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»How to Instagram« – alle Verkaufsformate im Überblick

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Instagram – ein Social Media Kanal, der vielseitiger nicht sein kann. Aus einer Plattform, auf der User schöne Bilder teilen können, ist mit der Zeit ein effektives Marketing-Instrument herangewachsen, auf dem Unternehmen ihre Produkte platzieren und ihre Zielgruppe ohne starke Streuverluste erreichen können. Social Shopping und Social Commerce sind im E-Commerce immens wichtig geworden. Besonders Instagram wird aufgrund des starken Wachstums, der visuellen Gestaltung und der Verkaufsmöglichkeiten ein zunehmend wichtiger Touchpoint in der Customer-Journey.

Nachdem unser Partner TWT Interactive bereits im Blogartikel »Social Shopping auf Instagram« vom 30. April 2019 erklärt hat, wie die Grundlagen für den Aufbau einer aktiven Community und der Entwicklung von Instagram als Sales Channel gelegt werden, beschäftigen wir uns heute genauer mit den Verkaufsmöglichkeiten. Im Folgenden erfährst Du, wie Du Deine Produkte auf Instagram erfolgreich vermarkten kannst und welche Optionen es hierfür gibt.

So startest Du mit Instagram Shopping

Um Shoppable Tags und weitere Funktionen nutzen zu können, musst Du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Es muss sich um ein Konto in Deutschland, USA, Kanada, Brasilien, UK, Frankreich, Italien, Spanien oder Australien handeln
  • Es muss ein Instagram Business-Konto sein
  • Die neueste Instagram-Version muss installiert sein
  • Es werden physische Güter (keine Dienstleistungen) verkauft
  • Das Profil sollte mit Facebook Business Manager verknüpft sein
  • Bei Facebook muss ein Produktkatalog hinterlegt und mit Instagram verbunden sein
  • Anstelle des Katalogmanagers von Facebook kannst Du außerdem auf ein externes Shopsystem zurückgreifen: So kannst Du auch bei Shopware 6 Instagram als Sales Channel anbinden!
  • Anschließend musst Du nur noch auf die Freischaltung durch Instagram warten

Ersten Post mit Shoppable Tags erstellen

Um durch den Instagram Feed und den unternehmenseigenen Account eine starke Markenbildung aufbauen zu können, solltest Du Dich als Erstes auf schöne und zielgruppenspezifische Produktbilder konzentrieren. Diese werden eine höhere Aufmerksamkeit generieren und so potenzielle Kunden in Form von Usern an den Unternehmensaccount binden. Ziel ist es, diese zu Fans Deiner Marke zu machen. Steht der passende Content bereit, können wir uns nun den Shoppable Tags widmen.

Jetzt kann es endlich losgehen! Bei einem Post mit integriertem Shoppable Tag handelt es sich um einen Beitrag, der im User Feed erscheint und Produkte des Unternehmens informativ durch Produkttags präsentiert. Die Marke kann in ihrem Beitrag die dargestellten Produkte mit dem verknüpften Produktkatalog verbinden. Die Produkte werden somit ähnlich markiert (getaggt), wie man es von markierten Personen kennt. Du kannst bis zu fünf Produkte in einem Post taggen, bei einer Karussellansicht sind sogar bis zu 20 Produkte möglich. Beiträge, die Shoppable Tags enthalten, sind mit einem kleinen Einkaufstaschensymbol in der unteren linken Ecke markiert.

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Scrollt ein User nun durch seinen Feed und entdeckt ein Bild mit Shoppable Tag verläuft die Customer Journey so:

  • Der User wird dazu aufgefordert, auf das Bild zu tippen (»Tippen, um Produkte anzuzeigen«).
  • Tippt er nun auf den Shopping-Tag, erhält er Auskunft über Produkttitel und Preis der getaggten Artikel.
  • Klickt der User erneut auf den Tag, wird er auf eine auf Instagram integrierte Produktseite geleitet, auf der er genauere Informationen erhält.
  • Auf dieser Produktdetailseite ist der »Shop Now«-Button integriert, durch den der User die App Instagram verlässt und in den externen Webshop des Unternehmens und zur entsprechenden Produktseite weitergeleitet wird.

Durch Instagram wird somit eine Conversion erzielt und der potenzielle Kunde auf das Produkt aufmerksam gemacht, die Kaufabwicklung erfolgt jedoch durch eine Umleitung im separaten Onlineshop der Marke.

Kurzer Überblick: Instagram im Wandel

Vor der Einführung der Shopping-Angebote stand das Thema Branding bei Instagram im Fokus. Die soziale Plattform war DIE Anlaufstelle, um Produkte auf emotionaler Ebene zu inszenieren und die Zielgruppe zu erreichen. Deshalb war es seitens Instagram logisch, diese Chance für einen strategischen Wandel zu nutzen und Branding und Sales miteinander zu vereinen. Seit 2018 können Händler und Unternehmen ihre Produkte durch Produktanzeigen im Feed als Post und in ihrer Story an den User bringen. 2018 wurden die Shoppable Posts dann um das In-App-Checkout ergänzt.

Shoppable Posts – der In-App-Checkout rollt an

Nachdem Instagram durch die Shoppable Tags zum Marktplatz geworden ist, auf dem sich Produkte auf die Zielgruppe zugeschnitten vermarkten lassen, leitete die soziale Plattform die nächste Stufe des Social Commerce ein: Die Shoppable Posts!

Wodurch zeichnen sich Shoppable Posts aus?

  • Die Shopping-Funktion ermöglicht es, den gesamten Kaufprozess auf Instagram abzuwickeln – ganz ohne Weiterleitung auf einen externen Webshop.
  • Geplant ist dabei ein In-App-Checkout. Die soziale Plattform erhält durch jeden In-App-Kauf eine Provision des Unternehmens.
  • Von der Entdeckung des Produkts bis hin zur Zahlung: Alle Schritte finden durch die Verschmelzung von Marketing und Vertrieb innerhalb der sozialen Plattform statt.

Zurzeit befindet sich der In-App-Checkout noch in einer geschlossenen Betaphase und kann nur bei ausgewählten Marken innerhalb der USA getestet werden. Doch Du kannst Dich trotzdem schon mal darauf einstellen. Mindestens 80 % der User haben bereits mindestens ein Unternehmen auf Instagram abonniert und werden schnell mit dem neuen Feature vertraut sein. Somit werden die Shoppable Posts wahrscheinlich in kurzer Zeit in das Nutzer-Verhalten integriert und als ein natürlicher Teil von Instagram angesehen. Der »Direct-to-Consumer«-Ansatz wird direkt ins tägliche Nutzungsverhalten der Konsumenten eingepflegt und trifft besonders die Bedürfnisse der stark wachsenden und kaufkräftigen Generation Y und Z.

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Um den In-App-Checkout für Dich nutzen zu können, müssen die gleichen Bedingungen wie bei den Shoppable Tags vorausgesetzt sein. Die Shoppable Posts sind ebenfalls mit einem Einkaufstaschensymbol in der linken unteren Ecke gekennzeichnet und auf einem Blick zu erkennen. Auch hier werden die Produkte, wie bereits oben bei den Shoppable Tags erklärt, mit Shoppable Tags aus dem verknüpften Produktkatalog ganz einfach wie Personen verlinkt. Die User müssen nur lediglich einmal ihre Adressdaten und Zahlungsinformationen geschützt auf Instagram hinterlegen – schon kann das ausgewählte Produkt innerhalb von Instagram bestellt und bezahlt werden.

Die Vorteile im Überblick:

  • Einfacheres und bequemes Einkaufen für den Käufer direkt in der App.
  • Schnellere Kaufabschlüsse, wodurch die Kaufentscheidung begünstigt wird.
  • Verkäufer profitieren vom unmittelbaren Kundenkontakt: Zwischenhändler können umgangen werden.
  • Stimmt der Kunde zu, erhalten Unternehmen bei jeder Bestellung direkt die jeweiligen Kontaktdaten. Das ist vorteilhaft für das Customer Relationship Management, da diese Daten für Marketingzwecke verwendet werden können.

Shoppable Posts gezielt einsetzen

Die Shoppable Posts solltest Du auf eine natürliche Weise in die Content-Strategie Deiner Marke einbinden. Das bedeutet, dass Instagram primär weiter der Unterhaltung dienen sollte und der Nutzer nicht das Gefühl vermittelt bekommt, dass die App zu einem reinen Verkaufskanal geworden ist.

Strategisch gesehen könntest Du die Shoppable Posts in den Influencer-Content einbetten. Influencer agieren als dominante und reichweitenstarke Schnittstelle zwischen Käufer und Marke. Sie handeln als überzeugendes Verkaufsargument und können durch das Nutzen von Shoppable Tags die präsentierten Produkte schnell und direkt an die Zielgruppe herantragen.

Eine weitere Option, die nicht verkaufslastig wirkt, ist der User Generated Content (UGC). Vom Nutzer erstellte Inhalte, die durch einen Repost vom Unternehmen veröffentlicht werden, vermitteln Authentizität, binden die Follower aktiv, motivieren sie, selbst eigenen Content zu erstellen und strahlen Wertschätzung für die Kundentreue aus.

Die Performance der Shoppable Posts wird durch verschiedene Analytics-Daten gemessen. Von Impressionen bis hin zur Klick-Rate werden hierüber detaillierte Informationen und Auswertungen aufgeschlüsselt. Diese Erkenntnisse helfen bei der Implementierung der Shoppable Posts in den Account. So lässt sich zielgerichtet herausfinden, welche Formate und Ideen bei der Zielgruppe am besten funktionieren und für den meisten Absatz sorgen.

Auch in den Stories darf Instagram Shopping nicht fehlen

Die Instagram Stories sind ein Format, das seit einiger Zeit eine immer höhere Verweildauer und Aktivität sowie steigende Beliebtheit aufweist. Besonders für Unternehmen ergibt sich hier die Chance, sich von einer authentischen und persönlichen Seite zu zeigen, um dadurch Follower und Unternehmen näher zusammen zu bringen. 300 Millionen User schauen sich täglich Instagram Stories an und ein Drittel der meistgesehen Stories sind welche von Unternehmen. Auf 20 % dieser Stories wird mit einer Direkt-Nachricht reagiert. Instagram hat das große Potenzial erkannt und deshalb im September 2018 weltweit das Shopping innerhalb der Stories ermöglicht.

Mit der Shopping-Option in den Stories kann der Käufer direkt erreicht werden. Unternehmen erhalten  so neuen kreativen Spielraum für Shoppable Content. Produkte werden auf unterhaltsame Weise erlebbar gemacht und können abwechslungsreich in das Storytelling der Marke integriert werden, wodurch das Kundenerlebnis verbessert und der User an den Account gebunden wird.

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Unternehmen, die Instagram Shopping eingerichtet haben, können durch Produkt-Sticker in Form eines Einkaufstaschensymbols ihre Produkte innerhalb einer Story markieren. Tippt ein potenzieller Käufer auf solch einen Sticker, wird er (wie auch bei den Shoppable Tags) zu einer Produktdetailseite weitergeleitet. Diese Seite ist identisch mit der Produktinformationsseite, die auch beim Antippen eines Shopping-Beitrags mit den gleichen getaggten Produkten erscheinen würde. Hier erhält der Nutzer Auskunft über genaue Produktdaten, zusätzliche Bilder und den Link zum externen Onlineshop des Unternehmens, über den er den Artikel letztendlich kaufen kann.

Die Instagram Stories sind aufgrund dieses Features nun auch eine interessante Option in Bezug auf Conversions und Kundengewinnung und können hierfür zielgerichtet gestaltet werden.

Fazit

Instagram Shopping bietet enormes Potenzial für Marken und Unternehmen. Laut eigenen Angaben von Instagram tippen monatlich 130 Millionen Nutzer Shoppable Tags an, um sich über die beworbenen Produkte näher zu informieren. Hier eröffnet sich für Dich eine große Chance, Produkte zielgerichtet zu platzieren. Durch das Verwenden der Shopping-Features kannst Du Traffic und Umsatz steigern. Auch die User-Experience wird begünstigt, denn durch Instagram Shopping werden die Produkte in Inhalte integriert, die für die Nutzer relevant sind. So werden die Nutzer verstärkt an Deine Marke gebunden. Es lohnt sich also, die Shopping-Funktion auszutesten und herauszufinden, welche Ergebnisse sie auslöst.

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