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User Experience im B2B-Commerce – verbessere den Beschaffungsprozess Deiner Kunden

User Experience im B2B-Commerce – verbessere den Beschaffungsprozess Deiner Kunden

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Eine ideale User Experience ist nicht nur im B2C-Commerce eines der zentralen Themen. Auch in B2B-Shops müssen die Kaufprozesse an die Bedürfnisse der Kunden bestens angepasst werden. Im B2B-Commerce gibt es zudem ganz andere Anforderungen an die User Experience, da Kunden meist Unternehmen mit mehreren Ansprechpartnern sind. Worauf es dabei ankommt, verraten wir Dir in diesem Artikel.

1. Der Beschaffungsprozess sollte so unkompliziert wie möglich für den Käufer sein

Im B2B-Commerce kommt es vor allem darauf an, dass die Beschaffung so einfach wie möglich durchgeführt werden kann. Der Kaufprozess sollte ohne Hürden stattfinden. Damit Bestellungen schnell getätigt werden können, sollte eine effiziente Suche und Filteroption bestehen. Auch die Produktdetailseite sollte übersichtlich gestaltet sein. Die wichtigsten Merkmale sowie wesentliche Produktdaten solltest Du für eine schnelle Entscheidung gut sichtbar im B2B-Shop präsentieren. In gleichem Maße muss es möglich sein, den Bestellprozess effizient zu durchlaufen und den Warenkorb problemlos zu befüllen. Eine Präsentation weiterer Produktempfehlungen, wie sie im Endkundenbereich häufiger üblich ist, solltest Du an dieser Stelle auf notwendige Zubehörteile oder ähnliche Produkte beschränken.

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Für B2B-Kunden ist es besonders im Rahmen von Nachbestellungen wichtig, möglichst viel Zeit zu sparen. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass alte Bestellungen einfach nachbestellt oder Excel-Listen hochgeladen werden können. Bei Wiederbestellungen werden die Produkte häufig nicht mehr in Gänze mit allen Informationen und dem Bildmaterial aufgezählt. Es reicht, diese in einer knappen Liste mit allen Artikelnummern sowie den wichtigsten Produktmerkmalen aufzuführen. Anhand dieser Auflistung können Kunden schnell die Stückzahl festlegen sowie die Produkte hinzufügen oder entfernen.

2. Einfache Verwaltung der Zuständigkeit für das Buying Center des Kunden bieten 

Bei Unternehmenskunden gibt es nicht nur eine Person, die für den Kauf verantwortlich ist. Vielmehr gibt es verschiedene Beteiligte, die unterschiedliche Rollen und Aufgaben im Kaufprozess innehaben. Ein Beispiel: Es könnte eine Person für die Befüllung des Warenkorbs mit Produkten zuständig sein, eine Führungskraft könnte diese Bestellung freigeben und die Rechnungsverwaltung würde anschließend das Accounting übernehmen. Daher sollte der B2B-Kunde im Kundenkonto die Möglichkeit haben, selbstständig Freigabeprozesse, Hierarchien und Strukturen des Unternehmens zu definieren und zu hinterlegen. Auch ist es sinnvoll, dass der Firmen-Account in unterschiedliche Unternehmensbereiche sowie Abteilungen untergliedert werden kann.

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Feste Budgets für Mitarbeiter oder Abteilungen helfen ebenfalls dabei, den Beschaffungsprozess für den Kunden einfach zu gestalten. Dabei können Grenzen bei der Beschaffung (zum Beispiel „Einzelbestellungen bis maximal 300 Euro“) den Kunden unterstützen, eigene Grenzen in Deinen Onlineshop zu übertragen.

3. Mit spezifischen Sortimenten die geeigneten Produkte je Kunde anzeigen

Kundenspezifische Sortimente sind immer dann wichtig, wenn ein großes Produktportfolio für Kundengruppen auf ein Teilsortiment eingegrenzt werden soll. Außerdem werden sie eingesetzt, wenn spezielle Produkte oder Produktausprägungen exklusiv bestimmten Kunden angeboten werden. Durch das individualisierte Teilsortiment zeigen sowohl das Navigationsmenü als auch die Suchfunktion nur noch die passenden Ergebnisse an. Dadurch finden die Kunden schneller das richtige Produkt.

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Soll den B2B-Kunden nur ein Teilsortiment im Shop angezeigt werden, kannst Du die Ansicht der Produkte anhand von Kundengruppen oder anderen spezifischen Kriterien einschränken. Das ist zum Beispiel bei der Aufteilung eines umfangreichen Vollsortiments für unterschiedliche Branchen sinnvoll. Ebenso kann eine Eingrenzung des Sortiments nützlich sein, wenn gewisse Produkte nur in ausgewählten Ländern verfügbar sein dürfen.

Außerdem können exklusive Produkte für einen Kunden individuell dessen Firmen-Account zugewiesen werden. Im B2B-Bereich wird dies beispielsweise für spezielle Kundenanpassungen, Artikel im Corporate Design oder bei kundenspezifischen Artikelnummernkreisen angewandt.

4. Jederzeit die spezifischen Preise passend für die Kunden im Shop anzeigen lassen

In seltenen Fällen gibt es im B2B-Onlineshop einen einheitlichen Preis für alle. Für viele B2B-Händler ist der Preis im ERP-System das Maß aller Dinge. Die klare Anforderung besteht im Onlineshop also darin, jedem Kunden auch seinen speziellen Preis anzuzeigen. Bei der Umsetzung in die Praxis gibt es hierfür verschiedene Möglichkeiten.

Eine der gängigsten Varianten ist die Zuordnung von speziellen Preislisten zu bestimmten Kundengruppen. Die Kundengruppen lassen sich leicht von Dir im Onlineshop anlegen und pflegen. Bei Bedarf können Kundengruppen auch direkt aus Deinem __ERP-System __importiert werden, um zusätzlichen Aufwand zu vermeiden.

Häufig werden für Artikel und Artikelgruppen spezielle Rabatte für die Kundschaft definiert. Diese können sich dann oft auch noch auf unterschiedliche Preislisten beziehen. Die Regeln für solche Szenarien lassen sich ebenfalls in Deinem Onlineshop abbilden, wodurch Du dem Kunden direkt den passenden Rabatt ausspielen kannst.

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In einzelnen Fällen ist es nur dem ERP-System möglich, den „echten“, zum jetzigen Zeitpunkt gültigen Preis für einen Kunden zu ermitteln. Diese Situation ist zum Beispiel dann gegeben, wenn eine Preiskalkulation anhand von sehr schwankenden Rohstoffpreisen erfolgen muss. Als Lösung bietet sich dafür eine Real-Time-Schnittstelle zum ERP-System an. Mit dieser kannst Du dem Kunden zeitnah seinen aktuell gültigen Preis in Deinem Shop anzeigen.

Als B2B-Händler hast Du aber vielleicht auch den Anwendungsfall, dass Du kundenindividuelle Preise pro Artikel in Deinem Onlineshop ausweisen möchtest. Ein ERP-System ist in der Lage, sehr viel Preislogik bis hin zu einem kundenindividuellen Preis je Artikel bereitzustellen. Diese Art der Preisbildung ist durch die enorme Menge an Preisen eine Herausforderung für einen B2B-Onlineshop. Ein einfaches Rechenbeispiel: Dein Onlineshop verfügt über 10.000 Artikel und es gibt 10.000 Kunden. Mit entsprechend 10 Preisstaffeln je Artikel ergeben sich daraus 1.000.000.000 einzelne Preise für den Onlineshop. Für eine solide und zuverlässige Preisberechnung sollte an dieser Stelle sowohl der Datenabgleich mit dem ERP-System als auch das Caching der Preise gut durchdacht sein. Dadurch kann der Preis in Deinem Onlineshop reibungslos und korrekt angezeigt werden.

Über EXCONCEPT:

EXCONCEPT unterstützt Dich bei der Erstellung innovativer und zukunftsfähiger E-Commerce-Lösungen im B2C- und B2B-Umfeld. Mit vielfältigsten Leistungen von Beratung, Umsetzung bis zum technischen Support begleiten sie Dich optimal durch den gesamten Lebenszyklus Deines digitalen Projektes. Weitere Infos zu EXCONCEPT findest Du hier.

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