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SAP-Schnittstelle: So gelingt die OCI-Anbindung an Shopware

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Unser Partner Agiqon erläutert in folgendem Blogbeitrag das Thema OCI und wie es die Anbindung an SAP erleichtert.

Was ist das Open Catalog Interface?

SAP bietet für seine ERP-Systeme eine offene Katalogschnittstelle an. Diese standardisierte Schnittstelle heißt Open Catalog Interface – kurz OCI. Mithilfe dieser Schnittstelle ermöglicht SAP eine schnelle Bestellabwicklung. In der Praxis haben unsere Kunden in den vergangenen Jahren meist einen der folgenden beiden Wege für die OCI-Anbindung ihres Systems an Shopware gewählt:

  • Weg 1: Man stellt auf Seiten des Shops alle Artikel in einem Katalog für SAP zur Verfügung. Der Bestellprozess findet dann ausschließlich innerhalb von SAP statt.
  • Weg 2: Der Kunde gelangt über einen OCI Punchout in den Shopware-Shop und ist dort mittels Single-Sign-On direkt angemeldet. Beim Bestellabschluss wird der Warenkorb des Users an SAP übertragen.

Da bei Weg 1 der Shop für den Benutzer gar nicht in Erscheinung tritt und wir als Shopware-Partner natürlich auch sehr gerne die Vorzüge der Shops im Hinblick auf Usability und das Shop-Erlebnis an sich transportieren möchten, favorisieren wir den zweiten Weg. Auch unsere bisherige Erfahrung zeigt, dass der zweite Weg seitens des Endkunden bevorzugt gewählt wird.

Funktionsweise im Detail

Um Weg 2 zu realisieren, hat Aqiqon ein OCI-Plugin für Shopware 5 entwickelt. Mit Hilfe dieses Plugins kannst Du auf Kunden-Ebene einstellen, ob es sich bei einem User um einen OCI-User handelt. Sobald diese Einstellung getroffen ist, kann über SAP ein Punchout erfolgen. Der Kunde wird über einen Link direkt im Shop eingeloggt und kann beginnen, seinen Warenkorb zu füllen. Bestimmte Funktionen innerhalb des Shops sind dabei für den OCI-User deaktiviert, beispielsweise die Adress- und Accountverwaltung, da diese Informationen ausschließlich in SAP bearbeitet werden.

Durch die Zuweisung der OCI-User-Eigenschaft auf Kundenebene, ist es möglich, den OCI-Kunden verschiedene Kundengruppen zuzuordnen und so alle Vorteile einer Kundengruppe zu nutzen, wie beispielsweise individuelle Preise.

Bei der Installation des Plugins werden zudem automatisch auf Artikelebene zwei weitere Felder ergänzt. In diesen Feldern kann die für SAP benötigte eCl@ss Nummer, sowie die Verpackungseinheit gepflegt werden.

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Sobald der Kunde im Shop alle seine Artikel zusammengestellt hat und mit dem Checkout beginnen möchte, gelangt er wie gewohnt in den Warenkorb. Hier kann der Kunde seine Bestellung noch einmal bearbeiten oder an SAP senden. Mit Abschluss der Bestellung wird diese im Hintergrund an das SAP-ERP des Benutzers übertragen und diese kann dort dann gemäß dem vorhandenen Prozess weiterverarbeitet werden (Freigabeprozess, Budgetprüfung, etc.).

 

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Die Erfahrung zeigt, dass vor allem in diesem Schritt der Übertragung von Shopware an SAP häufig individuelle Anpassungen notwendig sind, da sich die Felder, die an SAP übertragen werden müssen, etwas unterscheiden können und es sich hier häufig um kundenspezifische Felder handelt. Im Zuge des Implementierungsprojekts sollte diese Thematik frühzeitig abgestimmt werden. 

Schon bei recht simplen zu übermittelnden Werten sind die SAP-Systeme der Kunden häufig auf verschiedene Art und Weise konfiguriert. Ein gutes Beispiel ist das Thema Mehrwertsteuer: Hier erwarteten SAP-Systeme, die agebunden werden, je nach Konfiguration entweder den Wert „0.19“, „19“ oder „1.19“. Auch die Feldbezeichnungen der Artikel können minimal abweichen.

 

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Bestell-Nachbearbeitung 

In den meisten Fällen soll die Bestellung nach erfolgter Freigabe innerhalb von SAP auch weiterhin mit dem Shop synchronisiert werden. So kann man innerhalb des Shops in Echtzeit den Status der Bestellung sichtbar machen. 

Auch den Versand der Ware wird üblicherweise in beiden System synchronisiert. 

Häufig muss hier wiederum mit ERP-Systemen des Fulfillment-Dienstleisters kommuniziert werden. Diesen Vorgang wurde bereits mit verschiedenen ERP-Systemen erfolgreich umgesetzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bestellung per XML, EDI oder sonstigem Dateiformat aus SAP zurückgespielt wird.

Nach erfolgreicher Implementierung läuft der komplette Prozess vom Katalog aus dem SAP-System, über die Bestellung in Shopware bis hin zum Versand vollautomatisch ab.

Über die AGIQON GmbH

AGIQON ist Shopware Solution Partner mit Firmensitz in Mannheim. Das OCI-Plugin bietet die Agentur individuell im Rahmen eines Shopware-Projektes an und es ist nicht käuflich im Store zu ewerben. 

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