5 Minuten Lesezeit

Innovationsrückstand im E-Commerce: Und täglich grüßt das Murmeltier?

Innovationsrückstand im E-Commerce: Und täglich grüßt das Murmeltier?

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ – Albert Einstein

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber beim derzeitigen Zustand der E-Commerce-Branche habe ich das Gefühl, wir hätten dieses Einstein-Zitat nicht als Warnung, sondern als Anleitung verstanden. Stecken wir in einer digitalen Version von „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in der jeder Onlineshop exakt genauso aussieht wie der davor?

Was passiert, wenn Innovationen vernachlässigt werden

Seit fünf bis sieben Jahren geht es im E-Commerce drunter und drüber. Fusionen, Übernahmen, veränderte Prioritäten und ein ständiges Neudefinieren des idealen Kunden. Das ist spannend zu beobachten – aber ein eklatantes Problem sticht ins Auge: Es gibt viel zu wenig echte Innovationen.

Die F&E-Budgets flossen vor allem in die Shop-Technologie statt in das Einkaufserlebnis. Die Folge: Einheitsbrei. 85 % der Onlineshops sind kaum voneinander zu unterscheiden, was Optik und Bedienung angeht. Als ob man in eine Stadt käme, in der alle Gebäude gleich aussehen. Funktional sind sie, klar. Aber auch sehr öde und ohne jede Persönlichkeit.

Schluss mit Monotonie: Differenzierung ist angesagt

Ein langweiliges Einkaufserlebnis ist allerdings nicht die einzige Konsequenz dieses Innovationsrückstands. Er schadet auch der Markendifferenzierung und macht es den Unternehmen schwerer, in einem überfüllten Markt herauszustechen. Oder anders ausgedrückt: Sie gehen unter wie ein einzelnes Sandkorn am Meeresstrand.

Außerdem sind die jüngeren Generationen, insbesondere die Gen Z, ganz andere UI und UX gewöhnt. Die immergleichen Designs, die wir gefühlt seit 1995 wiederkäuen, locken sie nicht hinter dem Ofen hervor. Genauso könntest du versuchen, sie mit einem Wählscheibentelefon zu beeindrucken ... Da fragen sie dich eher, ob das eine neue Art Fidget Spinner ist!

Wann hast du denn zuletzt von einem bahnbrechenden neuen E-Commerce-Feature gehört? Ist wahrscheinlich eine ganze Weile her. Investiert wurde lange Zeit vor allem in das technische Gerüst der Shops – in Microservices, APIs, Headless Commerce und dergleichen. Das ist zwar alles wichtig für den modernen digitalen Handel, bringt aber keine neuen Funktionalitäten.

Groundhog Day

Stecken wir in einer digitalen Version von "Und täglich grüßt das Murmeltier" fest?

Shopware: Innovationen für den E-Commerce der Zukunft

Dieser Stagnation will Shopware etwas entgegensetzen. Statt uns nur mit dem Backend zu beschäftigen, haben wir an neuen Möglichkeiten gearbeitet, auch das Frontend aufzuwerten – denn dort findet das eigentliche Einkaufserlebnis statt. Vor jeder Entscheidung stellen wir uns eine zentrale Frage: Wie können wir den E-Commerce für die Menschen verbessern, die ihn nutzen?

So haben wir beispielsweise den Rule Builder und den Flow Builder entwickelt. Sie entlasten das Marketing und sorgen für erfolgreichere Kampagnen. Das kannst du dir so vorstellen, als hättest du bisher mit einem stumpfen Bleistift gearbeitet und bekämst jetzt ein schickes Grafiktablet – gleiche Tätigkeit, aber viel effizienter und präziser.

Wir haben auch digitale Verkaufsräume eingeführt, die den B2B-Vertrieb revolutionieren. Weißt du noch, wie es war, zum ersten Mal mit dem Navi unterwegs zu sein statt mit dem Autoatlas? So fühlt sich das an. In diesem neuen Sales-Prozess wirst du dich nie wieder verfahren!

Produkte hinzufügen, Bewertungen zusammenfassen und andere bisher zeitaufwendige Aufgaben erledigst du mit unserem AI Copilot deutlich effizienter. Und nein, die AI wird dir dabei keine existenziellen Fragen stellen wie ein gewisser Supercomputer in „Odyssee im Weltraum“.

Als Letztes muss ich unbedingt noch Spatial Commerce erwähnen, das seiner Zeit so weit voraus ist, dass selbst Apple dabei sein wollte. Faszinierend, welche neuen immersiven Erlebnisse mit 3D-Technik möglich werden!

Fazit: Zeit für Neues?

Während die meisten noch als einfaches Sandkorn am Strand untergehen, kannst du dich entscheiden, die einzigartige, in der Sonne glitzernde Muschel zu sein, die man schon von Weitem sieht. An dieser Stelle musst du dir die Frage stellen: Kann meine derzeitige E-Commerce-Plattform die Innovationen bieten, die ich dafür brauche? Wenn du bereit bist, etwas zu verändern und dich von der Masse abzuheben, dann lass uns reden. Die Zukunft des E-Commerce ist alles andere als langweilig – und mit Shopware bist du mittendrin.


Image Stefan Hamann

Über den Autor: Stefan Hamann

Shopwares Gründer und Co-CEO

Seitdem Stefan Hamann das Unternehmen Shopware im Alter von 16 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Sebastian gegründet hat, ist er die treibende Kraft hinter der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Mit einem starken Fokus auf Technologie, Finanzen und Controlling leitet er die kontinuierliche Weiterentwicklung der innovativen E-Commerce Plattform. Stefan’s umfassendes Fachwissen und seine visionäre Führung haben maßgeblich zum weltweiten Erfolg von Shopware beigetragen und den Ruf des Unternehmens als anerkannte Open-Source E-Commerce Lösung in der Branche gefestigt.


Newsletter

Nichts mehr verpassen. Wir halten Dich per E-Mail auf dem Laufenden.

Zum Newsletter-Manager