Schöppingen, 17. März 2026 – Der Onlinehandel zeigt sich zuversichtlich und widerstandsfähig. Zu diesem Ergebnis kommt die Händler-Jahresumfrage des Ecommerce-Plattformanbieters Shopware, an der 360 Online- und Omnichannel-Händler aus Deutschland teilgenommen haben. Die Umfrage wurde im Februar und März 2026 vor bis unmittelbar nach dem Ausbruch des Nahostkonflikts durchgeführt.
Die Mehrheit der Befragten bewertet ihre aktuelle Situation als stabil und blickt mit Optimismus nach vorn. Jeder zweite Händler rechnet für 2026 mit steigenden Umsätzen. Zugleich gewinnt Künstliche Intelligenz weiter an Bedeutung: Rund die Hälfte der Händler sieht KI bereits als wichtigen Effizienzfaktor, knapp zehn Prozent verzeichnen damit schon messbare Umsatzimpulse.
46 Prozent der Händler stufen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „sehr gut“ ein. Weitere 32 Prozent bewerten sie als neutral. Damit sehen über drei Viertel der Unternehmen ihre Situation zumindest stabil. Nur 22 Prozent sprechen von einer schlechten oder sehr schlechten Lage.
Mehrheit der Händler erwartet Wachstum
Auch beim Blick auf das laufende Geschäftsjahr überwiegt Zuversicht. 51 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden Umsätzen, davon erwarten 11 Prozent sogar ein starkes Wachstum von über zehn Prozent. Weitere 25 Prozent gehen von gleichbleibenden Umsätzen aus. Demgegenüber stehen 26 Prozent, die mit Umsatzeinbußen kalkulieren. Unterm Strich rechnen somit rund drei Viertel der Händler mindestens mit Stabilität.

Investitionen in KI und Digitalisierung trotz Herausforderungen
Dennoch geben die Händler auch Belastungsfaktoren an, die sie aktuell vor Herausforderungen stellen. An Position eins wird mit 60 Prozent das schwache Konsumklima als zentrale Herausforderung genannt, danach die steigenden Kosten etwa für Energie, Mieten, Marketing oder Logistik mit 54 Prozent und mit etwas Abstand die hohe Regulierung bzw. Bürokratie mit 38 Prozent.
Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine klare Investitionsbereitschaft: 47 Prozent der befragten Händler planen Investitionen in Digitalisierung und IT, insgesamt 44 Prozent in Künstliche Intelligenz (KI) sowie 41 Prozent in Automatisierung. Nur 25 Prozent geben an, 2026 keine Investitionen zu planen.
Auch im Personalbereich dominiert Kontinuität: 68 Prozent halten ihre Beschäftigtenzahl im laufenden Jahr konstant, 15 Prozent beabsichtigen zusätzlich Mitarbeitende einzustellen.
KI im Handel gewinnt strategische Bedeutung
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend vom Experimentierfeld zum operativen Instrument. Für 9 Prozent der Händler ist KI bereits ein messbarer Umsatztreiber. 43 Prozent sehen sie als wichtigen Effizienzfaktor, auch wenn sich der direkte Umsatzbeitrag noch nicht eindeutig beziffern lässt. Weitere 22 Prozent befinden sich in Planung oder Pilotprojekten. Insgesamt beschäftigen sich damit mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen aktiv mit dem Thema KI.
Standort Deutschland: differenziert, aber stabil
Die Bewertung des Standorts Deutschland fällt gemischt aus. 31 Prozent bewerten ihn als gut oder sehr gut, 40 Prozent als neutral. Damit sind rund 70 Prozent der befragten deutschen Händler zumindest zufrieden mit dem Standort Deutschland. Dementsprechend plant die Mehrheit für 2026 keine Standortveränderungen (67 Prozent). Ein weiteres Indiz für Stabilität und langfristige Perspektiven: 6 Prozent erwägen eine Erweiterung ihres Standortes bzw. Filialnetzes, 14 Prozent planen verstärkte Auslandsaktivitäten.
Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie sich neue geopolitische Entwicklungen auf Konsumklima, Lieferketten und Investitionsentscheidungen im Handel auswirken. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen die Branchenerwartungen zu Beginn des Jahres 2026 und werden damit zugleich zu einem Zeitdokument eines Moments, kurz bevor sich die weltpolitische Lage wieder einmal mehr grundlegend verändert hat.
Über die Studie
Die Händler-Jahresumfrage wurde von Shopware von Februar bis Anfang März 2026 durchgeführt. Insgesamt nahmen 360 Online- und Omnichannel Händlerinnen und Händler aus Deutschland teil. Die Befragung bildet damit das Stimmungsbild im Handel vor bis unmittelbar nach der jüngsten geopolitischen Zuspitzung im Nahen Osten ab. Während die Ergebnisse noch ausgewertet wurden, veränderte sich mit den Kriegshandlungen die weltpolitische Lage. Die Daten zeigen daher, mit welchen Erwartungen der Handel in das Jahr 2026 gestartet ist, unmittelbar vor der internationalen Krise.
Pressekontakt: Wiljo Krechting Media Officer Shopware public.relations@shopware.com

Manager Public Relations
Wiljo Krechting ist E-Commerce-Experte und Manager Public Relations beim Shopsystem-Hersteller shopware AG. Der Medienprofi Krechting studierte Politikwissenschaften und Journalistik in Münster und Melbourne und sammelte dort Erfahrungen als Auslandskorrespondent für den Axel-Springer-Verlag. Journalistische Stationen durchlief Krechting unter anderem bei der Rheinischen Post, der WELT, BILD, dem Hamburger Abendblatt und dem australischen Wirtschaftsportal theaustralian.com.
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