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Die top 7 E-Commerce Trends 2022

 Die top 7 E-Commerce Trends 2022

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War der E-Commerce je so schnelllebig wie zu dieser Zeit? Der digitale Handel wächst stetig und hat sich besonders in den letzten zwei Jahren so rasant weiterentwickelt wie nie zuvor – nicht zuletzt beschleunigt durch die Corona-Pandemie. Für Händler bedeutet das nicht nur Umstrukturierung und neue Herausforderungen, sondern vor allem auch vielversprechende Möglichkeiten.

Damit Dein Erfolg im digitalen Handel garantiert ist, solltest Du stets die aktuellsten E-Commerce Trends im Fokus behalten. So kannst Du Dich von Deiner Konkurrenz gezielt abheben, Kundenbedürfnissen gerecht werden und Deinen Umsatz steigern.

Wir von Shopware helfen Dir dabei und zeigen Dir auf, worauf es im E-Commerce der Zukunft wirklich ankommt und welche Trends für Dich und Dein Business wichtig sind.

Diese E-Commerce Trends solltest Du 2022 im Blick behalten:

E-Commerce Trend 1: Headless Commerce

Headless Commerce rückt mehr und mehr in das Zentrum der Shopbetreiber:innen. Kein Wunder, denn die Ansprüche der Kunden steigen und die Anforderungen an eine exzellente Customer Experience auf allen Kanälen und Endgeräten wachsen. Dann ist es hilfreich, wenn die Plattform es zulässt, dass schnell Änderungen vorgenommen werden können, um den speziellen Erwartungen der Zielgruppen gerecht zu werden. Traditionelle Shopsysteme stehen dem im Weg, da dort Frontend und Backend eng miteinander verzahnt sind. Dies sorgt für geringe Flexibilität. Die Entkopplung von Frontend und Backend bei Headless Plattformen hingegen ermöglicht es, die visuelle Shopoberfläche schnell und individuell für verschiedene Devices und Kanäle anzupassen. Außerdem lassen sich per API verschiedenste Lösungen anbinden. Shopbetreiber:innen können sich dadurch also dem Best-of-Breed-Ansatz zu Nutze machen, statt früher oder später auf die Grenzen eines Komplettsystems zu stoßen.

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Seit Jahren ein klarer Aufwärtstrend für den Begriff “Headless commerce” 

E-Commerce Trend 2: Mobile Commerce und PWAs

Mobile Commerce (auch M-Commerce) bezeichnet das digitale Einkaufen von mobilen Endgeräten. Hierbei lassen sich Artikel nicht nur anschauen und vergleichen, sondern auch bestellen und bezahlen. Diese Information ist nicht neu und für die meisten Onlineshops bereits selbstverständlich. Trotzdem gilt es immer noch, diesen Trend hervorzuheben, da die die Anzahl der Mobile Shopper täglich steigt. Immer mehr Kunden möchten nicht nur zu Hause am Computer nach Lust und Laune shoppen, sondern auch flexibel in Bus, Bahn oder im Café einkaufen. Experten prognostizieren für das Jahr 2024 bereits über 187 Millionen Mobile Shopper allein in den USA. [1]

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Ebenfalls an Beliebtheit gewinnen in dem Zuge auch PWAs (Progressive Web Apps). Eine PWA ist eine Hybridlösung, welche die Vorteile herkömmlicher Apps und klassischer Webseiten vereint. Vor allem für den Mobile Commerce ist eine PWA demnach von großem Vorteil und ermöglicht Funktionen wie Push-Benachrichtigungen, Offline-Fähigkeit und die Installation eines Homescreen-Buttons auf dem Endgerät. Folgende Statistik zeigt, dass 2021 ganze 28 % der Unternehmen in Nordamerika und Europa überlegen, in die Implementierung einer PWA zu investieren. Es ist absehbar, dass diese Zahlen 2022 noch steigen werden.

Folgende Statistik zeigt, dass 2021 ganze 28 % der Unternehmen in Nordamerika und Europa überlegen, in die Implementierung einer PWA zu investieren. [2] Es ist absehbar, dass diese Zahlen 2022 noch steigen werden.

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Der PWA-Trend ist außerdem eng mit dem bereits erwähnten Headless-Commerce-Ansatz verzahnt, weil er in der Regel die Basis für Single Page Applications – wie eine PWA – darstellt. Die PWA fungiert dann als ein eigenes Frontend, so können Änderungen im Backend vorgenommen werden, ohne das Frontend anpassen zu müssen und umgekehrt.

E-Commerce Trend 3: Social Commerce

Social Commerce wird von Experten schon lange als Trend vorausgesehen und setzt sich allmählich mehr und mehr durch. Instagram, Facebook, Snapchat und Twitter bieten vielversprechende Möglichkeiten, um potenzielle Kunden zu erreichen und die Reichweite weltweit zu vergrößern. Besonders praktisch ist es, wenn Shopbetreiber:innen die Social Media Kanäle an den Webshop anbinden, um sie direkt aus dem Shopsystem heraus mit Produkten zu befüllen und so letztendlich von Automatismen und Zeitersparnis profitieren.

Diese Statista-Prognose stellt den weltweit steigenden Umsatz im Social Commerce von 2020 bis 2026 dar und geht bis zum Jahr 2026 von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 30,8 Prozent aus. [3]

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In den kommenden Jahren werden Vermarktung und Verkauf über Social Media noch mehr an Bedeutung gewinnen. Daher gehört dieser Bereich nach wie vor zu den Top-Trends im digitalen Handel – auch für das Jahr 2022.

E-Commerce Trend 4: Video Live Shopping

Während der Lockdowns war es für Kunden unmöglich, bei örtlichen Händlern einzukaufen. Somit hat die Krise die Bedeutung des digitalen Handels hervorgehoben und den Erfolg der Onlineshops beschleunigt. Kunden, die weiterhin Wert auf eine persönliche Beratung legen, werden durch die Möglichkeiten des Video Live Shoppings begeistert sein.

Wie kannst Du das Thema umsetzen? Beim Online Video Shopping kann ein Shoppingberater oder Influencer in einem Livestream Produkte vorstellen, die Deine Kunden anschließend unkompliziert auf Deiner Webseite kaufen kann. Hierbei sind sowohl Produktvorstellungen für große Gruppen als auch für Einzelpersonen denkbar.

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Durch den direkten Kundenkontakt und die persönliche Beratung kann das Shopping-Erlebnis im Einzelhandel vor Ort zu einem großen Teil ersetzt werden. Dadurch hast Du auch die Chance, neue Kunden, die Web-Einkäufe bisher gemieden haben, zu gewinnen.

Gut zu wissen: Der Trend kommt aus Asien und ist dort enorm erfolgreich. In China werden dort in diesem Jahr schätzungsweise 390 Milliarden Euro an Umsatz durch Live Shopping erzielt. [4]

Besonders in folgenden Branchen gehört das Video Live Shopping zu einem der angesagtesten Trends der kommenden Monate: 

  • Möbel
  • Lifestyle
  • Beauty
  • Fashion

E-Commerce Trend 5: Moderne Technologien wie Augmented Reality und Virtual Reality

Augmented Reality gerät zunehmend in den Fokus von Kunden und Onlinehändlern. Hierbei lassen sich die Produkte virtuell in die vorhandene Umgebung einfügen. Egal ob Möbel, technische Geräte oder Dekorationselemente – eine Aufnahme mit der Handykamera genügt, um die Artikel realitätsnah in das Bild einzufügen. Dank modernster Technologien kann Augmented Reality sogar bei Live-Aufnahmen umgesetzt werden. Unternehmen wie Ikea, Amazon und Mister Spex nutzen diese Technologie bereits im Onlineshop.

Virtual-Reality-Shopping

Die Vorteile von Augmented Reality liegen auf der Hand:

  • Potenzielle Kunden bekommen eine wesentlich bessere Vorstellung des Aussehens und der Maße des Artikels
  • Kunden treten in Interaktion mit dem Produkt, wodurch die Conversion Rate gesteigert werden kann 
  • Die Retourenquote sinkt, da Fehlkäufen vorgebeugt wird

Kein Wunder also, dass Augmented Reality die Kaufentscheidung positiv beeinflusst. Dies besagt auch eine Studie der Hochschule Aalen aus dem vergangenen Jahr. [5]

Neben Augmented Reality ist auch Virtual Reality ein Schlagwort, das Händler im Hinterkopf behalten sollten, denn es gewinnt zunehmend an Bedeutung. Spätestens seit Mark Zuckerberg seine Vision der virtuellen Welt im Metaverse vorgestellt hat, ist abzusehen, dass VR-Brillen irgendwann auf die breite Masse übergehen werden. Für die nächsten vier Jahre wird ein rasanter Anstieg des weltweiten Absatzes von Virtual- und Augmented-Reality-Brillen erwartet. 

Folgende Statistik zeigt eine Prognose der weltweiten Verkäufe von Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Brillen bis zum Jahr 2024. Demnach wird sich der Absatz von VR/AR-Brillen im Jahr 2024 auf rund 76,7 Millionen Stück belaufen. [6] Zwar ist Shopping noch ein sehr kleiner Einsatzbereich der modernen Brillen, doch auch hier ist langfristig Zuwachs zu erwarten. [7]

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E-Commerce Trend 6: Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist schon seit geraumer Zeit keine Zukunftstechnologie mehr, die lediglich in Science-Fiction-Filmen vorkommt. Vielmehr sind moderne Algorithmen in der Lage, das Kundenverhalten genau zu analysieren und präzise Schlussfolgerungen zu ziehen. Durch die Gewinnung und Verarbeitung aller relevanten Daten kann so beispielsweise vorhergesagt werden, welche Produkte Deine Kunden zukünftig kaufen werden. Dank gezielter Werbung kannst Du dann Deinen Umsatz steigern. Zudem lassen sich Deine Lagerbestände automatisch anpassen, sodass zu jeder Zeit eine hohe Lieferfähigkeit gewährleistet ist. Es gibt zahlreiche Anwendungsfelder für künstliche Intelligenz im E-Commerce, zum Beispiel im Bereich Personalisierung. Und es werden immer mehr – auch im Jahr 2022 und 2023.

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E-Commerce Trend 7: Nachhaltigkeit und Social Corporate Responsibility

Umweltschutz, CO2-Ausstoß, Fairtrade und nachhaltige Rohstoffgewinnung bzw. Produktion: Alles Begriffe, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung beschäftigen. Da dieser Bereich in aller Munde ist, spielt er auch für Dich im digitalen Handel eine wesentliche Rolle. Laut einer Umfrage aus Dezember 2021 gaben 11,88 Millionen Personen ab 14 Jahre in Deutschland an, dass sie der Aussage "Beim Kauf von Produkten ist es mir wichtig, dass das jeweilige Unternehmen sozial und ökologisch verantwortlich handelt" voll und ganz zustimmen. [8]

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Doch ob es nun die Wünsche der Verbraucher sind oder gesetzliche Vorgaben wie das in diesem Jahr erneuerte Verpackungsgesetz: Händler sind gut beraten, sich den Herausforderungen dieses Themengebiets auf vielfältiger Weise anzunehmen.  

CO2-neutraler Versand, Produkte aus nachhaltigen Rohstoffen, oder eine Ausweisung des CO2-Abdrucks der einzelnen Artikel können hierbei helfen. Einige Anbieter ermöglichen auch eine Kompensation des CO2-Ausstoßes gegen einen geringen Aufpreis.

Umweltschutz ist ein langfristiges Thema und daher wichtiger Bestandteil einer ganzheitlichen und zukunftsorientierten Unternehmensstrategie.

Fazit: Sei mit Shopware immer am Puls der Zeit

Viele der genannten Trends solltest Du weiterverfolgen, um Deine Unternehmensprozesse, Kundenzufriedenheit und globale Reichweite zu verbessern. Wir helfen Dir dabei, indem wir diese und weitere Trendthemen in Zukunft noch ausführlicher beleuchten. Schau regelmäßig im Blog vorbei oder melde Dich für unseren Newsletter an, um über anstehende Expertenbeiträge informiert zu werden.

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Außerdem lohnt sich ein Blick auf unsere weiterführenden Informationen, die wir weiter unten aufgeführt haben. Du wirst sehen: Wir haben zu den genannten Trends bereits interessante Lösungen und hilfreiche Empfehlungen parat. 

Weiterführende Inhalte zu den vorgestellten Trendthemen:

  • Video Live Shopping: Erhalte tiefere Insights und Tipps über Live Shopping oder erfahre, wie Du mit Shopware Guided Shopping diesen Trend aufgreifen kannst.
  • Social Shopping: Bei Shopware kannst Du verschiedene Verkaufskanäle mühelos kombinieren und nahtlos integrieren. Deine Produkte können direkt in der betreffenden Plattform eingepflegt, bestellt und bezahlt werden. Du willst erfahren, wie Du Social Shopping Kanäle wie Facebook, Instagram und Pinterest bei Shopware einrichten kannst? Schau Dir unser Social Shopping Tutorial an.
  • Nachhaltigkeit im E-Commerce: Lies mehr zum Trendthema Klimaschutz im Blog und sichere Dir kostenlos eine hilfreiche Erweiterung für Deinen Shopware Shop.
  • Progressive Web App: Erfahre mehr zum Thema und welche PWA-Lösung Shopware anbietet
  • Bei all den genannten Trends steht immer auch der Kunde als Schlüsselfaktor im Fokus. Lies mehr im Blog zum Thema Customer Centricity

[1] https://www.statista.com/topics/1185/mobile-commerce/#dossierKeyfigures (zuletzt aufgerufen am 22.01.2022)

[2] https://www.statista.com/statistics/1174534/investing-pwa-ecommerce-companies-worldwide/ (zuletzt aufgerufen am 02.02.2022)

[3] https://www.statista.com/statistics/1251145/social-commerce-sales-worldwide/ (zuletzt aufgerufen am 02.02.2022)

[4] https://www.statista.com/statistics/1188550/china-gmv-of-ecommerce-livestreaming/ (zuletzt aufgerufen am 23.01.2022)

[5] https://www.hs-aalen.de/de/news/4044 (zuletzt aufgerufen am 23.01.2022)

[6] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/539653/umfrage/prognose-zum-absatz-von-virtual-reality-hardware/  (zuletzt aufgerufen am 02.02.2022)

[7] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1247695/umfrage/umfrage-zu-beliebten-einsatzszenarien-fuer-virtual-reality-in-deutschland/ (zuletzt aufgerufen am 23.01.2022)

[8] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182042/umfrage/kaufkriterium-soziale-verantwortung-oekologische-verantwortung/ (zuletzt aufgerufen am 23.01.2022)

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