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On Premise vs. SaaS – alte Story, neue Twists

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Im heutigen Blogbeitrag stellt Max Büscher, einer unser International Sales Manager, SaaS- und On-Premise-Lösungen gegenüber: Für wen eignet sich was am besten – und kann man dazwischen unkompliziert wechseln?

Wenn Du im E-Commerce tätig bist, hast Du die Diskussion rund um On Premise vs. SaaS höchstwahrscheinlich schon oft mitbekommen. Es scheint eine Never-ending-Story zu sein, die immer wieder neu aufgerollt wird.

Als ich vor drei Jahren bei Shopware anfing, war der Stand der Dinge so: SaaS eignet sich vor allem für kleine Händler, die ihr E-Commerce-Geschäft so einfach wie möglich in Gang bringen wollen. Eine On-Premise-Plattform ist hingegen für mittlere bis größere Händler gedacht, die ein etabliertes Geschäft haben und die Flexibilität und die Kontrolle einer On-Premise-Plattform benötigen. 

In den letzten drei Jahren hat sich allerdings einiges verändert und die E-Commerce-Branche hat der Story ein paar neue Twists hinzugefügt.

On Premise und SaaS – was bedeuten die Begriffe?

Bevor wir zur Gegenüberstellung von SaaS und On Premise kommen, sollten wir zunächst klären, was sich konkret hinter diesen beiden Begriffen verbirgt.

On Premise

On Premise bezeichnete früher eine Plattform, die auf einem unternehmenseigenen Server installiert ist. Heutzutage bedeutet das: Du kaufst eine Lizenz (meistens für eine Open-Source-Plattform) und hostest diese, wo Du möchtest – das kann beispielsweise im Serverraum Deines Büros stattfinden, üblicher ist aber die Nutzung eines Hosting-Providers oder einer Cloud-Infrastruktur.

SaaS

SaaS steht für "Software-as-a-Service". Das bedeutet, Du zahlst einen Mietpreis und erhältst Zugriff auf eine Instanz einer Plattform, die über eine Cloud läuft. Bei SaaS wird sowohl die Hosting-Infrastruktur als auch die Anwendung selbst vom Provider verwaltet.

Der wesentliche Unterschied

Eine Open Source Lösung gewährt Dir volle Flexibilität, denn Du kannst auf den Code der Plattform uneingeschränkt zugreifen und ihn verändern. Eine SaaS-Lösung ist hingegen einfacher und komfortabler, wenn es um das Einrichten, Skalieren und die Instandhaltung geht. 

Open Source oder SaaS – was ist besser?

Die eigentliche Frage, die Du Dir stellen solltest, ist: "Welche ist die richtige Lösung für mein Geschäftsmodell?" Lass uns zur Verdeutlichung einen Blick auf ein paar Beispiele werfen.

Beispiel 1: Eine kleine Brauerei wagt sich in die große Online-Welt

Ein Unternehmen zu gründen oder von der Offline- in die Online-Welt zu expandieren, kann herausfordernd sein. Stell Dir eine kleine Brauerei vor, die mit Leidenschaft Craftbier herstellt und einen eigenen lokalen Shop betreibt. 

Die Brauerei wünscht sich nun, Menschen im ganzen Land zu erreichen, damit auch sie ihr Craftbier probieren können. Dazu nutzt die Brauerei eine SaaS-Plattform wie Shopify, da sie niedrige Einstiegsgebühren hat und sich schnell einrichten lässt. Durch das Hinzufügen von Produkten sowie der Auswahl der richtigen Zahlungs- und Versandmethode stellt sie sicher, dass nur Personen, die Bier trinken dürfen, es auch kaufen können – und schon kann es losgehen. Mit wenig Risiko können die Händler nun sehen, ob ihre kleine Brauerei mit den anderen Brauereien aus dem ganzen Land konkurrieren kann.

Beispiel 2: Je größer die Brand, desto komplexer die Anforderungen

Wenn Dein Unternehmen etwas etablierter ist, bereits in ein paar Länder online verkauft und in den letzten Jahren sehr erfolgreich war, dann sieht die Situation anders aus. Du bist dann bereit, größere Summen in Deinen brandneuen Onlineshop zu investieren, der nicht nur den Anforderungen von heute, sondern auch denen von morgen gerecht werden muss.

Offensichtlich verkaufst Du nicht nur ein Produkt so wie die Craftbier-Brauerei. Stell Dir stattdessen einen Online Pure Player vor, der über 100 Mitarbeiter beschäftigt, Möbel verkauft und sich anhand eines einzigartigen Online-Erlebnisses von der Konkurrenz abheben möchte. Dieser braucht eine stabile und individuelle Anbindung in das Lagerverwaltungssystem und muss außerdem in der Lage sein, mit der neuen Plattform einen internationalen Roll-out durchzuführen. Das bedeutet: Mehrsprachigkeit und Mehrwährungsfähigkeit sind eine notwendige Out-of-the-Box-Funktion. Darüber hinaus will das Unternehmen Möbelsets anbieten, beispielsweise einen Tisch mit Stühlen, die in Kombination verhältnismäßig günstiger sind als die einzelnen Artikel.

Das alles sind Anforderungen, bei denen die Flexibilität einer Open-Source-Lösung benötigt wird. Eine SaaS-Lösung, die mit einem Cloud-Hosting einhergeht, bietet dem Möbelgeschäft nicht die Flexibilität, die es braucht.

Beispiel 3: Wenn SaaS nicht mehr ausreicht ...

Kommen wir zurück zur kleinen Brauerei vom Anfang, die versuchen wollte, ihr Craftbier online zu verkaufen: Es stellt sich heraus, dass sie dabei sehr erfolgreich war. Als nächsten Schritt möchte die Brauerei mehr Variationen ihres Bieres verkaufen und mit dem Vertrieb in ganz Europa beginnen. Die Brauerei hat außerdem festgestellt, dass mit ihrem Geschäftswachstum im gleichen Maße auch die Kosten der SaaS-Plattform steigen. Mit ihren Ersparnissen möchte sie nach ihrem erfolgreichen Launch nun einen internationalen Roll-out starten. Aber zu einer Open-Source-Plattform zu wechseln, die ihren Anforderungen gerecht wird, würde ein komplettes Re-Platforming des Online-Geschäfts bedeuten. Im Grunde stößt die Brauerei mit ihrer jetzigen Lösung an ihre Grenzen, da es sich um ein geschlossenes System handelt.

Gerade für diesen Geschäftsfall wäre eine Lösung ideal, die eine nahtlose Migration von einer SaaS-Welt, wie wir sie kennen, in eine On-Premise-Open-Source-Welt bietet.

Fazit

Wenn Du Dich für SaaS entscheidest, wirst Du immer beschränkte Möglichkeiten in Bezug auf Individualisierung und Kontrolle der Codebasis haben. Wenn das für Dein Unternehmen akzeptabel ist, kannst Du von einer Plattform profitieren, die leicht zu skalieren und einfach instandzuhalten ist. Eine On-Premise-Plattform hingegen ermöglicht es Agenturen, differenzierte Kundenerfahrungen für Händler zu entwickeln, die zu einem Wettbewerbsvorteil führen können.

Und wo bleibt der Twist?

Shopware ist der einzige Anbieter von E-Commerce-Plattformen, der sowohl SaaS- als auch On-Premise-Lösungen sowie eine einzigartige Möglichkeit zur Migration zwischen den beiden Welten anbietet, ohne dass die gesamte Plattform neu aufgebaut werden muss.

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Wenn Du Dir jetzt und in Zukunft alle strategischen Optionen offenhalten möchtest, setze Dich einfach mit mir oder meinen Kollegen aus dem Sales-Team in Verbindung. Wir beraten Dich gerne persönlich zu diesem Thema.

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