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Shopware Kunde primoza gibt nach „Die Höhle der Löwen“ Händler-Tipps

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Shopware Kunde primoza gibt nach „Die Höhle der Löwen“ Händler-Tipps

Derzeit wird die Jubiläumsstaffel des erfolgreichen TV-Formats „Die Höhle der Löwen“ ausgestrahlt. Doch wie rentabel ist es für Händler, sich in die Höhle der Löwen zu wagen? Wir haben Shopware Kunde primoza befragt, deren Pitch in der vergangenen Staffel (Staffel 9, Episode 7) ausgestrahlt wurde.

Könnt ihr euer Business und euer Geschäftskonzept kurz vorstellen?

Mit unserer Idee eines Wachsenden Kalenders aus einpflanzbarem Samenpapier haben wir 2017 einen Gründerwettbewerb an der Uni Erlangen-Nürnberg gewonnen. Um diese Idee herum haben wir unser Unternehmen aufgebaut. Mit unseren aktuell 25 Mitarbeiter:innen entwickeln wir ständig neue Ideen für nachhaltige Produkte, mit denen wir Menschen die Natur näher bringen wollen. Mittlerweile haben wir eine ganze Kollektion von liebevoll illustrierten Wachsenden Kalendern, aber auch Pflanzsets, Postkarten, Samenpäckchen und mehr. Wir möchten, dass möglichst viele Menschen erleben, wie schön es ist, in der Erde zu wühlen und zu sehen, wie aus kleinen Samen ganze Pflanzen werden. Darum haben wir uns auch bei “Die Höhle der Löwen” beworben.

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Das primoza Team

Herzlichen Glückwunsch zu eurem sympathischen und souveränen Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“. Wie habt ihr den Pitch erlebt?

Der Auftritt hat total Spaß gemacht und wir haben von den Löw:innen unglaublich viel Rückenwind bekommen. Auch wenn es nicht zu einem Deal kam, hat uns doch jedes Jurymitglied etwas Positives mitgegeben. Wir hatten insgesamt das Gefühl, dass der Wachsende Kalender gut ankam und dass die erfahrenen Geschäftsleute in der Jury an unsere Ideen und Herangehensweise glauben. Das hat uns bestärkt und zusätzlich motiviert.

Das Interesse vieler Unternehmen ist groß, an so einem TV-Format teilzunehmen, schließlich trifft es bei einer Zuschauerzahl von bis zu 3 Millionen Zuschauer auf enormes Interesse. Wie ist es euch gelungen, an diesem Format teilzunehmen? Wie habt ihr euch auf den Pitch vorbereitet?

Wir haben uns zweimal beworben – und schon nicht mehr dran geglaubt, dass das noch was wird, als wir die Zusage bekamen. Nachdem wir dann die Gelegenheit hatten, vor so vielen Menschen und vor dieser fachkundigen Jury aufzutreten, haben wir uns sehr gründlich vorbereitet. Wir haben sogar unsere eigenen Regale mitgebracht, die wir sonst für Weihnachtsmärkte benutzen. Und wir haben den Pitch selbst mehrfach geübt und uns Feedback von Mitarbeiter:innen und Freund:innen geholt.

Wie habt ihr euch mit eurem Business und dem Onlineshop auf die Ausstrahlung vorbereitet? Habt ihr euch im Vorfeld Hilfe geholt?

Als erstes haben wir Erfahrungsberichte von anderen Start-ups studiert, um überhaupt abschätzen zu können, was auf uns zukommt. Schnell haben wir festgestellt, dass es sehr unterschiedliche Aussagen zu den Lasten gibt, die aus so einem Auftritt resultieren. Bei unserer Recherche sind wir auf den Artikel von Root360 über Clew gestoßen. Dieser Artikel war Ausgangspunkt für unsere Strategie. Wir haben jedoch – anders als Clew – Google Cloud genutzt. Wir haben alle unsere Systeme in die Google Cloud migriert, so dass von der Bestellung über den Versand bis zu unseren digitalen Infoprodukten alles skalierbar war. Mit großem Engagement unserer beiden Kollegen in der IT – einschließlich vieler Überstunden – haben wir das zusammen technisch gut lösen können. Ein herzliches Dankeschön nochmal an unsere beiden ITler, Marco und Michael, ohne die das nicht möglich gewesen wäre!

Wie habt ihr euch für ein Shopsystem entschieden und was war euch dabei wichtig?

Letztes Jahr sahen wir uns aufgrund von Corona gezwungen, das Thema E-Commerce deutlich ernster zu nehmen. Wir hatten zwar schon einen Onlineshop, aber der basierte auf unserem Wordpressblog und war für unsere neuen Ziele nicht robust genug. Nach einiger Recherche habe wir uns dann für Shopware entschieden, vor allem wegen der Flexibilität. Die Möglichkeit, den Shop selbst zu hosten, war uns dabei besonders wichtig, damit wir weitere Services integrieren und unser individuelles Design einfach umsetzen können. Da wegen Corona alles schnell gehen musste und wir zu dieser Zeit nur einen ITler hatten, haben wir uns Unterstützung gesucht. Besonders wichtig war für uns der Freelancer Mario Sorrentino. Zusätzlich hat uns die Internetfabrik kräftig bei der Umsetzung unseres Designs unterstützt.

Konntet ihr während und nach der Ausstrahlung einen Zuwachs an Shopbesuchern erkennen?

Tatsächlich hatten wir einen ganz schönen Run auf unsere Systeme, zu Spitzenzeiten hatten wir über 14.500 User pro Sekunde. Im Normalbetrieb haben wir ein bis drei Shop-Instanzen parallel. Für die Sendung hatten wir 70 Instanzen vorbereitet, die dann tatsächlich bis auf circa 150 Instanzen hinauf skalierten. Hier hat sich unsere Cloud-Infrastruktur bezahlt gemacht, wir hatten keine Ausfälle. Wir hätten einige Bereiche im Shop noch performanter gestalten können, aber dafür fehlte uns schlichtweg die Zeit. 

Konntet ihr einen Zuwachs an Bestellungen verzeichnen? Wie sieht die durchschnittliche Bestellanzahl aus?

Tatsächlich konnten wir zur Sendung einen Zuwachs von 3.000 Prozent verzeichnen. Die Folgetage waren auch noch sehr spannend.

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Der einpflanzbare Kalender von primoza

Hat sich eure Reichweite durch den Pitch verbessert?

Auf jeden Fall! Natürlich sind sehr viele Menschen an diesem Abend auf primoza aufmerksam geworden. Im Anschluss an die Sendung hatten wir auf Instagram einen tollen Austausch mit DHDL-Zuschauer:innen, die uns teilweise sehr spannende Fragen gestellt haben. Außerdem war unser Auftritt Thema in Medien, auf Blogs und Websites, was sich positiv auf unser Suchmaschinen-Ranking ausgewirkt hat.

Was hat sich durch den TV-Auftritt verändert? Auch ohne Löwen-Deal habt ihr große Bekanntheit gewonnen. Sind hierdurch neue und interessante Möglichkeiten entstanden?

In den Tagen danach haben wir sehr viele Mails und Anfragen von Kund:innen, Interessierten und potentiellen Investor:innen bekommen. Am spannendsten war das Feedback des Fernsehpublikums zu unseren Produkten und dem Pitch. Was sich dadurch für uns verändert, wird sich in der nächsten Zeit noch zeigen.

Was ist euer Fazit zum Auftritt? Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Der Auftritt hat sich für uns in jeder Hinsicht gelohnt. Wir haben mehr Aufmerksamkeit und Reichweite bekommen, hilfreiches Feedback sowohl von der Jury als auch von den Zuschauer:innen, dazu noch jede Menge wertvolle Erfahrungen. Und wir haben festgestellt, dass wir mit unserem Shop auch größere Lasten bewältigen können. Das ist gut zu wissen, weil wir ja weiter auf Wachstumskurs sind.

Habt ihr abschließend ein paar Tipps für andere Shopbetreiber, die sich, ihr Business und ihren Shop im TV vorstellen wollen?

Auf jeden Fall viel testen! Inzwischen gibt es eine Menge guter Tools, mit denen sich aussagekräftige Loadtests machen lassen. Darüber hinaus solltet ihr auf jeden Fall einen guten Puffer bei den Nutzerzahlen einplanen. Außerdem wichtig: Bereitet die Kolleg:innen, die für Kundenkommunikation zuständig sind, auf den Ansturm vor!

Vielen Dank für eure Offenheit.

Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute!

Zum Onlineshop von primoza

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