Kunde in diesem Fall bestimmte Tags wie z. B. „kurzarm“ oder „Lesen ab 8 Jahren“. Klickt Dein Kunde jeweils bevorzugte Tags an, verfeinert sich die Ergebnisliste bis er das richtige Produkt gefunden hat.

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Beispiel für einen Online-Produktberater für selbsterklärende Produkte (Quelle: Screenshot von exlibris.ch) 

 

Setzt Du einen Online-Produktberater in Deinem Onlineshop ein, bietet dir das Backend verschiedene Analysemöglichkeiten wie z. B. einen Conversion Funnel, der die Käufe über den Produktberater anzeigt.

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Analysemöglichkeiten zum Produktberater im Backend (Quelle: epoq Control Desk)

3. Personalisierter Shopping Stream

Das Thema Kundenbindung ist für viele Online-Händler eine Herausforderung. So gaben im Rahmen der „Jahresstudie E-Commerce 2020: Online-Händler im Krisenjahr“ des Händlerbunds 31 % der Befragten an, dass „Kundenbindung“ sie im Jahr 2021 am meisten fordern wird [3].

Eine Möglichkeit, um Kunden emotional und nachhaltig an den Onlineshop zu binden und ein Highlight in Hinblick auf den Trend Personalisierung zu setzen, ist der Einsatz eines Shopping Streams für jeden einzelnen Kunden. Dabei handelt es sich um einen personalisierten Bereich im Onlineshop, in dem Kunden neben personalisierten Produktempfehlungen, individuellen Produkt-Sets und Shopping-News auch unterhaltsame Inhalte erhalten. Dabei ist jeder Shopping Stream in Sachen Layout und Design sowie in Bezug auf die ausgespielten Inhalte ganz individuell. 

trend-personalisierung-shopping-stream-outletcity-gastbeitrag-shopware-epoqAusschnitt eines personalisierten Shopping Streams als Beispiel (Quelle: Screenshot von outletcity.com)

 

Indem Shopkunden zusätzlich zu Produktempfehlungen auch relevante Content-Vorschläge einsehen können und ihnen spielerische Interaktionsmöglichkeiten geboten werden, spricht der Shopping Stream außerdem das digitale Bedürfnis der Unterhaltung an. Somit wird der Kunde zu einem regelmäßigen Besuch in Deinem Onlineshop veranlasst und es entsteht ein natürlicher Kundenbindungseffekt.

Um den Erfolg Deines Streams zu messen, stehen Dir im Backend verschiedene Analysemöglichkeiten zur Verfügung. So lässt sich für den Shopping Stream beispielsweise die Umsatzrate der Empfehlungen analysieren. Indem Du die verschiedenen Widgets des Streams im Blick behältst, kannst Du wertvolle Erkenntnisse über Deine Shopkunden gewinnen.

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Analysemöglichkeiten zum Shopping Stream im Backend (Quelle: epoq Control Desk)

Fazit: Starte jetzt durch mit den Maßnahmen zum Trend Personalisierung

Personalisierung gehört nach wie vor zu den Trendthemen im E-Commerce. Nutze auch Du dieses Potenzial und sorge mit den vorgestellten Maßnahmen – von personalisierten Kampagnen bis zum Shopping Stream für jeden einzelnen Kunden – für begeisternde Einkaufserlebnisse. Die Maßnahmen lassen sich dabei unterschiedlich schnell umsetzen. Während eine Marken-Kampagne relativ schnell aufgesetzt ist und damit zu den kurzfristigen Maßnahmen gehört, benötigt die Integration eines Produktberaters oder eines Shopping Streams mehr Vorlaufzeit. Dabei handelt es sich also eher um mittel- bis langfristige Maßnahmen.

Webinar: Der Trend Personalisierung – Gekommen, um zu bleiben

In diesem Webinar erklärt Dir Thorsten Mühling alles, was Du zum Trendthema Personalisierung wissen solltest.

 

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Der Autor: Thorsten Mühling, Co Founder & CEO von epoq

Die epoq internet services GmbH schafft mit einer KI-gestützten 1:1 Personalisierung Einkaufserlebnisse im E-Commerce. Die Erweiterung hilft Dir, Deinen gesamten digitalen Handel zu digitalisieren und so Deine Conversion Rate zu steigern. 

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