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Mobile Commerce: Wie Händler erfolgreich vom mobilen Handel profitieren

Mobile Commerce: Wie Händler erfolgreich vom mobilen Handel profitieren

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Mobile Commerce – ein Buzzword, das in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen hat. Nicht selten wird Mobile Commerce ein “Megatrend” genannt und beschreibt die nächste Ära des Onlinehandels. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Mobile Commerce (kurz “M-Commerce” genannt), woher kommt er und wo genau liegt eigentlich der Unterschied zum E-Commerce? Diese und weitere Fragen wird Florian Müller von den Content Guys AI im folgenden Artikel beantworten. Außerdem beantwortet er die entscheidende Frage für Onlinehändler, wie sie vom Mobile Commerce Zeitalter am meisten profitieren. Dazu stellt er eine App vor, die einen einfachen Zugang zu dynamischem Retargeting ermöglicht und damit Käufer zurückholt, die den Shopping-Prozess auf ihrem mobilen Endgerät nicht abgeschlossen haben.

Zahlen und Fakten zum Mobile Commerce

In den Jahren 2007 und 2008 war der Begriff “Mobile Commerce” für die Welt noch ein Fremdwort, und das Kaufen und Verkaufen von Produkten mithilfe eines Smartphones nahezu undenkbar. Trotzdem sind diese beiden Jahre entscheidend für die Geburt des Mobile Commerce: 2007 wurde das erste, revolutionäre iPhone von Apple vorgestellt und nur knapp ein Jahr später erfolgte die Einführung des ersten Android Betriebssystems. Seither haben sich nicht nur die mobilen Endgeräte funktionell weiterentwickelt, sondern auch der M-Commerce, also der Handel über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. 

Wir verschaffen Einblick in die Entwicklung des Mobile Commerce

  • Entwicklung der Smartphone-Nutzung: Im Jahr 2020 belief sich die Anzahl der Smartphone User in Deutschland auf rund 60,7 Millionen Endgeräte. Mit 97,3 % (14-29-Jährige) bzw. 98,1% (20-29-Jährige) sowie 97,8% (30-39-Jährige) liegt die Quote am höchsten; mit 52,1 Prozent besitzen allerdings auch mehr als die Hälfte der über 70-Jährigen ein Smartphone [1].
  • Umsatz-Wachstum im E-Commerce Markt: Im Jahr 2020 wurde mit einem Umsatz von 72,8 Milliarden Euro, was einem Anstieg um 23% im Vergleich zum Vorjahr 2019 entspricht, ein neuer Rekord erreicht [2].
  • Stolzer Anstieg des M-Commerce: Mit umgerechnet 0,86 Billionen Euro in 2016 und prognostizierten 3,16 Billionen Euro in 2021, wuchs der Mobile Commerce Markt in den letzten Jahren um mehr als 360 % [3].
  • Mobile vs. Desktop Shopping: Seit 2019 liegt zudem das Mobile-Shopping in Deutschland stabil über den Desktop-Einkäufen [4].

Klar ist: Shopping mit mobilen Geräten ist nicht mehr nur ein Trend, sondern eine nachhaltige Veränderung des Einkaufsverhaltens.

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Ob Kleidung, Lebensmittel oder Möbel: Immer mehr User kaufen über mobile Endgeräte ein.

Eine simple Definition: Mobile Commerce als Teilmenge des E-Commerce

Mobile Commerce kann als eine spezielle Ausprägung oder Teilmenge des E-Commerce beschrieben werden. Hierbei verfolgt der weltweit wachsende Trend bestimmten Charakteristiken: Beim M-Commerce wird eine Transaktion mit monetärem Wert über ein Mobilfunknetz abgewickelt. Essenziell ist beim Mobile Commerce die Verwendung drahtloser Kommunikation und mobiler Endgeräte. Hierbei unterscheidet man weiter in Mobile Shopping und Mobile Payment. 

Während Mobile Shopping per Definition den kompletten Verkaufs- und Einkaufsprozess beschreibt, zielt Mobile Payment auf bargeld- und kontaktloses Bezahlen mittels mobiler Endgeräte ab. Beispiele für alltäglichen Mobile Commerce sind Käufe über die Amazon App, das Buchen von mobilen Tickets oder die Verwendung von Online Banking per App.

Auch Onlineshops sind heutzutage mobil-optimiert und werden daher auch von Smartphone-Usern genutzt.

E-Commerce vs. M-Commerce: Kleine Unterschiede, große Auswirkungen

E-Commerce und M-Commerce weisen sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede auf. Während E-Commerce den elektronischen Handel im Allgemeinen beschreibt, ist M-Commerce ein Teilbereich dessen mit dem Fokus auf den Handel mit mobilen Endgeräten. Beide beruhen auf demselben Grundsatz des digitalen sowie komfortablen Kaufs und Verkaufs von Produkten und Dienstleistungen. Jedoch gibt es auch erkennbare Unterschiede: Die offensichtlichste Unterscheidung ist wohl Mobilität. Während Desktop-Computer an einen stationären Ort gebunden sind, bieten Smartphones oder Tablets die Möglichkeit des Transports. Dies ermöglicht dem Kunden ein noch komfortableres und schnelleres Online-Shopping-Erlebnis. Mit diesem Aspekt verbunden ist auch das Beschaffen von kaufentscheidenden Informationen. Da Smartphones zu jedem Zeitpunkt greifbar sind, können relevante Informationen wie zum Beispiel Preisvergleiche jederzeit recherchiert werden – selbst wenn der Nutzer gerade im Einzelhandel vor dem Regal steht und das avisierte Produkt mit Angeboten aus dem Internet vergleichen möchte. 

Ein weiterer Unterschied liegt in den Marketing-Möglichkeiten. Speziell durch Eigenschaften wie Location Tracking, dem Ausspielen von Push-Benachrichtigungen oder der Analyse des Nutzungsverhaltens auf Social Media, schafft Mobile Commerce ein personalisiertes Marketing und individuelle Shopping Erlebnisse. Für Onlinehändler bietet dies eine Basis für die Umsetzung von Omnichannel Marketing-Strategien, welche zum Ziel haben, über alle Werbe- und Verkaufsplattformen eines Unternehmens hinweg ein umfassendes Kundenerlebnis zu schaffen. 

Zuletzt, spielt auch der Aspekt der Sicherheit im Zahlungsverkehr im Zusammenhang mit Authentifizierung eine große Rolle bei der Unterscheidung zwischen E-Commerce und M-Commerce. Während im E-Commerce die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein gängiges Mittel ist, die Sicherheit einer Transaktion zu garantieren, ermöglicht Mobile Commerce zusätzlich eine biometrische Authentifizierung durch den Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung.

M-Commerce bringt Onlinehändlern viele Vorteile – aber auch neue Herausforderungen

Wie bereits im vorangegangenen Kapitel angedeutet, ist Mobile Commerce mit vielen Vorteilen für Onlinehändler sowie Kunden verbunden. Neben der schnellen und unkomplizierten Abwicklung von Käufen an jedem Ort, ermöglicht M-Commerce auch einen gewissen persönlichen “Touch”. M-Commerce Händler generieren eine Vielzahl an Erkenntnissen über den Kunden, woraus gezielt eine enge Marken- oder Shopbindung aufgebaut werden kann. 

Des Weiteren bietet der mobile Handel eine Ausweitung der Marketingkanäle. Social Media als einer der wichtigsten und effizientesten Marketing- und Verkaufskanäle, kann von M-Commerce Händlern systematisch zur Umsatzgenerierung sowie Kundenbindung eingesetzt werden. Mit der Erwartung, dass Kunden in der Zukunft nicht nur monatlich, sondern sogar täglich mobil einkaufen werden, bieten die Vorteile des Mobile Commerce Webshop-Betreibern optimale Bedingungen, sich frühzeitig strategisch zu positionieren.

Doch auch die Challenges des M-Commerce sollten nicht vernachlässigt werden. Zum einen verlangen Nutzer Schnelligkeit und Flexibilität. Daraus ergeben sich auch funktionale Challenges für Mobile Commerce Händler wie die mobile Optimierung der Website oder das Errichten eines zusätzlichen Verkaufskanals in Form einer App. Darüber hinaus ist ein Wandel im Kaufverhalten des Kunden erkennbar, welcher Onlinehändler auf die Probe stellen kann. Zum einen führen die bereits angesprochenen Impulskäufe dazu, dass Warenkörbe kleiner werden, zum anderen haben M-Commerce Händler mit höheren Abbruchraten und dementsprechend niedrigeren Conversions zu kämpfen. Nach wie vor sind die Desktop Conversion Rates mit 4,3 % in Onlineshops höher als beim Smartphone-Einkauf (1,8 %), was sich auf Gründe wie kleine Displays der Geräte und die oftmals komplexe Bedienbarkeit vieler Mobile-Shops zurückzuführen lässt [5].

Best Practices für den erfolgreichen mobilen Handel 

Onlinehändler sind gut beraten, einige Tipps und Tricks zu beachten, um die Challenges des Mobile Commerce bestmöglich zu meistern. Hierbei ist es essenziell, dass die User Experience (UX) und Usability des Shops im Vordergrund steht, um im M-Commerce optimale Conversion Rates und Shopping-Erlebnisse zu erzielen. Folgende Best Practices zahlen darauf ein:

  1. 1. Individuelle Angebote für Mobile Shopper: Nutze die Vorteile von Gerätefunktionen wie Kamera, Mikrofon und GPS voll aus, um Mobile Shoppern Angebote anzuzeigen, die für sie höchst relevant sind.
  2. 2. Einsatz von Sprach-Assistenten: Mache Deinen Shop für Sprach-Assistenten (auf dem Smartphone) zugänglich und steigere so die Chance von potenziellen Kunden gefunden zu werden. Ermögliche dem User zudem die Spracherkennung zu nutzen, um die Suche und andere Interaktionen zu beschleunigen.
  3. 3. Suchfunktion im Mittelpunkt des Shops: Optimiere die Suchfunktion des Shops, indem Du eine Priorisierung vornimmst und dem User intelligente Vorschläge bietest.
  4. 4. Einfacher Checkout-Prozess: Von der Eingabe der persönlichen Daten bis zum finalen Abschicken der Bestellung sollte jeder einzelne Schritt so schnell und einfach wie möglich gehalten werden (indem beispielsweise Google Pay oder Apple Pay angeboten werden).
  5. 5. Kaufprozesse pausieren ­– nicht abbrechen: Bietest Du dem User eine "Speichern"-Funktion für den Warenkorb an und ermöglichst dem Kunden so eine reibungslose Rückkehr und Fortsetzung seines Einkaufs?

Sollte der Kunde sich doch entschieden haben den Kaufvorgang abzubrechen, kannst Du mit innovativen Werbetechnologien wie dynamischem Retargeting dafür sorgen, dass ein Teil der User auf Deinen Shop zurückkehrt und den Einkauf fortsetzt sowie abschließt.

Mit dynamischem Retargeting gezielt Smartphone-User ansprechen und in den Webshop zurückholen 

Dynamisches Retargeting beschreibt eine innovative Werbetechnologie, mit der Shop-Besucher zuerst per Retargeting-Pixel markiert und analysiert und ihnen im zweiten Schritt personalisierte Online-Werbebanner ausgespielt werden. Durch zahlreiche Studien aus der Werbeforschung ist bekannt, dass im Onlinehandel häufig ein einziger Kontakt mit einem Produkt nicht ausreicht, um den Nutzer zu einem Kaufabschluss zu bewegen [6].

M-Commerce bietet sich für die gezielte, multiple Ansprache des Kaufinteressenten besonders gut an, denn mobile Endgeräte werden häufig in Situationen verwendet, die User positiv verknüpfen. Zum Beispiel während sie auf die Bahn warten – oder abends auf der Couch.

Releva.nz – die App für dynamisches Retargeting

Genau für solche Situationen ist die Dynamisches Retargeting App von releva.nz entwickelt worden. Die Retargeting-Lösung spielt produktbezogene, personalisierte Retargeting-Ads auf mobilen Endgeräten aus, wenn ein User den (per Smartphone aufgerufenen Shop) ohne Kauf verlassen hat. Durch den wiederkehrenden Kontakt des Users mit dem Onlineshop und relevanten Produkten wird das Kaufinteresse erneut geweckt, ein Teil der User kehren auf den Webshop zurück und schließen den Kauf ab.

Ebenfalls praktisch: Mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt die Erweiterung nicht nur vollautomatisch produktbezogene Werbebanner, sondern spielt diese auf Grundlage der User-Präferenzen aus. Das Tool lernt schnell, in welchen Situationen, auf welchen Endgeräten und mit welchen Bannerformaten die Shopbesucher am besten reaktiviert werden können und optimiert so die Anzeigen-Kampagnen kontinuierlich.

Letztendlich lassen sich dadurch die Conversion Rates und folglich auch Umsätze signifikant und nachhaltig steigern. 

Die Kernfunktionen der releva.nz App auf einen Blick:

  • Automatische Erstellung dynamischer Werbebanner
  • Kampagnenoptimierung auf Basis künstlicher Intelligenz
  • Einfache Integration der Retargeting-Pixel
  • Dosierter Einsatz von Werbeanzeigen
  • Anzeigen-Distribution an über 30 Werbenetzwerke
  • Echtzeit-Statistiken in der Onlineshop-Administration

 

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Die releva.nz App im Shopware Backend

Wie kannst Du die App einrichten?

Als Shopbetreiber benötigst Du zur Einrichtung der releva.nz App keinerlei Programmierkenntnisse. Außerdem fällt die Registrierung bei Anzeige-Netzwerken, wie zum Beispiel Google Ads, komplett weg. Dennoch kannst Du mit der releva.nz App bis zu 85 % der Werbeplätze im europäischen Raum erreichen.

Die App kannst Du kostenlos im Shopware Store herunterladen.

Du möchtest die releva.nz App im vollen Funktionsumfang 30 Tage kostenfrei testen und Dir außerdem 30 Euro Ad-Budget sichern? Dann eröffne einfach einen releva.nz Account:

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Über den Autor:

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Florian Müller ist Gründer und Geschäftsführer der Content Guys AI – eine auf disruptive Branchen wie E-Commerce, Voice Tech, Mobility, VR und E-Sports spezialisierte Digitalagentur mit Sitz in Deutschland und den USA. Er beschäftigt sich schon seit den frühen 2000ern mit Game-Changer Technologien, publiziert regelmäßig Fachbeiträge in relevanten Branchen-Magazinen und hilft Unternehmen dabei, mehr Sichtbarkeit in zukunftsfähigen Wettbewerbsumfeldern zu erlangen.

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