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Die beste ERP-Software für E-Commerce

Die beste ERP-Software für E-Commerce

Das ERP-System (Enterprise Resource Planning) dient als Bestandsverwaltung und Steuerungseinheit, die im Hintergrund entscheidet, wie effizient deine Logistik arbeitet, wie deine Daten fließen und ob dein Unternehmen bereit für die Anforderungen der künstlichen Intelligenz ist.

Wie wähle ich die beste ERP-Software für den E-Commerce aus?

Bei der Auswahl des passenden ERP-Systems kommt es darauf an, dass die Software deine aktuelle Bestelllast bewältigt und mit deinem Unternehmen mitwächst. Da das ERP die Single Source of Truth für deine Bestände, Kunden und Finanzen ist, solltest du die folgenden Kriterien als Entscheidungshilfe nutzen:

  • Integrations-Tiefe und Echtzeit: Relevant, wenn Überverkäufe verhindert werden sollen und Bestandsänderungen (z. B. durch einen Verkauf am POS) sofort im Shopsystem und auf allen Marktplätzen abgebildet werden müssen.

  • Multichannel-Synchronisation: Wichtig, wenn du neben deinem Onlineshop auch auf Plattformen wie Amazon, eBay, Otto oder Zalando verkaufst und die Auftragsabwicklung an einem Ort bündeln möchtest.

  • Automatisierung der Logistik (Pick & Pack): Sinnvoll, wenn dein Versandvolumen steigt und du durch barcode-gestützte Prozesse, mobile App-Lösungen und automatisierte Etikettendrucke die Fehlerquote minimieren willst.

  • KI-Readiness und Datenstruktur: Zukunftstragend, wenn du KI-Agenten für automatisierte Bedarfsprognosen, Cashflow-Analysen oder den Kundensupport einsetzen willst und dafür eine sauber strukturierte Datenbasis benötigst.

  • Finanzbuchhaltung und DATEV-Schnittstellen: Wichtig für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater und die Einhaltung rechtlicher Standards wie GoBD und E-Rechnungs-Pflicht im DACH-Raum.

  • Skalierbarkeit bei Lastspitzen: Relevant, wenn dein Business saisonale Peaks (z. B. Black Friday) verzeichnet und das System auch bei extrem hohen Transaktionsraten stabil und performant bleiben muss.

  • Retourenmanagement: Hilfreich, wenn du einen hohen Anteil an Rücksendungen hast und diese durch automatisierte Prozesse und Kundenportale abwickeln willst.

  • Hosting und Datenschutz (Compliance): Wichtig für Unternehmen, die hohe Anforderungen an die DSGVO und Cybersicherheit (z. B. NIS2-Richtlinie) haben und Wert auf Serverstandorte innerhalb der EU legen.

  • API-First und Erweiterbarkeit: Wenn du eine individuelle Systemlandschaft betreibst und das ERP nahtlos an Drittsysteme wie PIM, CRM oder bestimmte Logistik-Dienstleister anbinden möchtest.

Dieser Beitrag wurde von Shopware erstellt und stellt eine redaktionelle Marktübersicht dar. Die Auswahl der Anbieter erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Angaben zu Funktionen, Preisen und Leistungen basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der jeweiligen Anbieter (Stand: Januar 2026). Änderungen sind jederzeit möglich. Für Aktualität und Vollständigkeit wird keine Gewähr übernommen. Alle genannten Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.

6 beliebte ERP-Software für dein E-Commerce 

1) Pickware

Pickware ist ein deutsches ERP-System, das für die Anforderungen von Online- und Omnichannel-Händlern entwickelt wurde. Das System zeichnet sich durch die Automatisierung von Lager- und Versandprozessen aus und wird häufig von Unternehmen genutzt, die eine sehr enge Verzahnung zwischen Onlineshop, Warenwirtschaft und physischem Lager suchen.

  • Bestandsverwaltung: Synchronisation von Lagerbeständen, Artikeldaten und Preisen in Echtzeit über verschiedene Shopsysteme (z. B. Shopware, Shopify) und Kanäle hinweg.

  • Digitales Warehouse Management (WMS): Lagerführung per App und Barcodescanner zur Optimierung von Pick-and-Pack-Prozessen sowie zur Minimierung der Fehlerquote beim Versand.

  • Omnichannel-Ansatz (POS): Kassensystem für den stationären Handel, das direkt auf den zentralen Warenbestand zugreift und Verkäufe sofort kanalübergreifend verbucht.

  • Versand- und Retouren-Workflow: Automatisierte Erstellung von Versandetiketten und Rechnungen direkt im Logistikprozess sowie digitale Erfassung und Abwicklung von Rücksendungen.

  • Einkauf und Bedarfsplanung: Funktionen für das Lieferantenmanagement und automatisierte Bestellvorschläge auf Basis historischer Abverkaufsdaten und definierter Mindestbestände.

  • DATEV-Export und GoBD: Integrierte Buchhaltungsschnittstellen für den Export von Buchungsdaten und die Einhaltung rechtlicher Standards im DACH-Raum.

  • KI-Features: Analyse von Absatzmustern für eine präzisere Forecast-Planung und Vermeidung von Überbeständen.

Preise von Pickware (Stand: Januar 2026):

Die monatlichen Gebühren sind modular aufgebaut: Pickware ERP Starter ab 99 € monatlich, das Modul Pickware Warehouse Management System (Lagerverwaltungssystem) ab 199 € monatlich und das Kassensystem Pickware POS ab 149 € monatlich.


2) Xentral

Xentral ist ein cloudbasiertes ERP aus Deutschland, die darauf ausgelegt ist, alle Kernprozesse eines Handelsunternehmens, von der Beschaffung über den Vertrieb bis zur Logistik und den Finanzen, in einer Plattform zu bündeln.

  • Steuerungseinheit: Bündelung aller Verkaufsdaten aus Onlineshops (wie Shopware) und über 1.600 möglichen Schnittstellen zu Marktplätzen wie Amazon, eBay oder Otto.

  • Workflows (Xentral Flows): No-Code-Automatisierung für repetitive Aufgaben in der Auftragsabwicklung, dem Zahlungsabgleich oder dem Mahnwesen.

  • Lager- und Versandlogistik: Unterstützung komplexer Logistikmodelle inklusive Multi-Lager-Verwaltung, Chargen- und Seriennummernverfolgung sowie Anbindung aller gängigen Carrier.

  • Integriertes CRM und Projektmanagement: Funktionen zur Kundenpflege und zur Steuerung interner Projekte direkt innerhalb der ERP-Oberfläche.

  • KI-Assistenzsysteme: Einsatz von KI-Bots zur Unterstützung des Kundensupports und automatisierte Datenextraktion aus Eingangsrechnungen und Belegen.

  • Compliance und Sicherheit: DSGVO-konformer Betrieb in der Cloud mit zertifizierten Schnittstellen zu DATEV sowie Unterstützung für die E-Rechnungs-Pflicht.

  • Skalierbares Lizenzmodell: Preisgestaltung basierend auf dem jährlichen Auftragsvolumen bei unbegrenzter Nutzeranzahl innerhalb der gewählten Pakete.

Preise von Xentral (Stand Januar 2026, Quelle: Xentral Website): Die Tarife starten bei ca. 99 € im Monat für das Launch-Paket (begrenztes Auftragsvolumen). Die größeren Pakete Starter, Business und Pro liegen zwischen 349 € und 849 € im Monat.


3) PlentyOne

PlentyOne (ehemals plentymarkets) ist eine cloudbasierte E-Commerce-Komplettlösung, die Warenwirtschaft, PIM (Produkt-Informations-Management) und eine umfassende Multichannel-Steuerung in einem System vereint.

  • Umfassendes Marktplatz-Netzwerk: Anbindung an über 150 Marktplätze und Preisportale weltweit mit kanalspezifischem Daten-Mapping.

  • Order Management System (OMS): Zentralisierte Abwicklung von Aufträgen aus allen Kanälen inklusive automatisierter Zahlungszuordnung und Status-Synchronisation.

  • Integriertes PIM-System: Zentrale Pflege von Produktdaten, Attributen und Medieninhalten für die optimierte Ausspielung auf verschiedenen Plattformen.

  • Automatisierung per Flow-Studio: No-Code-Editor zur Erstellung von Automatisierungs-Logiken für Prozesse wie Fakturierung, Versand oder Benachrichtigungen.

  • Agentic AI Integration: Einsatz autonomer KI-Agenten für den First-Level-Support sowie zur KI-gestützten Analyse von Retourenmustern.

  • SaaS-Infrastruktur: Cloud-Betrieb mit Fokus auf Peak-Performance bei hohen Transaktionsvolumina (z. B. Black Friday) und TÜV-zertifizierter Sicherheit.

Preise von PlentyOne (Stand Januar 2026, Quelle: PlentyOne Website):

PlentyOne staffelt die Preise nach Paketen mit jeweils steigendem Funktionsumfang. Die Lite-Edition startet bei 59 € im Monat, Lite+ bei 99 € im Monat, Expand bei 149 € im Monat und Scale bei 229 € im Monat. Größere Enterprise-Pakete (Ultimate) werden individuell kalkuliert.


4) weclapp

weclapp ist eine modular aufgebaute Cloud-Software, die kleine und mittelständische Unternehmen durch eine intuitive Benutzeroberfläche und die Abbildung des gesamten Geschäftszyklus unterstützen soll.

  • Integrierte Geschäftslogik: Verknüpfung von CRM, Warenwirtschaft und Buchhaltung in einer Oberfläche zur Vermeidung von Datensilos.

  • E-Commerce Center: Schnittstelle zur Synchronisation von Produkten, Beständen und Rechnungen mit Shopsystemen wie Shopware.

  • Logistik und Dropshipping: Unterstützung für die Verwaltung mehrerer Lagerstandorte sowie native Funktionen für die direkte Abwicklung über Lieferanten (Streckengeschäft).

  • Finanzwesen und Buchhaltung: Integrierte Funktionen für das Mahnwesen, DATEV-Export und Unterstützung für internationale Steuersätze sowie E-Rechnungen.

  • KI-Copilot: LLM-basierte Assistenzfunktionen zur automatisierten Erstellung von Dokumenten und zur Analyse von Verkaufsstatistiken.

  • Deployment-Optionen: Verfügbarkeit als Public-Cloud-Lösung oder als „weclappOn“ (Self-Hosting via Docker) für Unternehmen mit speziellen Anforderungen an die Datenhoheit.

Preise von weclapp (Stand Januar 2026, Quelle: weclapp Website): 

Das Paket ERP Handel kostet bei jährlicher Zahlung bei 163 € pro Nutzer und Monat. Kleinere Teams können mit dem ERP Starter ab 39 € pro Nutzer und Monat einsteigen, das mittlere Paket ERP Dienstleistung kostet 86 € pro Nutzer und Monat.


5) JTL-Wawi

JTL-Wawi ist eine ERP-Software, die ihren Schwerpunkt auf die Lagerverwaltung und die Integration in den deutschen Onlinehandel legt.

  • Lagerverwaltung (JTL-WMS): Softwaregestützte Logistik mit Barcode-Unterstützung, Wegeoptimierung und Verwaltung von Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) sowie Chargen.

  • Multichannel-Steuerung: Anbindung an Marktplätze wie Amazon und eBay über das Tool JTL-eazyAuction sowie Konnektoren zu verschiedenen Shopsystemen.

  • Automatisierung (JTL-Workflows): Ereignisgesteuerte Automatisierung von Prozessen, beispielsweise zum automatischen Mailversand oder zur Statusänderung bei bestimmten Bedingungen.

  • Versand-Schnittstelle (JTL-Shipping): Direkte Anbindung an alle relevanten Paketdienstleister im DACH-Raum für den automatisierten Labeldruck.

  • KI-gestützte Content-Erstellung: Integration von Sprachmodellen zur automatisierten Generierung von Produktbeschreibungen und Meta-Daten.

  • Hybride Architektur: Betrieb wahlweise lokal auf eigenen Servern oder in einer zertifizierten Cloud-Umgebung möglich.

Preise von JTL-Wawi (Stand Januar 2026, Quelle: Website des Anbieters):

Die Grundversion JTL Start ist kostenfrei und zunächst begrenzt auf 500 Artikel im Shop. Erweiterte Versionen wie JTL Advanced starten ab ca. 99 € pro Monat, das Paket JTL Pro ab 229 € im Monat. Steigende Pakete bieten erweiterte Supportlevel. Pakete in Enterprise-Größe sind auf Anfrage erhältlich.


6) Microsoft Dynamics 365 Business Central

Microsoft Dynamics 365 Business Central ist eine ERP-Lösung für mittelständische und große Unternehmen, die über E-Commerce hinaus weitere Anforderungen an die Finanzbuchhaltung, Produktion und globale Lieferketten haben.

  • Unternehmenssteuerung: Abbildung sämtlicher Geschäftsbereiche inklusive Finanzwesen, Verkauf, Service, Projektmanagement und Lagerhaltung in einer Software.

  • Microsoft 365 Integration: Zusammenarbeit mit Tools wie Outlook, Excel und Teams sowie Anbindung an die Power Platform für individuelle App-Erstellungen.

  • PIM und Datenmanagement: Verwaltung komplexer Produktdaten und internationaler Preislisten, die über Konnektoren synchronisiert werden können (zum Beispiel mit Shopware).

  • Skalierbarkeit: Unterstützung von Multi-Currency, verschiedenen Sprachen und länderspezifischen Steuerrechten für den internationalen Handel.

  • Microsoft Copilot & Agentic AI: Integrierte KI-Assistenten für automatisierte Forecast-Analysen, KI-gestützte Texterstellung und intelligente Unterstützung bei der Belegverarbeitung.

  • Azure-Cloud-Infrastruktur: Betrieb in sicheren Rechenzentren mit regionaler Datenresidenz (z. B. Deutschland) und Einhaltung internationaler Sicherheitszertifizierungen (ISO 27001).

Preise von Microsoft Dynamics 365 Business Central (Stand Januar 2026, Quelle: Website des Anbieters):

Die Lizenzierung erfolgt nutzerbasiert. Die Essentials-Version liegt bei 74,90 € pro Nutzer und Monat, die Premium-Version bei 103 € pro Nutzer und Monat. Weitere Nutzer kosten 7,50 € im Monat bei jährlicher Abrechnung.


ERP-Software für deinen E-Commerce in Shopware

Die Anbindung eines ERP-Systems an Shopware erfolgt über zwei technologische Wege: die Nutzung nativer Erweiterungen oder die Anbindung über die Shopware-API. Über diese Verbindung erfolgt der automatische Austausch von Beständen, Preisen und Bestelldaten zwischen dem Onlineshop und dem ERP.

Viele moderne ERP-Systeme im DACH-Markt bieten Konnektoren oder Middleware-Lösungen zur Anbindung an Shopware. Die Art und Tiefe der Anbindung variiert je nach System und individuellem Setup. Pickware ist die vollständig native ERP-Software für Shopware. Beide nutzen dieselbe Datenbank und lassen sich aus einer Admin-Oberfläche heraus bedienen.


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ERP Software für E-Commerce – häufige Fragen und Antworten

Benötigt man zwingend ein ERP-System, um einen Onlineshop zu betreiben?

Nicht zwingend; bei geringem Bestellaufkommen und einfachen Prozessen lassen sich Bestände und Versand oft direkt über das Shopsystem verwalten. Sobald jedoch mehrere Verkaufskanäle (Multichannel) bedient werden oder die manuelle Auftragsabwicklung zu zeitaufwendig wird, ist die Anbindung eines ERP-Systems zur Automatisierung und Synchronisation empfehlenswert.

Welche Rolle spielt die DSGVO bei der Wahl eines ERP-Systems?

Da im ERP-System Kunden- und Zahldaten verarbeitet werden, muss die Software Funktionen zur datenschutzkonformen Speicherung, Auskunft und Löschung bieten. Für Unternehmen im DACH-Markt ist es zudem vorteilhaft, wenn der Anbieter Serverstandorte innerhalb der EU nutzt und entsprechende Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) bereitstellt.

Kann ich mein bestehendes ERP-System mit Shopware 6 verbinden?

Ja, Shopware 6 ist nach dem API-First-Prinzip aufgebaut, was die Anbindung externer Systeme erleichtert. Die meisten etablierten ERP-Anbieter stellen fertige Konnektoren oder Plugins zur Verfügung. Für bestimmte Anforderungen oder proprietäre Systeme kann die Anbindung über die REST-API von Shopware realisiert werden.

Wie aufwendig ist der Wechsel zu einem neuen ERP-System?

Der Aufwand hängt von der Komplexität der vorhandenen Daten (Artikel, Kunden, Historie) und der Anzahl der zu integrierenden Drittsysteme ab. Ein Wechsel erfordert in der Regel eine sorgfältige Planung der Datenmigration, Prozessanpassungen in der Logistik sowie Schulungen für die Mitarbeiter. 

Unterstützen ERP-Systeme die E-Rechnungs-Pflicht?

Zeitgemäße ERP-Lösungen für den deutschen Markt sind im Jahr 2026 darauf ausgelegt, elektronische Rechnungen in Formaten wie ZUGFeRD oder XRechnung zu erstellen und zu verarbeiten, um die gesetzlichen Anforderungen im B2B-Bereich zu erfüllen.