
D2C E-Commerce ist ein Vertriebsmodell, bei dem Hersteller direkt an ihre Endkunden verkaufen, ohne zwischengeschaltete Händler oder Distributoren. Der Verkauf erfolgt über vom Hersteller vollständig kontrollierte Kanäle, in der Regel über einen eigenen Online-Shop, ergänzend über Markenstores auf Marktplätzen, Social-Commerce-Plattformen oder eigenen Apps.
D2C E-Commerce: Das Wichtigste in Kürze
D2C (Direct-to-Consumer) bedeutet: Hersteller verkaufen direkt an Endkunden, ohne Zwischenhändler, mit voller Kontrolle über Marke, Preise, Sortiment und Kundenerlebnis.
Vorteile: höhere Margen, direkter Zugriff auf Kundendaten, bessere Steuerung von Marketing und Produktentwicklung, klare Markenführung, schnelle Markt- und Produkttests.
Herausforderungen: steigende Marketingkosten, Anforderungen an B2C-Logistik und Service, kanalübergreifende Preis- und Sortimentspflege, notwendige interne Zuständigkeiten und Systemintegrationen.
Geeignete Produkte: Markenartikel mit Wiederkaufraten, Premiumsortimente, erklärungsbedürftige Produkte, exklusive Sets, personalisierbare Varianten und Abo-Modelle.
Welche Vorteile hat eine D2C E-Commerce Strategie?
Eine D2C E-Commerce Strategie ermöglicht es Herstellern, direkt an Endkunden zu verkaufen, höhere Margen zu erzielen, eigene Kundendaten aufzubauen und volle Kontrolle über Preisgestaltung, Markenauftritt und Customer Experience zu erlangen.
Parallel dazu reduziert diese Strategie die Abhängigkeiten vom Handel und schafft die Grundlage für schnellere Produkt- und Marktvalidierungen.
Direkte Kundenbeziehung und Datenhoheit
Über D2C erhalten Hersteller unmittelbaren Zugriff auf Kundendaten, die im traditionellen Handel nicht verfügbar sind. Dazu gehören Kaufhistorien, Verhaltensdaten, Produktpräferenzen und Feedback.
Diese Informationen verbessern die Steuerung von Marketing, Sortiment und Produktentwicklung und reduzieren die Abhängigkeit von Third-Party-Datenquellen.
Höhere Marge und Preishoheit
Ohne Zwischenhändler können Hersteller einen größeren Teil der Wertschöpfung selbst realisieren. Die Preishoheit ermöglicht es, Preisstrategien, Bundles und Abo-Modelle zu testen und anzupassen. Dadurch entsteht ein wirtschaftlicher Spielraum, der im indirekten Vertrieb meist eingeschränkt ist.
Kontrolle über Markenführung und Customer Experience
D2C E-Commerce gibt Herstellern die Möglichkeit, die gesamte Customer Journey vollständig zu steuern, von der Produktpräsentation über den Kaufprozess bis hin zu Lieferung, Kommunikation und After-Sales-Service.
Ein konsistenter Markenauftritt und eine hochwertige Customer Experience lassen sich so störungsfrei sicherstellen, ohne jeden Einfluss von außen.
Schnellere Markt- und Produkttests
Ein eigener D2C-Kanal erlaubt es, neue Sortimente, Innovationen oder Preisstrategien direkt im Markt zu testen. Hersteller können A/B-Tests durchführen, Produktvarianten vergleichen und Kundenfeedback schneller auswerten. Das verkürzt die Time-to-Market-Zyklen.
Geringere Abhängigkeit vom Handel
D2C E-Commerce fungiert als zusätzlicher Absatz- und Kommunikationskanal. Er löst Hersteller von den Abhängigkeiten von üblichen Handelsstrukturen. Parallel dazu werden Delistings finanziell weniger schmerzhaft und die Verhandlungsspielräume werden unter der geringeren Abhängigkeit ebenfalls größer.
Welche Schwierigkeiten birgt D2C E-Commerce?
Der Aufbau und Betrieb eines D2C E-Commerce bringt zusätzliche Anforderungen an das Unternehmen mit sich. Die Hersteller müssen zunächst höhere Marketingkosten tragen, neue Kompetenzen aufbauen, komplexe B2C-Prozesse bewältigen und potenzielle Konflikte mit Handelspartnern berücksichtigen.
Hohe Marketingkosten und steigende Customer Acquisition Costs
Die Kosten pro Neukunde steigen, weil Werbeflächen auf Meta, Google und TikTok stärker nachgefragt sind und Targeting durch Datenschutzbeschränkungen an Präzision verliert.
Hersteller zahlen dadurch mehr für dieselbe Reichweite und denselben Traffic. Wenn du vollständig auf Paid Advertising setzt, erreichst du häufig keine wirtschaftlichen Deckungsbeiträge.
Lösungsansatz:
Dein Marketing wird effizienter, wenn ein größerer Anteil des Umsatzes über Bestandskunden statt über Neukunden entsteht. Dazu gehören:
ein strukturiertes CRM mit automatisierten E-Mail-Strecken für Kaufabbruch, Wiederkauf und ergänzende Produkte,
ein Loyalty-Programm, das deine bestehenden Kunden stärker bindet,
Kundensegmente nach Wertigkeit (z. B. anhand eines RFM-Modells), um dein Budget auf profitable Gruppen zu konzentrieren,
organische Reichweite durch Creator-Kooperationen und nutzergenerierte Inhalte.
Wenn du diese Maßnahmen kombinierst, sinkt deine Abhängigkeit von bezahlter Werbung und damit unmittelbar der durchschnittliche Aufwand pro Neukunde.
Operative Komplexität bei Logistik, Service und Retouren
Ein D2C-Shop erzeugt viele Einzelbestellungen. Kunden erwarten verlässliche Lieferzeiten, nachvollziehbares Tracking, eine einfache Rücksendemöglichkeit und eine schnelle Reaktion auf Supportanfragen. Wenn deine bestehenden Strukturen jedoch auf Großhandelsprozesse ausgelegt sind, entstehen beim Übergang zu D2C zwangsläufig Probleme.
Lösungsansatz:
Du reduzierst die gesamte Komplexität, wenn du deine B2C-Prozesse gesondert definierst und mit passenden Dienstleistern oder eigenen Teams abbildest. Wichtige Schritte sind:
ein Fulfillment-Partner, der Pick-and-Pack, Versandankündigung und Retourenabwicklung übernimmt,
eine konkrete Beschreibung des Retourenprozesses, z. B. Rückgabefrist, Rücksendekosten und Anforderungen an den Warenzustand,
definierte Antwortzeiten im Kundenservice und feste Eskalationswege,
automatisierte Versand- und Retourenkommunikation in allen Statusschritten.So stellst du sicher, dass deine Abläufe auch bei höherem Bestellvolumen stabil bleiben.
Potenzielle Kanal- und Preiskonflikte mit dem Handel
D2C-Angebote können bei bestehenden Handelspartnern Irritationen auslösen, insbesondere wenn Preise voneinander abweichen oder bestimmte Produkte nur online verfügbar sind. Händler empfinden das schnell als Wettbewerbssituation.
Lösungsansatz:
Diese Konflikte lassen sich reduzieren oder vermeiden, wenn du klärst, welche Rolle dein D2C-Kanal im Gesamtvertrieb einnimmt. Praktische Maßnahmen sind:
Sortimente festlegen, die du exklusiv online oder exklusiv im Handel anbietest,
Services oder Bundles entwickeln, die im Handel nicht wirtschaftlich darstellbar sind,
Preisuntergrenzen definieren, um starke Abweichungen zu vermeiden,
regelmäßige Abstimmungen mit Handelspartnern zu Sortiment, Aktionen und Sichtbarkeit.
Hoher organisatorischer und personeller Aufwand
Für D2C benötigst du Kompetenzen in deinem Unternehmen, die in klassischen Herstellerorganisationen selten vorhanden sind: Performance Marketing, Datenanalyse, Content-Produktion, Shopmanagement und B2C-Operations.
Lösungsansatz:
Der Aufwand wird beherrschbar, wenn du Verantwortlichkeiten definierst und ein tragfähiges Setup aufbaust. Dazu gehören:
je nach Größe mindestens ein Verantwortlicher für den D2C-Kanal,
ein zugehöriges Kernteam,
externe Spezialisten für Aufgaben wie Performance Marketing, UX oder Automatisierung,
ein Priorisierungsprozess, der verhindert, dass du durch Ad-hoc-Aufgaben blockiert wirst.
Hohe Anforderungen an Systeme und Integrationen
Ein stabiler D2C-Betrieb erfordert das Zusammenspiel mehrerer Systeme: Shop, ERP, PIM, CRM, Payment, Versanddienstleister und Analytics. Wenn dir jedoch Integrationen fehlen oder unzuverlässig sind, entsteht ein hoher manueller Aufwand und die Fehleranfälligkeit steigt.
Lösungsansatz:
Eine funktionierende Systemlandschaft braucht uneingeschränkte Datenflüsse und mitunter mehrere Schnittstellen. Für dich bedeutet das:
eine E-Commerce-Plattform mit API-Zugang,
ein einheitliches Datenmodell für Produkte, Kunden und Bestellungen,
standardisierte Integrationen zu ERP, PIM und Versanddienstleistern,
automatisierte Prozesse für Bestände, Zahlungsstatus, Rechnungen und Tracking.
Mit Shopware läuft dein D2C-Shop von Beginn an stabil und bietet dir viele Integrationsmöglichkeiten und Funktionen.
Guide: Wie erstelle ich einen D2C E-Commerce Vertriebsweg?
Ein D2C-Vertriebsweg entsteht, indem du zunächst deine Ziele definierst, dein Sortiment für den Direktverkauf strukturierst, eine belastbare Systemlandschaft aufbaust und die operativen Prozesse für Logistik, Service und Marketing festlegst.
Schritt 1: Ausgangslage und Ziele
Die Grundlage eines D2C-Kanals ist eine weitreichende Zielsetzung, an der du anschließend Zweck und Systemarchitektur festmachen kannst.
Bewertung der bestehenden Vertriebskanäle, Margen und Abhängigkeiten
Entscheidung, welche Hauptfunktion D2C erfüllen soll (Umsatz, Datenerhebung, Produkt-Tests, Markenführung)
Festlegung von messbaren Zielen wie Deckungsbeitrag, Wiederkaufrate, CLV oder Zielumsatz
Schritt 2: Zielkunden und Customer Journey verstehen
Damit dein D2C E-Commerce System wirtschaftlich funktioniert, musst du wissen, welche Kunden direkt bei dir kaufen und welche Informationen sie benötigen.
Bestimmung der wichtigsten Kundensegmente und Kaufanlässe
Analyse der entscheidenden Kontaktpunkte (z. B. Informationsbedarf, Vergleichsverhalten, Einwände)
Ableitung der Anforderungen an Produktseiten, Beratung, Content und Service
Schritt 3: Sortiment, Angebot und Preisstrategie strukturieren
Ein D2C-Sortiment benötigt einen offensichtlichen Mehrwert gegenüber dem Handel. Kunden kaufen direkt dort, wo das Angebot auf sie ausgerichtet ist.
Auswahl eines Startsortiments mit hoher Nachfrage oder Wiederkaufrate
Entwicklung von Bundles, Varianten oder Services, die nur online angeboten werden
Definition einer Preisstrategie, die im Gesamtvertrieb tragfähig ist und Konflikte reduziert
Festlegung ergänzender Angebote wie Abo-Modelle oder Ersatzteilversorgung
Schritt 4: Technische Basis und Prozesse festlegen
Der technische Unterbau muss verlässlich funktionieren und alle relevanten Systeme integrieren.
Auswahl einer E-Commerce-Plattform mit API-Zugang und soliden Integrationsmöglichkeiten
Anbindung an ERP, PIM, CRM, Payment und Versanddienstleister
Definition der Abläufe: Bestellfluss, Kommissionierung, Versand, Retouren, Erstattungen
Einrichtung eines Reporting-Setups für Bestellungen, Deckungsbeiträge und Kundensegmente
Schritt 5: Go-to-Market planen und starten
Auswahl der Startkanäle (SEO, SEA, Social Ads, Creator-Kooperationen, E-Mail)
Budget- und Testplanung pro Kanal
Erstellung aller Inhalte: Produkttexte, Bilder, Videos, Landingpages
Abstimmung mit Handelspartnern, sofern sich Sortiment oder Preisgestaltung überschneiden.
Schritt 6: Optimieren, ausbauen und skalieren
Nach dem Launch beginnt der wirtschaftliche Feinschliff.
Optimierung von Produktseiten, Checkout und Post-Purchase-Prozessen
Auswertung von Deckungsbeiträgen, Retourenquoten, Wiederkaufraten und CLV
Erweiterung auf weitere Märkte oder Marken, sobald Prozesse stabil laufen
Ausbau von CRM, Loyalty und After-Sales-Service, um Wiederkäufe zu erhöhen
Beispiele für D2C E-Commerce bekannter Marken
Die passende Strategie hängt davon ab, welche Ziele du verfolgst, welche Rolle der Handel in deinem Vertrieb spielt und welchen Mehrwert du direkt anbieten kannst. In der Praxis haben sich mehrere Modelle etabliert, die zeigen, wie Hersteller D2C sinnvoll in ihre Gesamtstrategie integrieren können.
Modell 1: D2C E-Commerce als ergänzender Absatz- und Servicekanal
Die Marke bzw. der Handel hat bestehende stationäre Kanäle und nutzt den Onlineshop als zusätzlichen Direktkanal mit Sortiment und Services.
Sortiment entspricht weitgehend dem Handelssortiment
Fokus auf Markenpräsentation, Service und Zusatzinformationen
D2C dient als „digitaler Showroom“ und als Serviceplattform
MissPompadour: Farben direkt an Endkunden
MissPompadour verkauft hochwertige, nachhaltige Farben für Innen- und Außenbereich europaweit im D2C-/B2C-Sektor über den eigenen Shop.
Projektvolumen: 50.000 bis 100.000 Euro
B2C
Vertrieb europaweit (Fokus: Deutschland und Österreich)
Vertriebskanäle: MissPompadour-Shop, Otto.de, Avocado-Store
Knapp 4.000 Artikel (10 bis 15 Varianten pro Farbe) in 50 Kategorien
Kategorisierung von Eigenschaften wie Farben nach Stimmung, Wirkung, Wohnstil
Einordnung:
Hersteller-/Markenshop, der bestehende Nachfrage bündelt und Beratung und Inhalte digital anbietet.

Schlossberg Switzerland: Premium-Bettwäsche online & in Boutiquen
Schlossberg Switzerland ist eine Traditionsmarke für luxuriöse Bettwäsche und Heimtextilien mit Boutiquen in Europa.
Mit Shopware wurde eine "exklusive Online-Boutique" aufgebaut, die das stationäre Erlebnis digital ergänzt.
Einordnung:
D2C ergänzt das eigene Boutique-Netzwerk; die Marke verkauft direkt und inszeniert ihre Kollektionen online in Boutique-Logik.

Modell 2: D2C E-Commerce mit exklusiven Produkten, Bundles oder Merchandise
Der Direktkanal hebt sich mit Sortiment, Personalisierung oder Markenwelt von Handel und weiteren Zwischenstationen ab.
Exklusive Varianten, Farben, Sets oder Services
D2C liefert einen konkreten Mehrwert gegenüber Retail
Preisstrategie ist kanalspezifisch definiert
Sawade Berlin: Traditionsmanufaktur mit exklusivem D2C-Auftritt
Sawade ist Berlins älteste Pralinenmanufaktur und setzt im E-Commerce konsequent auf ein erstklassiges Markenerlebnis, das die handwerkliche Qualität und das edle Design der Produkte direkt zu den Kunden nach Hause bringt.
Einordnung:
D2C-E-Commerce zur Digitalisierung einer traditionsreichen Premium-Marke. Über den eigenen Onlineshop vertreibt Sawade sein exklusives Sortiment ohne Umwege und stärkt durch gezieltes Storytelling die direkte Kundenbindung.

Fleurop: Blumen & Geschenke
Fleurop betreibt einen eigenen Onlineshop für Blumenversand, der Sträuße nach Anlass, Stil und Floristenauswahl direkt buchbar macht.
Einordnung:
Übergeordnet ist es ein Netzwerk aus Floristen, aber aus Endkundensicht ein D2C-Markenhub mit eigenem Sortiment und Nutzenversprechen.

Modell 3: D2C als Innovations- und Testkanal
Der Shop dient als Angebots- und Testfeld für neue Produkte, Sortimente, Bundles oder Abo-Modelle, bevor diese reif für breitere Kanäle sind.
Neue Produkte, Line Extensions oder Preistests laufen zuerst im D2C
A/B-Tests für Produktmerkmale, Verpackung, Content und Preis
Auswertungen fließen in Produktentwicklung und Handelsstrategie ein
Virgin Active: Abo-Modelle und digitale Services im D2C-Vertrieb
Virgin Active nutzt D2C, um Fitness- und Wellness-Erlebnisse über physische Standorte hinaus zu vermarkten. Mit Abo-Modellen, die sowohl Vor-Ort-Trainings als auch digitale Inhalte kombinieren, reagiert die Marke direkt auf die Wünsche ihrer Community.
Einordnung:
Beispiel für ein serviceorientiertes D2C-Modell. Virgin Active nutzt den direkten Kanal, um Mitgliedschaften zu verwalten, exklusive Services anzubieten und die Kundenbindung durch personalisierte Angebote und digitale Abos zu stärken.

Skins: Loyalty & Community
Skins, 2000 gegründet, ist ein niederländisches Unternehmen für exklusive Beauty-Produkte internationaler Nischenmarken. Mit 24 Boutiquen und Partnern wie Aesop, Laura Mercier und DIPTYQUE steht Skins für hochwertige Pflege, Düfte und Kosmetik.
B2C-Marke mit 24 stationären Boutiquen
Verfügbar in 4 Sprachen: Niederländisch, Englisch, Deutsch und Französisch
Kunden können Produktproben bestellen, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden
Treueprogramm zur Stärkung der Markenbindung und zur Steigerung der Wiederkäufe

Modell 4: D2C als eigenständige Umsatzsäule
Der D2C-Shop wird als vollwertiger Vertriebskanal aufgebaut, mit einem relevanten Umsatzanteil.
vollständige Sortimente
strukturiertes Performance Marketing
CRM, Loyalty, After-Sales und klare Prozessverantwortlichkeiten
Skalierung über neue Märkte oder Marken
ADAC: Service-Plattform und direkter Vertrieb für Mobilität
Der ADAC nutzt seinen Online-Auftritt als Hub, über den Mitglieder und Kunden sowohl Informationen und Services erhalten, als auch Produkte wie Vignetten, Versicherungen oder Mobilitäts-Zubehör direkt erwerben können.
Einordnung:
Etablierte Marke, die D2C nutzt, um ein komplexes Gesamtangebot aus physischen Produkten, digitalen Dienstleistungen und exklusivem Content an einem Punkt zu vereinen.

Modell 5: Plattformgestütztes D2C (Marketplace + eigener Shop)
Eigener D2C-Shop als Mittelpunkt, ergänzt durch andere digitale Kanäle (Marktplätze, Social, ggf. Apps), die in Daten und Prozessen zusammenlaufen.
eigener Shop als „Brand Hub“
Marktplatz-Präsenzen zur Reichweite und Neukundenakquise
kanalspezifische Sortimente und Preislogiken
UPPAbaby: Internationaler Brand Hub mit Multi-Channel-Strategie
UPPAbaby nutzt seine E-Commerce-Plattform als Anlaufpunkt für Eltern weltweit. Der eigene Shop fungiert dabei als „Brand Hub“, der durch weitere digitale Kanäle ergänzt wird, um Neukunden dort abzuholen, wo sie nach Mobilitätslösungen suchen.
Einordnung:
Hersteller einer globalen Premium-Marke, der D2C als Herzstück einer Multi-Channel-Strategie nutzt. Durch die Verknüpfung von eigenem Shop, Marktplatz-Präsenzen und umfassendem Service-Content steuert UPPAbaby das Markenerlebnis über alle Touchpoints hinweg ausgesprochen konsistent.

Modell 6: D2C als Direkt-Service- oder Ersatzteilkanal
Bei diesem D2C E-Commerce-Modell stehen Service und Versorgung im Vordergrund.
Ersatzteile, Zubehör, Verbrauchsmaterialien
Self-Service-Portale für Registrierung, Garantie, Reparatur
D2C als After-Sales-Plattform
Brita Yource: Filter und Services direkt vom Hersteller
Brita Yource ist eine Plattform für Wasserfilter-Lösungen und Services direkt für Endkunden. Erhältlich sind unter anderem Services und Abos für Verbrauchsmaterial.
Einordnung:
Typisches Service-/After-Sales-Szenario: Verbrauchsmaterial (Filter) und Services rund um ein sonst langlebiges Produktportfolio.
D2C E-Commerce mit Shopware umsetzen
D2C E-Commerce ermöglicht dir, Kundenbeziehungen direkt aufzubauen, Margen zu verbessern und volle Kontrolle über Preisgestaltung, Sortiment und Customer Experience zu gewinnen. Du erhältst Daten über das Verhalten deiner Kunden, kannst Produkte und Preise gezielt testen und baust eine Unabhängigkeit von Handelspartnern auf.
Dabei bringt D2C zusätzliche Anforderungen mit sich: Du brauchst belastbare Prozesse für Versand, Retouren und Service, neue Verantwortlichkeiten, verlässliche Marketingstrukturen und eine Systemlandschaft, die Produkt-, Kunden- und Bestelldaten zuverlässig verarbeitet.
Shopware bietet dir die technischen Voraussetzungen, um dein D2C-System skalierbar umzusetzen. Die Plattform lässt sich in ERP-, PIM- und CRM-Systeme integrieren und bildet deine Sortimentslogik ab.
API-first-Architektur
hohe Erweiterbarkeit
leistungsfähige und belastbare Commerce-Funktionen
Lerne Shopware kennen!
Baue mit deinem D2C-Shop einen unabhängigen und sicheren Vertriebsweg auf. Erreiche deine Kunden direkt und teste deine Produktidee im Direktvertrieb. Jetzt mit Shopware starten!

D2C E-Commerce – häufige Fragen und Antworten
Was bedeutet D2C E-Commerce?
D2C (Direct-to-Consumer) E-Commerce beschreibt den Direktvertrieb eines Herstellers an Endkunden über eigene digitale Kanäle wie einen Onlineshop oder eine App. Es gibt keinen Zwischenhändler, sodass Marke, Preisgestaltung, Customer Experience und Kundendaten vollständig unter deiner Kontrolle bleiben.
Welche Vorteile bietet D2C für Marken und Hersteller?
D2C ermöglicht höhere Margen, direkten Kundenzugang, Markenführung und die Möglichkeit, Produkte und Preise schnell zu testen. Du erhältst vollständige Kundendaten und kannst Marketingmaßnahmen präziser steuern. Außerdem reduzierst du Abhängigkeiten vom Handel und kannst neue Sortimente oder Märkte schneller validieren.
Welche Herausforderungen entstehen beim Aufbau eines D2C-Kanals?
Die größten Herausforderungen liegen in Marketingkosten, B2C-Logistik, Retourenabwicklung, Kundenservice und der Integration der Systeme (Shop, ERP, PIM, CRM). Zudem müssen interne Zuständigkeiten und Prozesse geregelt sein.
Wie starte ich als Hersteller mit D2C E-Commerce?
Der Einstieg umfasst sechs Kernschritte: Zieldefinition, Analyse deiner Zielgruppen, Sortiments- und Preisstrategie, technische Systemarchitektur, Go-to-Market-Plan und anschließende Optimierung. Wichtig ist, dass du D2C strukturiert planst und auf messbare Ziele ausrichtest.
Welche Produkte eignen sich besonders für D2C?
Ideal sind Produkte mit klarer Markenidentität, regelmäßigen Bedarfsmomenten oder hohem Beratungsanteil. Gut funktionieren Sortimente mit Wiederkaufraten (z. B. Food, Pflege, Haustierbedarf), Premium-Produkte, exklusive Sets oder personalisierbare Varianten.
Steht D2C zwangsläufig im Konflikt mit dem Handel?
Nicht zwingend. Konflikte entstehen vor allem, wenn Preise oder Sortimente unkoordiniert voneinander abweichen. Mit einer abgestimmten Preispolitik lässt sich D2C parallel zum Handel betreiben, ohne Konkurrenzsituationen zu provozieren.
Welche Rolle spielt Shopware im D2C E-Commerce?
Shopware bietet eine API-first-basierte Commerce-Plattform, die sich ideal für D2C eignet. Sie integriert sich nahtlos in deine bestehenden Systeme, unterstützt selbst komplexe Sortimente, internationale Rollouts und kanalübergreifende Kundenerlebnisse.



