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Zehn Tipps für einen erfolgreichen Shop-Relaunch

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Gründe für einen Relaunch

Früher oder später erreicht jedes Unternehmen einen Zeitpunkt, an dem die Außendarstellung, die Kommunikation nach außen sowie die unternehmerische Strategie erneut analysiert und überdacht werden muss. Besonders rasant schreitet diese Entwicklung in der digitalen Branche voran, sodass Unternehmen mit einem online-basierten Geschäftsmodell besonders schnell auf die Veränderungen reagieren müssen. 

Neben den strategischen können auch die technischen Gründe für einen Relaunch ausschlaggebend sein, zum Beispiel die rasante Entwicklung der mobilen Nutzung in den letzten Jahren.

Onlineshop-Relaunch: Was muss man beachten?

Bevor man mit der tatsächlichen Umsetzung aller Relaunch-Maßnahmen startet, ist es besonders wichtig, ein Konzept bzw. einen detaillierten Handlungsplan zu erstellen. 

Konzept für den Shop-Relaunch

Bevor man viele Arbeitsstunden und Kraft in die Überarbeitung des eigenen Online-Auftrittes steckt, sollte man sich genau überlegen, was man damit erreichen will. Eine SWOT-Analyse und Zieldefinierung bilden eine Grundlage für die zukünftigen Entscheidungen in Bezug auf technische Anforderungen, Shop-Features sowie Skillset vom Team. 

Neben der eigenen Zielsetzung sollten auch die Wettbewerber genau unter die Lupe genommen werden: Was machen die Konkurrenten in Deiner Branche? Welche Zielgruppe sprechen diese an? Wie und über welche Kanäle kommunizieren sie mit den Kunden? Alle diese Fragen spielen eine unmittelbare Rolle bei der Ausarbeitung des Relaunch-Planes.

Zu den grundsätzlichen Anforderungen an einen gelungenen Shop-Relaunch zählen:

  • Die nötigen Veränderungen vor dem Relaunch festlegen und möglichst keine spontanen Sonderwünsche implementieren
  • Ein Relaunch sollte immer in einer – dem Livesystem identischen – Testumgebung getestet werden
  • Während der Testphase sollen alle Schritte akribisch dokumentiert werden
  • Ausreichend Zeit für die interne Testphase einplanen, um alle Fehler feststellen und beheben zu können
  • Den Onlineshop zum Zeitpunkt des Relaunches offline nehmen, um Datenabweichungen zu vermeiden

Du willst wissen, wie andere das machen? Peter Bauer, Gründer und Geschäftsführer der erfolgreichen Boardsportmarke Amplid und der Merino Apparel Brand Pally'Hi, blickt auf zwei erfolgreiche Relaunches seiner Markenshops zurück. Mit welchen zehn Tipps auch Dir ein perfekter Relaunch gelingt, erfährst Du in dieser Checkliste:

Peter´s Checkliste für den Shop-Relaunch:

1. Zeitdruck sollte beim Relaunch vermieden werden

Viele Beispiele eines Relaunches zeigen, dass auf einen Webshop-Launch nie Zeitdruck lasten sollte: Es kommen immer unerwartete Zwischenfälle auf den Unternehmer zu, die Termine werden nicht eingehalten oder verschoben, neue Anforderungen kommen auf. Statt penibel auf einen schnellen Go-Live-Termin zu drängen, sollte lieber großzügig geplant werden und sich die nötige Zeit genommen werden. 

2. Umfangreiche Planung des Shops spart Geld

Um eine verlässliche und möglichst präzise Planung der Zeit und des benötigten Budgets voraussagen zu können, sollte jeder Shopbetreiber die genauen Anforderungen für den Relaunch aufstellen. Von Beginn an sollte klar sein, welche Features gebraucht werden und was umgesetzt werden muss. Wer wichtige Dinge vergisst, der verlängert nicht nur die nachträgliche Planung, sondern muss für die Nacharbeitung auch zusätzliches Budget zur Verfügung stellen. Also lieber sorgfältig planen und so zusätzliche Kosten vermeiden. Dieser Punkt hängt dabei unmittelbar mit der frühzeitigen strategischen Planung zusammen und sollte zeitlich großzügig einkalkuliert werden. 

3. Auswahl des Shopsystems

Falls ein Onlineshop auf ein ganz anderes Shopsystem umziehen soll, sollte sich jeder Shopbetreiber rechtzeitig mit der Wahl des geeigneten Shopsystems beschäftigen. Verschiedene Softwarelösungen bieten oft auch verschiedene Vorteile. Informiere Dich also gut. Nützliche Leitfragen könnten folgende sein:

  • Was muss der Shop können?
  • Welche Funktionen werden benötigt?
  • Welche Daten müssen zwischen der Warenwirtschaft und dem Shopsystem ausgetauscht werden?
  • Müssen Kundendaten oder Ähnliches evtl. von einem alten Shopsystem migriert werden?

Außerdem sollten der Arbeitsaufwand und die ggf. auftretenden Schwierigkeiten großzügig in den Zeitplan miteinkalkuliert werden. 

4. Gezielte Partner-Suche 

Oftmals stehen Unternehmern nicht die Mitarbeiter mit genug technischem Hintergrundwissen zur Verfügung, um einen Relaunch des Onlineshops oder der Marke komplett intern durchführen zu können. Den richtigen Partner zu finden, ist hier die Lösung. Agenturen, die diese Dienstleistungen übernehmen, gibt es viele. Du solltest darauf achten, dass Du Dir einen Partner suchst, der Know-How in Deiner Branche vorweisen kann und auch qualifiziert ist. Shopware stellt hier zum Beispiel eine nützliche Suchfunktion zur Verfügung, die die Zertifizierungen der Agentur, den Standort und Referenzen zeigt.

Zu den Shopware-Partnern

5. Design und Usability müssen stimmen

Mache Dir Gedanken, wie sich der neue Onlineshop oder die Marke nach dem Relaunch präsentieren soll. Wenn Du gute Ideen hast, kannst Du sie ganz einfach mit Stift und Papier festhalten oder diese Aufgabe an die Agentur abgeben. Solltest Du Dich auf die Suche nach Ideen begeben, dann schaue auch mal, was der Wettbewerb so bietet. Hier klären sich oft schnell die Fragen nach aktuellen Design- und Usability-Trends.  

Behalte dabei stets im Hinterkopf, dass Deine Corporate Identity bzw. Deine Brand Identity-Elemente unterbringen kannst. Nur so schaffst Du es, dass am Ende ein gutes Markenerlebnis überliefert wird.

Zuletzt ist auch das Angebot, also das Sortiment für den neuen Onlineshop, nicht unwichtig. Geklärt werden muss: Ist meine Produktvielfalt beratungsintensiv? Wie kann ich sicherstellen, dass der Kunde das richtige Produkt kauft? Denn Retouren kosten dem Betreiber Geld!

6. Konkrete Aufgabenverteilung und Dokumentation

Erstelle immer ein Lasten- und Pflichtenheft. So stellt Du sicher, dass Deine Anforderungen konkret dokumentiert sind und am Ende nachgewiesen werden kann, dass alle Pflichten erfüllt worden sind. Eine einfache Excel-Datei kann helfen, diese Anforderungen zu ordnen und auch festzulegen, wer welche Aufgabe übernimmt.

7. Datensicherung beim Shop-Relaunch

Oftmals werden bei einem Relaunch des Onlineshops die Daten, also Bilder, Texte oder Artikeldaten in den neuen Onlineshop übernommen. Dies kann auf viele verschiedene Arten passieren. Häufig gibt es Migrationstools, die eine Übernahme der Daten ermöglichen. Alternativ kannst Du die relevanten Daten auch online (z. B. in einer Dropbox) oder offline (z. B. auf einer Festplatte) speichern. Hast Du Drittsysteme angebunden (Warenwirtschaft, PIM-System oder Medienverwaltung), so können die Daten auch daraus wieder eingespielt werden.

8. Warenwirtschaft und Co.

Hast Du die im vorherigen Punkt angesprochenen Drittsysteme im Einsatz, so müssen diese natürlich auch an Deinen neuen Shop angebunden werden. In der Regel existieren schon Schnittstellen zwischen diesen Systemen und dem Shopsystem Deiner Wahl, also informiere Dich gut. Hier sparst Du eine Menge Geld.

9. Zahlungssysteme 

Kaum etwas ist wichtiger für den späteren Shop, als die verfügbaren Zahlarten. PayPal, Kreditkarte, Sofortüberweisung oder nur auf Rechnung. Hier gibt es viele verschiedene Anbieter. Sammel auch hier Erfahrungsberichte und schaue, was in Deiner Branche üblich ist. Je größer die Vielfalt, desto mehr Kunden wirst Du zufriedenstellen.

Zu den Payment-Plugins im Store

10. Kühles Blondes

Belohne Dich am Ende! Ist für den Relaunch das Bier kaltgestellt? Mit warmen Bier lässt es sich nicht gut anstoßen!

Über den Autor

Peter Bauer ist mehrfacher Weltcup-Sieger, Europa- und Weltmeister im Snowboarden und hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Denn Peter ist Gründer und Geschäftsführer der erfolgreichen Boardsportmarke Amplid und der Meriono Apparel Brand Pally'Hi, die für hochfunktionelle Kleidung aus Merinowolle im Streetworklook steht. Neben dem klassischen B2B-Geschäft und dem Sportfachhandel, betreibt Peter mit beiden Marken Onlineshops auf Basis von Shopware für sportbegeisterte Endkonsumenten.

PeterBauer

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