This page is also available in English. Change to English page

Optimales Bestandsmanagement dank durchdachter Bedarfsplanung

Optimales Bestandsmanagement dank durchdachter Bedarfsplanung

To the English article

Bestandsengpässe oder Überbestände sind ein essenzielles Risiko für jeden Händler. Ein durchdachtes Bestellwesen mit einer Bedarfsplanung, die jederzeit für den optimalen Nachschub aller Produkte sorgt, ist somit unabdingbar. In diesem Beitrag erläutert Dir unser Partner Pickware die Grundlagen des Bestellwesens, die dabei wichtigsten Prozessschritte und was Du von der Bedarfsplanung bis hin zu den Lieferantenbestellungen beachten solltest.

Worum geht es beim Bestellwesen?

Häufig werden Lieferantenbestellungen im Einkauf noch nach Bauchgefühl, groben Schätzungen oder starren Bestandsgrenzen getätigt. Doch mit steigendem Absatz und einer wachsenden Anzahl an Filialen oder Verkaufskanälen wird es immer schwieriger, den Überblick über die zur Verfügung stehenden Lagerbestände und den voraussichtlichen Bedarf zu behalten.

Nehmen wir an, Du führst einen Onlineshop mit Sportbedarf und einige Deiner Waren werden im Sommer deutlich stärker nachgefragt als in den Wintermonaten. Nun bestellt ein Kunde Anfang Januar ein Longboard, wodurch der Bestand der Longboards den Meldebestand erreicht. Bei der Nachbestellung auf Basis von starren Bestandsgrenzen kann es jetzt schnell passieren, dass Du 100 Longboards nachbestellst, um den hinterlegten Sollbestand zu erreichen. Betrachtest Du jedoch den Absatz der Vorjahre, stellst Du fest, dass die Nachfrage nach Longboards voraussichtlich erst im April wieder ansteigen wird und Du davor kaum mit weiteren Verkäufen zu rechnen hast. Um nicht unnötig Kapital zu binden und Lagerfläche zu blockieren, wäre es in diesem Fall die bessere Entscheidung, die Nachbestellmenge anhand der erwarteten Verkaufszahlen dynamisch anzupassen, anstatt auf starre Bestandsgrenzen zu setzen.

Das Bestellwesen sollte Dich als Händler also dabei unterstützen, Deine Lagerfläche optimal zu nutzen und sowohl auf Lastspitzen als auch auf Flauten vorbereitet zu sein. Ein intelligentes und automatisiertes Bestellwesen spart Dir nicht nur Zeit und Nerven, sondern sorgt auch für glückliche, wiederkehrende Kunden.

Wichtige Bestandteile und Abläufe im Bestellwesen 

Die Bedarfsplanung ist ein grundlegender Bestandteil des Bestellwesens. Um die richtigen Produkte immer zur richtigen Zeit und in der passenden Menge nachzubestellen und dabei auch noch möglichst wenig manuellen Aufwand zu haben, gibt es jedoch noch ein paar mehr Details zu beachten.

Die Vorteile von Bestandswarnungen nutzen

Ein weiterer praktischer Vorteil eines automatisierten Bestellwesens sind Bestandswarnungen. Sie informieren Dich, sobald sich der Lagerbestand eines Produkts verändert und eine definierte Bestandsgrenze erreicht. Du kannst beispielsweise einen Wert für den Meldebestand eines Produkts festlegen und wirst benachrichtigt, sobald dieser erreicht wird und Du das Produkt entsprechend zeitnah nachbestellen solltest. Ein optionaler Sicherheitsbestand, der unter dem Meldebestand liegt und nicht zum Verkauf zur Verfügung steht, sorgt zusätzlich für einen Puffer beim gleichzeitigen Verkauf über unterschiedliche Verkaufskanäle oder bis zum Eintreffen der nächsten Lieferantenbestellung. Eine Bestandswarnung kann aber auch darauf hinweisen, dass es Zeit für einen Aktionsrabatt ist und Dich warnen, wenn einstig stark nachgefragte Produkte nun weniger stark nachgefragt werden.

Bestandswarnungen bringen somit mehrere Vorteile mit sich: Du behältst auch bei mehreren Lagern oder Filialen den Überblick über Deine Bestände, vermeidest Fehl- und Überbestände und entlastest gleichzeitig Deine Mitarbeitenden durch sinkenden manuellen Aufwand.

Den zukünftigen Bedarf prognostizieren

Um die Nachfrage Deiner Kunden zu prognostizieren, braucht es eine Methode, die Deine Verkäufe möglichst zuverlässig vorhersieht. Neben starren Bestandsgrenzen ist häufig eine dynamische Bedarfsplanung von Vorteil, die auf Basis Deiner Verkaufshistorie Deinen produktspezifischen Bedarf kalkuliert. Dabei kann der voraussichtliche Bedarf der Produkte anhand der Verkaufszahlen besser abgeschätzt und die dafür notwendigen Lieferantenbestellungen zum richtigen Zeitpunkt erstellt werden. Wichtig ist, dass der Prognosezeitraum frei wählbar ist, sodass Du auf die unterschiedlichsten Dynamiken reagieren kannst. Je länger Du bereits verkaufst und je konstanter Deine Verkaufszahlen sind, desto besser kannst Du den voraussichtlichen Bedarf aufgrund vergangener Verkaufszahlen abschätzen. Wenn Du gerade erst mit dem Onlinehandel startest oder Deine Verkaufszahlen sehr schnell ansteigen, solltest Du bei der Bedarfsplanung bevorzugt einen kurzen Vergleichszeitraum betrachten, um flexibel reagieren und Deine Nachbestellmengen schrittweise erhöhen zu können.

Mit der dynamischen Methode senkst Du die Lagerkosten und vermeidest Stornierungen, die durch unzufriedene Kunden mit ungeplant langen Wartezeiten bei Überverkäufen entstehen können. Gleichzeitig ersparst Du Deinen Mitarbeitenden viel Stress und vermeidest unnötige Mehrkosten, da keine Lieferengpässe mehr entstehen sollten, die kurzfristige Nachbestellungen beim Lieferanten mit Expressaufschlägen erfordern. Waren mit einer geringeren Lagerumschlagshäufigkeit werden mit dieser Methode zudem schneller enttarnt und können in angepassten Mengen nachbestellt werden. 

Von den Bestellvorschlägen zur Lieferantenbestellung

Im Anschluss an die Bedarfsprognose gilt es, möglichst einfach die tatsächlichen Bestellungen zu tätigen. Unter der Berücksichtigung von unterschiedlichen Faktoren wie beispielsweise die Mindestbestellmengen, Abnahmeintervalle, der Lieferzeit oder den Einkaufspreisen wird bestenfalls automatisch der passende Lieferant ausgewählt und die finale Bestellmenge bestimmt, sodass mit nur wenigen Klicks die gewünschten Bestellungen angelegt werden. Diese sollten auch im Anschluss so unkompliziert wie möglich verwaltet werden können. Ein automatisierter E-Mail-Versand an Lieferanten und die systemgestützte Einlagerung der Ware reduzieren hierbei den manuellen Aufwand. Beim Erfassen und Einlagern der Ware sollte zum Beispiel unbedingt ein Abgleich zwischen bestellter und gelieferter Ware stattfinden. Zusätzlich sollten offene Lieferantenbestellungen bei weiteren Nachbestellungen im System berücksichtigt werden und jederzeit ersichtlich sein, wann diese voraussichtlich eintreffen.

Fazit: Unkompliziertes Bestellwesen dank automatisierter Prozesse

Händler sollten so früh wie möglich auf eine Warenwirtschaft mit einem unkompliziertem Bestellwesen setzen. Die Bedarfsplanung sollte für Dich als Händler so einfach wie möglich sein, damit Du immer den optimalen Bestand auf Lager hast und zum richtigen Zeitpunkt Ware einfach und automatisiert nachbestellst. Zudem hilft Dir eine Warenwirtschaft dabei, den Überblick über Deine Lagerbestände zentral im Blick zu behalten und den manuellen Aufwand zu senken.

Webinar: Onlinehandel leicht gemacht – mit der passenden Warenwirtschaft für Shopware 6

Du möchtest live einen Einblick in das Bestellwesen in Pickware ERP Starter für Shopware 6 erhalten? Dann melde Dich zum Webinar am 10. Juni um 11 Uhr an. Pickware erklärt Dir im Webinar die grundlegenden Anforderungen an eine Warenwirtschaft und beleuchtet insbesondere die Prozesse rund um die Bestandsplanung und den Einkauf praxisnah am Beispiel von ERP Starter für Shopware 6.

 

Zur Webinar Anmeldung

 

Das könnte Dich auch interessieren:

Newsletter

Nichts mehr verpassen. Wir halten Dich per E-Mail auf dem Laufenden.

Shopware Logo
Deine Meinung ist uns wichtig!

Ehrliches Feedback ist wertvoll und unsere Grundlage für Verbesserungen. Deshalb bitten wir Dich, kurz an unserer aktuellen Umfrage zu Shopware als Marke teilzunehmen. Du benötigst dafür wahrscheinlich weniger als 5 Minuten.