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Tipps für (angehende) Gründer

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Shopware hat in diesem Jahr 20-jähriges Firmenjubiläum gefeiert: Tatsächlich hat unser Gründer Stefan Hamann bereits mit 16 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Ist das nicht inspirierend? Wir haben in diesem Blogbeitrag Tipps für (angehende) Gründer gesammelt. Dabei lassen wir Stefan Hamann zu Wort kommen – und das nicht nur in Textform, sondern auch in einem Videointerview. Lass Dich inspirieren und profitiere von seiner langjährigen Erfahrung als Gründer!

Tipp 1: Wie findest Du eine geniale Idee?

Am Anfang steht immer die Idee. Und natürlich gibt es für die Ideenfindung keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die aus dem Stehgreif funktioniert. Denn oft kommt der Geistesblitz ganz unverhofft. Doch es hilft auch, wesentliche Fragen zu stellen und für sich selbst oder gemeinsam mit anderen ein kreatives Brainstorming zu betreiben. Hier ein paar Anregungen:

Versuche Deine Stärken optimal zu nutzen und gehe mit offenen Augen durch die Welt: Welche Probleme begegnen Dir oder anderen immer wieder? Welche Produkte oder Dienstleistungen lassen sich noch optimieren? Hast Du ein innovatives Produkt im Kopf oder bereits entwickelt? Oder möchtest Du Deine Stärken als Dienstleister ausspielen? Welche Vorteile kannst Du gegenüber den Wettbewerbern nutzen? Wie unterscheidest Du Dich und was macht Deine Idee besonders? In welchen Bereichen kannst Du von Deinem Netzwerk (sozialen Kapital) profitieren? Welche Partnerschaften und Handelswege sind möglich? Was ist Deine Motivation? Treiben Dich bestimmte Werte an, zum Beispiel Nachhaltigkeit, mit dem Produkt Probleme lösen, bestimmten Menschen, Personengruppen oder Lebewesen helfen, Prozesse vereinfachen, technologischen Fortschritt vorantreiben oder träumst Du einfach davon, im Geld zu schwimmen? All diese Fragen können Dir wichtige Ansätze liefern.

Tipp 2: Nimm Dir Zeit für eine gründliche Planung

Weiter geht es in der Gedankenschmiede. Hast Du eine Idee im Kopf, die Dich nicht mehr loslässt, geht es daran, sie zu festigen. Mit einem Konzept gibst Du ihr mehr und mehr Form. Hole Dir alle notwendigen Informationen ein und durchdenke jeden Schritt bis sich daraus ein Businessplan ableiten lässt.

Der Businessplan hilft nicht nur Dir dabei, Dein Konzept zu durchdenken. Ist er nämlich einmal finalisiert, kannst Du ihn immer dann vorlegen, wenn Du andere von Deiner Geschäftsidee überzeugen willst, beispielsweise Investoren, Banken oder potenzielle Geschäftspartner.

Sei auch kritisch: Lass Dich von Deiner Begeisterung nicht blenden und denke über mögliche Risiken nach. Bist Du nicht in der Lage, einen stimmigen Businessplan auf die Beine zu stellen, ist es vielleicht doch noch nicht an der Zeit oder noch nicht die ideale Businessidee. Auch das sind wichtige Erkenntnisse, die im Leben vieler Gründer ihre Berechtigung finden.

So könnte Dein Businessplan aufgebaut sein:

  • Aussagekräftige Zusammenfassung (Executive Summary)
  • Idee und Zielgruppe
  • Markt- und Wettbewerbsanalyse
  • Ziele, Mission und Vision
  • Strategie
  • Marketing
  • Recht & Steuern
  • Organisation, Rechtsform und Personal
  • Finanzplan
  • SWOT-Analyse

Dabei kann sich beispielsweise ein Umfang von 20 bis 50 Seiten ergeben. Die Ausarbeitung kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Tipp 3: Bei der Finanzierung gibt es viele Möglichkeiten

Geht es nun auf die Suche nach großen Investoren wie man es aus TV-Formaten wie „Die Höhle der Löwen“ oder „das Ding des Jahres“ kennt? Stefan Hamann empfiehlt, den klassischen Weg nicht außer Acht zu lassen und sich zuerst bei den Banken zu informieren. Gerade lokale Banken seien oft sehr hilfsbereit.

Das ist natürlich nicht alles! Bedenke, dass es noch weitere Möglichkeiten gibt. Wie wäre es beispielsweise mit einem Crowdfunding-Projekt? Gerade bei Produkten und Ideen, die einen gesellschaftlichen Mehrwert haben oder auf eine leidenschaftliche Fan-Gemeinschaft abzielen, lassen sich Potenziale ausschöpfen.

Tipp 4: Erstmal ausprobieren oder voll fokussieren?

Selbstständige stellen sich stets die Frage, wie sie ihre Ressourcen verteilen und wie viel Platz dabei die Selbstständigkeit einnehmen sollte. Zu Beginn probieren sich viele Gründer aus und kümmern sich neben einem Hauptberuf mit regelmäßigen Einkommen um das eigene Business. Irgendwann kommt dann aber vielleicht der Zeitpunkt, an dem eine Entscheidung fällig ist: Ist es an der Zeit, den normalen Job zu kündigen und sich zu 100 % auf das eigene „Baby“ zu konzentrieren?

Stefan Hamann hat sich bereits als Schüler selbstständig gemacht: „Ich glaube, wichtig ist in so einer Anlaufphase, dass man ein gutes Zeit-Management hat, sich realistische Ziele setzt und das eigene Business langsam, aber stetig entwickelt. Dann erreicht man irgendwann einen Turning-Point, wo Zeit, Energie und Ertrag außer Balance geraten und da muss man dann definitiv eine Entscheidung treffen und sich auf einen Hauptstrang fokussieren.“

Tipp 5: Jeden Tag ein bisschen besser werden

Es heißt so schön: „Man lernt nie aus.“ Das gilt auch für die Selbstständigkeit, die sich oft als ein Prozess stetigen Lernens entpuppt. Deshalb haben wir Stefan rückblickend gefragt, was er im Laufe seiner Selbstständigkeit aus heutiger Sicht anders gemacht hätte. Seine Antwort darauf lässt sich in drei Punkten zusammenfassen:

  • Viel eher auf ein Thema fokussieren
  • Produkte von Anfang international denken
  • Viel eher Verantwortung abgeben, sich aus der fachlichen Ebene zurückziehen und die passenden Köpfe dafür suchen

Grundsätzlich rät er (angehenden) Gründern, sich auf einen steinigen Weg vorzubereiten: „Bootstrapping* first – aber ihr müsst manche Schmerzen aushalten und Erfahrungen sammeln, erst über Skalierung und „Think Big“ nachdenken, wenn das Geschäftsmodell bullet-proof ist und erste Erfolge eingefahren worden sind. Nicht irgendwelchen absurden Visionen hinterherlaufen, sondern lieber iterativ denken, hinterfragen, optimieren, lernen und weitermachen. Nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn irgendetwas nicht im ersten Anlauf klappt. Entscheidungen auf Basis von Daten treffen und viele kleine Optimierungen kontinuierlich einfließen lassen und so letztendlich jeden Tag ein bisschen besser werden.“

Selbstständig im E-Commerce?

Wenn Du im Bereich E-Commerce aktiv werden willst, findest Du in diesem Blogbeitrag eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um ein Onlineshop-Konzept zu entwickeln. Dabei spielen sowohl der Businessplan als auch die Markt- und Konkurrenz-Analyse sowie viele weitere Aspekte eine Rolle.

Das passende Shopsystem haben wir von Shopware natürlich auch parat. Mit Shopware Cloud kannst Du kostenlos einen Onlineshop erstellen. Denn unsere Starter Edition basiert auf einem Freemium-Modell für den einfachsten Einstieg in den E-Commerce. Das heißt: Es fallen erst Kosten an, sobald Du Umsätze machst – und das mit einer geringen Umsatzbeteiligung von nur 3 %.

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stefan_hamannStefan Hamann

Stefan Hamann ist Gründer und CEO von Shopware.

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* Bootstrapping ist eine Finanzierungsform für Unternehmen, bei der versucht wird, auf Fremdkapital zu verzichten. Das Unternehmen versucht dabei also von Anfang an, sich selbst zu finanzieren – und muss dazu schnell Umsätze generieren. Vorteile: Unabhängigkeit und ein fokussierter Blick auf Sparsamkeit & Wirtschaftlichkeit.

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